Tageslichtlampen bei Depressionen und anderen Leiden

Wussten Sie, dass die ersten Tageslichtlampen bereits um 1960 entwickelt wurden? Besatzungsmitglieder auf U-Booten klagten immer wieder über Kopfschmerzen, Nervosität und Müdigkeit. Ärzte kamen zu dem Schluss, dass dies mit dem fehlenden Sonnenlicht zu tun haben könnte. Ihr Lösungsansatz war eine Lichtquelle an Bord, die möglichst dem Spektrum des Tageslichts gerecht werden sollte, woraufhin eine entsprechende Technologie entwickelt wurde.

Info: Die Vorläufer der heute für die private Nutzung erhältlichen Tageslichtlampen eroberten einige Jahre später den Markt in den USA. Sie wurden "True Light" genannt.

Die Technologie entwickelte sich weiter und die Probleme der U-Boot-Besatzungen wurde ähnlich bei Nachtarbeitern festgestellt. Die Lösung war naheliegend - auch sie litten unter Lichtmangel und konnten dem mit einer Tageslichtlampe, die das Lichtspektrum der Sonne möglichst gut imitiert, begegnen.

Heute ist dieses Phänomen wesentlich besser erforscht. In der Medizin ist hinlänglich bekannt, dass auch im Winter viele Menschen zu wenig Tageslicht abbekommen. Das ist kaum verwunderlich, scheint die Sonne doch in den Sommermonaten nicht selten mehr als sechs Stunden am Tag, während es im Winter häufig nur zwei Stunden täglich sind. Aufgrund der Witterung halten sich Menschen im der kalten Jahreszeit bevorzugt in Innenräumen auf und sind draußen gut eingekleidet. Selbst, wer sich bei der winterlich niedrig stehenden Sonne im Freien aufhält, bekommt wenig von ihrer Strahlung direkt zu spüren.

Darauf reagiert nicht jeder gleichermaßen, aber wie so oft sind einige Menschen empfindsamer als andere und leiden, mehr oder weniger ausgeprägt, unter der sogenannten Winterdepression. Was vor vielen Jahrzehnten Besatzungsmitgliedern auf U-Booten geholfen hat, soll nun auch saisonal betroffenen Menschen helfen - die Tageslichtlampe.

Den Tageslichtspeicher auffüllen

Einige Minuten am Tag im Freien in der Sonne wecken die Lebensgeister und füllen den Energiespeicher auf. Selbst ein Blick aus dem Fenster hat bei Sonnenschein eher produktive Wirkung, während ein grau verhangener Himmel eher bedrückend wirkt. Lampen mit intensivem Licht von rund 10.000 Lux sollen einen ähnlichen Effekt auf die Sinne haben, wie die Sonne. Je nach Lampe genügt dazu eine tägliche Anwendung von rund 30 Minuten. Die ideale Zeit variiert mit der Tageslichtlampe und der Lichtintensität. Es kann auch ausreichen, wenn Sie das Licht während alltäglicher Arbeiten nebenbei anmachen - die Sinne profitieren von der Helligkeit.

Augen auf bei der Lichtdusche?

Während Sie im Solarium die Augen vor der UV-Strahlung schützen sollten, sind sie bei einer Lichttherapie idealerweise geöffnet: Das Licht trifft auf die Netzhaut, welche die Reize weiterleitet und die Gehirnaktivität, das Hormonsystem und den Stoffwechsel anregt. Nicht jede Tageslichtlampe ist jedoch dazu geeignet, mit offenen Augen direkt in die Lichtquelle zu schauen. Ist kein UV-Filter integriert, ist eine indirekte Bestrahlung sicherer. Ausdrücklich als Therapielampen mit Tageslichtspektrum deklarierte Produkte und Zertifikat, das ein Medizinprodukt bestätigt, bergen dagegen in der Regel keine Risiken durch schädliche Strahlung.

Hinweis: Bei empfindlichen Augen sollten Sie dennoch Vorsicht walten lassen. Die Lichtdusche ist zwar effektiver, wenn auch die Netzhaut die Helligkeit aufnehmen darf, je nach Veranlagung kann ein Zuviel aber auch zu Kopfschmerzen führen. Tasten Sie sich einfach langsam heran und finden Sie für sich selbst heraus, wie viel Licht in welcher Intensität Ihnen gut tut und die Sinne belebt.

