Defibrillatoren Beurteilung 2019 | Welcher Defibrillator für welchen Einsatzbereich?

Herzerkrankungen können lebensbedrohlich sein. Oft sind sie tückisch und bleiben lange unbemerkt, bis ein Ernstfall eintritt. In einem solchen ist schnelle Hilfe angesagt - jede Minute zählt. Doch auch, wenn eine Herzerkrankung bekannt ist, kündigen sich ernsthafte Probleme nicht immer rechtzeitig an und es kann ein Notfall eintreten.

Eine vorbeugende Maßnahme ist die Überwachung durch die regelmäßige Erfassung von Blutdruck und Puls. Für Notfälle gibt es Defibrillatoren, umgangssprachlich auch als Schockgeber bezeichnet.

Ein Defibrillator sendet elektrische Impulse an das Herz, um den Herzschlag zu erhalten oder wieder zu aktivieren sowie den Rhythmus aufrechtzuerhalten beziehungsweise wieder herzustellen. Unregelmäßigkeiten wirken sich insbesondere auf die Sauerstoffversorgung des Organismus, auch des Gehirns aus: Eine Unterversorgung kann bereits innerhalb weniger Minuten dazu führen, dass Gehirnzellen absterben. Die elektrischen Impulse durch einen Defibrillator animieren das Herz, seine Funktion wieder korrekt auszuführen.

Krankenhäuser, Notfalleinrichtungen und Ersthelfer im Einsatz sind von Haus aus mit hochwertigen Defibrillatoren ausgestattet, um sie im Notfall sofort einsetzen zu können. Nicht immer ist jedoch sofort ein Ersthelfer zur Stelle oder der Patient befindet sich bereits im Krankenhaus. Daher sind inzwischen auch öffentlich Defibrillatoren verfügbar, um wichtige Minuten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken. Auch für private Haushalte und Unternehmen gibt es geeignete Ausführungen, die intuitiv auch von Laien bedienbar sind. Weitere Varianten sind solche, die bei erhöhtem Risiko direkt am Patienten anwendbar sind, sowie spezielle Trainingsgeräte zur Schulung von Ersthelfern.

Hier erfahren Sie, welcher Defibrillator für welche Zwecke geeignet ist und erhalten Informationen zum Umgang mit den Notfall-Schockgebern.

Inhaltsverzeichnis

Arten, Einsatzgebiete und Funktionsweise von Defibrillatoren

Defibrillatoren gibt es in unterschiedlichen Ausführungen für den privaten und professionellen Einsatz. Das Einsatzgebiet sagt nichts über die Qualität aus, denn ein Defibrillator dient der Lebensrettung und unterliegt strengen Richtlinien. Allerdings ist ein solches Gerät zur Schockbehandlung in einem Krankenhaus wesentlich häufiger im Einsatz und unterliegt anderen Anforderungen, als ein privates Gerät im Erste-Hilfe-Schrank, eines in öffentlichen Einrichtungen oder an öffentlichen Plätzen, eines zur Ersthelferausstattung zählenden für den mobilen Einsatz oder auch ein Trainingsgerät, welches zur Schulung eingesetzt wird. Von alldem abweichend gibt es automatische Defibrillatoren, die am Körper des Patienten sitzen, ohne, dass eine dritte Person zur Anwendung erforderlich wäre.

Wir unterscheiden daher bei den Arten der Defibrillatoren nach den Einsatzbereichen:

  • Hausgebrauch, private Notfallausstattung
  • Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, öffentliche Plätze
  • Ersthelferausstattung, mobiler Einsatz
  • Arztpraxen, Krankenhäuser
  • direkt am Patienten
  • Trainingsgeräte

Daraus ergibt sich eine Unterscheidung in der Anwendung durch

  • Laien
  • Profis
  • Ausbilder

beziehungsweise

  • manuelle Bedienung
  • automatische Steuerung

Eine Ausnahme stellen in dieser Unterteilung wiederum Geräte dar, die direkt am Patienten zum Einsatz kommen:

  • Defibrillator-Weste mit Überwachungsfunktion
  • Implantat

Wann kommt ein Defibrillator zum Einsatz?