Die Wirkung der Lichtfarbe auf Körper und Seele

Im Licht der Sonne sind alle Farben enthalten, auch solche, die sich der menschlichen Wahrnehmung entziehen. Das Sonnenlicht wird als Vollspektrum bezeichnet. Tageslichtlampen, die diesem natürlichen Spektrum nacheifern, erreichen dies durch die Zusammensetzung der Lichtfarben.

Info: Alle Lichtfarben zusammen in gleichen Anteilen ergeben weißes Licht. Die Lichtfarbe Weiß wird aber auch erzielt, wenn nur wenige Farben enthalten sind. Es kommt dabei auf die Zusammensetzung, also die jeweiligen Anteile an. Folglich kann das Licht aus einer gewöhnlichen Glühbirne weiß erscheinen. Aus welchen Farben es sich tatsächlich zusammensetzt, erkennt das bloße Auge nicht. Wohl aber bemerkt der Organismus unter Umständen, dass es sich um künstliches Licht handelt, das keineswegs dem wohltuenden Tageslicht entspricht. Die Augen freuen sich, dass sie etwas sehen, der Organismus reagiert je nach Lichtfarbe. So kommt es vor, dass sich bei längerem Aufenthalt in Innenräumen Unruhe, Kopfschmerzen oder Müdigkeit einstellen. Dasselbe ist durch ein Flimmern der Lichtquelle möglich, welches ebenfalls vom Auge unbemerkt bleiben kann.

Die Hersteller von Tageslichtlampen stehen vor der Herausforderung, das volle Spektrum des Lichts in der richtigen Zusammensetzung in einer Leuchtquelle zu vereinen. Werden UV-Strahlen herausgefiltert, dient das dem Schutz von Haut und Augen, soll aber das natürliche Lichtspektrum an sich nicht beeinträchtigen.

Hormone benötigen den Wechsel zwischen hell und dunkel

Während das Tageslicht die Serotonin-Produktion fördert, reagiert der Organismus zugleich mit dem Abbau des "Schlafhormons" Melatonin. Damit verschwindet dessen dämpfende Wirkung und der anregende Effekt des Serotonins bereitet den Organismus auf die Aktivitäten des Tages vor. Bei Lichtmangel dagegen ist der Melatoninabbau beeinträchtigt. Antriebslosigkeit ist die natürliche Folge, die nicht alle Menschen gleichermaßen durch Disziplin überwinden können. Bleibt die durch das Melatonin begünstigte Trägheit bei Lichtmangel erhalten, ist gleichermaßen die Serotoninproduktion gestört, die dem entgegenwirken könnte.

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Mögliche Folgen sind

  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Antriebslosigkeit
  • Traurigkeit
  • gedrückte Stimmung

Letztendlich kann sich daraus eine saisonal abhängige Depression entwickeln, die mit Schlaf- und sogar Essstörungen einhergeht.

Kommt der Mensch aus eigener Kraft nicht dagegen an, leidet er unter verschiedenen und variabel ausgeprägten Symptomen der Winterdepression. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Zivilisationskrankheit: Die Anforderungen im Alltag bleiben dieselben, während Körper und Seele in einer Art Dämmerzustand verharren. Könnte der Betroffene sich dagegen in der trüben Jahreszeit zurückziehen und müsste keine Leistung erbringen, hätte der Organismus und folglich auch die Psyche weniger Probleme mit dem Lichtmangel.

Fazit: Gönnen Sie sich Licht!

Bemerken Sie, dass im Winter mit den Sonnenstunden die Stimmung sinkt, holen Sie sich eine Simulation des Tageslichts ins Haus. Eine morgendliche Lichtdusche oder eine bei alltäglichen Tätigkeiten eingesetzte Lichtquelle mit Tageslichtspektrum kann Ihnen neue Kraft spenden. Entsprechende Leuchten gibt es in allen möglichen Ausführungen. Werfen Sie einen Blick in unsere Produktrecherche, in welcher wir Ihnen weitere hilfreiche Informationen an die Hand geben und die 6 besten Tageslichtlampen vorstellen.

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