Charakteristische Einsatzgebiete sind bedrohliches Herzrasen, Kammerflimmern und Herzstillstand. Allgemein wird bei Herz-Rhythmus-Störungen versucht, über die elektrischen Impulse des Defibrillators, den regulären Herzschlag wiederherzustellen. Beim Herzstillstand dagegen geht es zunächst darum, das Herz wieder zur Tätigkeit zu animieren, umgangssprachlich auch als Wiederbelebung bezeichnet.

Zu den weiteren Maßnahmen der Wiederbelebung zählen die Beatmung und die Herzmassage. Ein unbedarfter Laie wäre mit dem komplexen Maßnahmenbereich jedoch völlig überfordert und selbst Menschen, die einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert haben, fehlt im Ernstfall häufig die praktische Erfahrung und Routine. Mit einem automatischen Defibrillator kann dennoch jeder im Notfall eingreifen - sofern ein Gerät zur Hand ist.

Einsatzbereiche und Technologie

Automatische Defibrillatoren kommen immer dann zum Einsatz, wenn der Patient bewusstlos ist und Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte überbrückt werden muss. Das betrifft üblicherweise Privathaushalte, öffentliche Einrichtungen und Plätze sowie Unternehmen. Die Geräte sind derart konzipiert, dass sie von Laien bedient werden können.

Für Rettungskräfte wie Sanitäter, die schnell Erste Hilfe leisten müssen, sind automatische Technologien ebenfalls sinnvoll, da sie eine wichtige Zeitersparnis bedeuten können: Die erforderliche Energiemenge für den Schock wird anhand verschiedener Parameter des Patienten vom Gerät selbst ermittelt und auch die Parametererfassung erfolgt durch das Gerät. Sanitäter sollten aber selbstverständlich derart geschult sein, auch die erforderlichen lebensrettenden Maßnahmen wie Herzdruckmassage und Beatmung durchzuführen.

Für andere Einsatzkräfte, die seltener in derartige Situationen kommen, aber für den Notfall ausgestattet sind, sollten automatische Defibrillatoren ebenfalls verfügbar sein. Eine Zwischenlösung sind konfigurierbare Varianten, die professionellen Einsatzkräften die schnelle Hilfe erlauben, aber auch von semi-professionellen Ersthelfern und Personen ohne spezielle Anwendungskenntnisse bedient werden können.

In Krankenhäusern ist eine hoch professionelle Ausstattung selbstverständlich und Mediziner müssen in der Lage sein, manuelle Geräte in jeder Situation kompetent einzusetzen. Defibrillatoren zählen in Operationsräumen, auf Intensivstationen und in manch einer ambulanten Arztpraxis zur Standardausstattung.

Technologisch wird neben der manuellen und automatischen Anwendung zwischen synchronem und asynchronem Verfahren unterschieden: Beim synchronen Verfahren wird die erforderliche Energiemenge - manuell oder automatisch - eingestellt und nach einer Zeitverzögerung abgegeben. Dagegen erfolgt die Impulsübertragung beim asynchronen Verfahren sofort.

Info: Das synchrone Verfahren eignet sich eher für Unregelmäßigkeiten im Herzschlag wie beim Vorhofflimmern. Kammerflimmern ist ebenso wie Herzstillstand eher ein Indikator für das asynchrone Verfahren. Bei manuellen Technologien erfolgen die Einstellungen durch den Ersthelfer oder Arzt am Gerät, automatische Technologien nehmen sie abgestimmt auf die erfassten Werte automatisch vor.

Aufbau und Funktionsweise

Defibrillationsgeräte müssen ausreichend Energiekapazität aufweisen und stets in betriebsbereitem Zustand verfügbar sein. Die zur Schockübertragung erforderliche Energie wird in einem integrierten Kondensator gespeichert. Der Impulsübertragung an den Patienten dienen Elektroden, gängige Varianten für automatische Defibrillatoren sind Klebeelektroden.

Die Anbringung der Elektroden erfolgt auf der Brust, wobei diese zunächst freizulegen ist. Das bedeutet für Einsatzkräfte zugleich, dass zur Ausstattung auch Hilfsmittel wie eine Schere zählen sollten, um Textilien so schnell wie möglich zu entfernen. Je nach Art des Gerätes wird die Energiemenge automatisch oder manuell eingestellt und die Übertragung ebenfalls automatisch oder per Knopfdruck ausgelöst. Für den Patienten beziehungsweise den Herzmuskel gleicht das einem dosierten elektrischen Schock, um die Herztätigkeit wieder in Gang zu setzen oder zu regulieren.

Im speziellen Fall von Westen oder Implantaten, die bei Menschen mit diagnostizierten Auffälligkeiten wie Herzrasen oder Herz-Rhythmus-Störungen eingesetzt werden, erfolgt kontinuierlich eine Erfassung relevanter Werte. Im Ernstfall übernimmt das Gerät eigenständig die Einstellung und Auslösung der Energieübertragung.

Werterfassung und Ausstattung

Bei manuellen Defibrillatoren können neben der Erfassung der Herztätigkeit weitere Werte wie der Sauerstoffgehalt im Blut und der Kohlendioxidgehalt im Atem ermittelt sowie direkt an das Gerät übertragen werden. Die angezeigten Daten geben Aufschluss über den Zustand des Patienten und darauf basierend auf die korrekte Einstellung und Anwendung des Gerätes.

Defibrillatoren mit automatischer Technologie werden auch als Automatisierte Externe Defibrillatoren bezeichnet, abgekürzt AED. Umgangssprachlich heißen sie Laiendefibrillatoren. Damit ist klar: AEDs dienen dem Einsatz im Notfall durch Laien. Das Gerät selbst leitet den Helfer Schritt für Schritt an, um zunächst die Elektroden anzulegen und eine Messung der Herztätigkeit durch die geräteinterne Technologie vorzunehmen. Der computergesteuerten Messung folgt die auf die erfassten Daten abgestimmte automatische Berechnung der Energiemenge und die Impulsübertragung, wobei weiterhin eine Sprachbegleitung durch das Gerät selbst stattfindet. Ein AED ist so konzipiert, dass lebensrettende Maßnahmen durch Laien bis zum Eintreffen von Einsatzkräften oder Notarzt gewährleistet sind.

Mit automatischen Technologien sind auch Defibrillationswesten und -implantate für Risikopatienten ausgestattet. Defibrillationswesten (Wearable Cardioverter/Defibrillator, WCD) verfügen über einen Gürtel mit Sensoren und Elektroden, die direkt am Oberkörper anliegen. Wird auf diese Weise eine lebensbedrohliche Herz-Rhythmus-Störung oder andere Auffälligkeit wie Bewusstlosigkeit erfasst, startet die integrierte Technologie die Impulsübertragung. Eine solche Weste kommt alternativ zu einem Implantat zum Einsatz.

Anhand unserer Recherchen haben wir die Anforderungen an einen Defibrillator für die unterschiedlichen Einsatzbereiche ermittelt und stellen Ihnen diese ausführlich vor. Wo es möglich ist, werden auch Geräte aufgeführt, die diesen Anforderungen entsprechen. Das ist zum Beispiel wenig sinnvoll bis unmöglich bei Defibrillatoren, die direkt am Patienten eingesetzt werden: Solche sind im regulären Handel nicht erhältlich. Dagegen können Sie hochwertige Geräte für den privaten Gebrauch, zur öffentlichen Bereitstellung, für den mobilen Einsatz und für Schulungen jederzeit selbst erwerben.

Sechs Defibrillatoren für relevante Einsatzbereiche

Bei den jeweils aufgeführten Geräten handelt es sich um eine Beispielauswahl, ermittelt anhand der Ausstattung und Bedienungsweise. Es ist durchaus möglich, dass ein Defibrillator für mehrere Einsatzbereiche geeignet ist und selbstverständlich gibt es für die verschiedenen Einsatzbereiche weitere geeignete Modelle.

Da die Qualitätsanforderungen generell sehr hoch sind, ein bestimmter Funktionsumfang stets gegeben sein muss, die Anforderungen je nach Einsatzbereich variieren und alle Geräte einer Zulassung bedürfen, bewerten wir die entsprechenden Merkmale selbst nicht. Verstehen Sie daher die Nennung der Beispielgeräte ebenso wie die Reihenfolge als exemplarisch, jedoch nicht als Wertung.

  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für private Haushalte und die private Notfallausstattung
  • Technologie: automatisch
  • Bild- und Sprachanweisung
  • AED - für Laien bedienbar
  • mit Datenspeicher
  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und öffentliche Plätze
  • Technologie: automatisch
  • Bild- und Sprachanweisung
  • AED - für Laien bedienbar
  • inkl. Notfallausstattung und Infotaste
  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für Ersthelfer und den mobilen Einsatz
  • Technologie: halb automatisch
  • Bild- und Sprachanweisung
  • AED - Schockauslösung manuell
  • inklusive Notfallausstattung und Infotaste
  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für Praxiseinrichtungen
  • Technologie: automatisch
  • Sprachanweisung
  • AED - für Laien geeignet
  • mit HWL-Sensor und anpassbarer Sprachanleitung
  • Progetti RESCUE 230

    Zum Testbericht
  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für den professionellen Einsatz
  • Technologie: manuell
  • mit EKG und Anzeige
  • konzipiert für den kardiovaskulären Notfall
  • Bedienung nur durch medizinisch geschulte Ersthelfer und Ärzte
  • Einsatzgebiet Beispiel: Defibrillator für Schulungs- und Trainingszwecke
  • Simulation unterschiedlicher Szenarien
  • mit HWL-Puppe kompatibel
  • zur Schulung von Laien und Fortgeschrittenen
  • inklusive Fernbedienung

Unsere Testkriterien für die Eignung

Obgleich die zugrunde liegenden Gesetze und Zulassungsbedingungen für Defibrillatoren einheitlich sind, unterscheiden sie sich in der Ausstattung, Technologie und Eignung für diesen oder jenen Einsatzbereich: Ein Laie wäre ohne Sprachanleitung mit der Bedienung völlig überfordert und kompetente, erfahrene Rettungskräfte würden ausführliche Anweisungen nur aufhalten - zumal sie ohnehin in der Regel erst später am Einsatzort eintreffen und dann jede Sekunde zählt.

Unser Produkttest umfasst daher Kriterien wie

  • Technologie und Bedienung
  • Funktionsmerkmale
  • Ausstattung
  • eventuelle Besonderheiten
  • Erfahrungswerte von Verbrauchern

Innerhalb dieser Kriterien erläutern wir, weshalb wir das Produkt für den genannten Einsatzzweck als geeignet halten. Weitere mögliche Einsatzgebiete erwähnen wir ebenfalls. Allgemeine ergänzende Informationen finden Sie im Anschluss an die Produktvorstellungen in unserem Kaufberater. Auf diese Weise möchten wir Ihnen detaillierte Informationen an die Hand geben, die Sie letztendlich bei einer Entscheidung unterstützen.

Technologie und Bedienung: Defibrillatoren können voll oder halb automatisch sowie manuell bedienbar sein. Die eingesetzte Technologie entscheidet darüber, ob ein Gerät für Laien geeignet ist: Im Notfall müssen die Anweisungen zur Bedienung des Defibrillators leicht verständlich und sofort umsetzbar sein. Daher kann neben einer Sprachanleitung eine visuelle Unterstützung erfolgen. Die Bedienung gestaltet sich für einen Laien in der gegebenen Stresssituation idealerweise intuitiv. Experten dagegen wissen, wie ein Defibrillator funktioniert und wann welche lebensrettenden Maßnahmen ergriffen werden müssen. Hier genügt es, wenn die Technologie relevante Werte erfasst und knappe, stichhaltige Informationen liefert.

Funktionsmerkmale: Zu den grundsätzlichen Funktionen eines Defibrillators zählen die Wertermittlung und die Übertragung elektrischer Impulse mit einer geeigneten Energiemenge. Daneben können abhängig vom Modell zusätzliche Features verfügbar sein, die den Laien, aber auch den professionellen Ersthelfer bei den Maßnahmen unterstützen. Die Funktionsmerkmale insgesamt bestimmen weiterhin die Einsatzmöglichkeiten. Wir stellen folglich die Grundfunktionen sowie gegebenenfalls spezifische Funktionen der Geräte vor.

Ausstattung: Ein Defibrillator kann in einer Tasche geliefert werden, die zusätzliches Notfallmaterial bereitstellt. Andere Produkte verzichten darauf und konzentrieren sich auf ihre wesentliche Funktion. Die erforderlichen Elektroden sind in der Regel im Lieferumfang enthalten. Bei Kindern sind gegenüber dem Einsatz an einem Erwachsenen Besonderheiten zu beachten - die Standardausstattung kann dies berücksichtigen, was aber nicht bei jedem Gerät der Fall ist. Über die Grundausstattung informieren wir ebenso wie über optional erhältliches Zubehör, Verschleißteile und Ersatzmöglichkeiten.

Besonderheiten: Unter Besonderheiten haben wir Merkmale wie die Akkulaufzeit, eine Herstellergarantie, Serviceleistungen und weitere Informationen zusammengefasst, die Anbieter bereitstellen.

Erfahrungswerte von Verbrauchern: Verbraucher können Privatpersonen, Unternehmen oder Beauftragte eines Unternehmens, professionelle Einsatzkräfte und Leiter von Schulungen beziehungsweise Erste-Hilfe-Kursen sein. Gibt es zu den als medizinisches Produkt zugelassenen Defibrillatoren entsprechende Kommentare, fließen auch diese in unsere Ausführungen ein: Praktische Erfahrungen von Käufern und Anwendern geben Ihnen wertvolle Hinweise vor einer endgültigen Kaufentscheidung.

Empfehlung für Laien: HeartSine PAD 360P

Empfehlung für Laien: Beim HeartSine PAD 360P von MedX5 handelt es sich um ein AED-Gerät, welches durch den Hersteller explizit als für Laien geeignet deklariert ist. Medizinische Fachkenntnisse sind zur Bedienung nicht erforderlich und die automatische Technologie übernimmt die wesentlichen Funktionen, während der Anwender durch Sprach- und Bildanweisungen erfährt, was er zu tun hat. Damit sind die Voraussetzungen für Privatanwender beziehungsweise die Notfallausstattung in privaten Haushalten erfüllt.

HeratSine PAD 360P

Zusammenfassung des Tests

HerstellerMedX5
Technologievoll automatisch
Empfohlener EinsatzbereichPrivathaushalte, private Notfallausstattung
AnleitungenSprach- und Bildanweisungen
ExtrasDatenspeicher und Analysemöglichkeit
Kundenzufriedenheit94 Prozent

Technologie und Bedienung

Nach dem Einschalten des HeartSine PAD 360P ertönen laute Sprachanweisungen, die dem Anwender Schritt für Schritt mitteilen, was er zu tun hat. Die Lautstärke kann in ruhiger Umgebung als etwas extrem empfunden werden, dient jedoch dazu, dass die Anweisungen auch bei Begleitgeräuschen durch eventuell weinende Kinder, Gespräche umstehender Personen oder Straßenverkehr deutlich zu verstehen sind. LED-Grafiken veranschaulichen die per Sprachanleitung gegebenen Anweisungen.

Innerhalb maximal zehn Sekunden werden die relevanten Daten laut Hersteller erfasst und analysiert, darauf basierend wird die erforderliche Energiemenge berechnet und der elektrische Impuls automatisch ausgelöst. Zuvor ertönt eine Warnung für den Ersthelfer. Die Werte und der Vorgang sind anschließend über den internen Speicher des Defibrillators abrufbar: Per USB-Schnittstelle erfolgt die Übertragung von EKG und Ergebnissen an einen Computer. Die erforderliche Software "Saver EVO" steht mit der Anschaffung des Defibrillators kostenlos zur Verfügung.

Funktionsmerkmale

Der Defibrillator führt regelmäßige Selbsttests zur Funktionsüberprüfung aus. Eine Bereitschaftsanzeige bestätigt, dass das Gerät einsatzbereit ist und einwandfrei funktioniert. Das patentierte, sogenannte Pad-Pak-System besteht aus einer Batterie und Elektrodenkassette, die nach dem Einsatz durch den Hersteller ausgetauscht wird. Die Sprachanleitung variiert mit dem eingesetzten Pad-Pak für Erwachsene oder Kinder. Im Zweifel kann jedoch das Pad-Pak für Erwachsene auch für ein Kind genutzt werden, wenn kein Austauschsystem zur Hand ist: Der Versuch der lebensrettenden Maßnahmen hat oberste Priorität.

Info: Das Standardsystem ist für die Anwendung an erwachsenen Patienten ausgerichtet. Eines speziell für kleine Kinder ist gesondert zu erwerben.

Ausstattung

Der Defibrillator HeartSine PAD 360P ist CE-zertifiziert sowie ausdrücklich für Militär und Luftfahrt zugelassen. Dennoch ist das Gerät aufgrund der ausführlichen Sprach- und Bildanweisungen zur Anwendung ausdrücklich als für Laien geeignet deklariert.

Die Standard-Batterie- und Elektroden-Kassette ist für Erwachsene und Kinder ab acht Jahren beziehungsweise 25 Kilogramm im Lieferumfang enthalten. Für kleinere Kinder ist eine gesonderte Kassette erhältlich. Die Lieferung erfolgt mit Tragetasche. Per USB-Kabel können bei Bedarf Software-Updates durchgeführt werden. Solche sind nur notwendig, wenn sich die medizinischen oder gesetzlichen Anforderungen derart ändern, dass die bisherige Software sie nicht mehr erfüllt.

Besonderheiten

Für Batterie und Elektroden sind ab dem Datum der Herstellung vier Jahre Haltbarkeit angegeben, sofern der Defibrillator nicht zum Einsatz kommt. Bei einem neuen Batterie-Elektroden-Set beläuft sich die Kapazität auf mindestens 60 Schocks, gegen Ende der Haltbarkeit auf zehn Schocks bei 200 Joule. Die Garantie für das Gerät selbst beträgt acht Jahre, Serviceleistungen inklusive.

Info: Sofern keine gewerbliche Verpflichtung vorliegt, ist der HeartSine PAD 360P wartungsfrei, andernfalls beträgt das vorgeschriebene Wartungsintervall gemäß MPBetreibV (Medizinische Betreiberverordnung) zwei Jahre.

Erfahrungswerte von Verbrauchern

Verbraucher haben sich den Laiendefibrillator angeschafft, da sie von der einfachen Handhabung und Bedienung überzeugt sind. Er findet sich ebenso in privaten Haushalten wie in öffentlichen Einrichtungen und kleineren Unternehmen. Eine Geräteeinweisung wird sinnvoll und vorteilhaft erwähnt.

Eine Notfallsituation ist jedoch nicht vorhersehbar. Somit ist auch nicht bekannt, wer im Ernstfall vor Ort ist. Für solche Situationen wird der HeartSine PAD 360P aufgrund der deutlichen Sprach- und Bildanweisungen ebenfalls als geeignet empfunden. Weniger gefällt, dass nach einer Nutzung zunächst ein Austausch der Akku-Elektroden-Kassette erforderlich ist, bevor der Defibrillator wieder einsatzbereit ist.

Unser Urteil

Für Privathaushalte ist der HeartSine PAD 360P eine ideale Lösung:

  • AED-Gerät
  • von Laien bedienbar
  • regelmäßige Selbsttests
  • wartungsarm
  • visuelle und sprachliche Anweisungen zur Ersten Hilfe

Ist eine Herzerkrankung im Haushalt bekannt oder liegen spezifische Risiken vor, kann ein automatisch gesteuerter Defibrillator Sicherheit geben. Er kommt im Notfall zum Einsatz, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken. Der HeartSine PAD 360P gibt von Anfang an die erforderlichen Anweisungen zum Umgang mit dem Patienten und Anlegen der Elektroden, ermittelt eigenständig die relevanten Werte und löst bei Bedarf automatisch den Schock aus. Der Ersthelfer wird vorab rechtzeitig durch ein akustisches und visuelles Signal gewarnt, um Abstand zum Patienten einzunehmen.

Neben privaten Haushalten sind auch Vereine, öffentliche Einrichtungen und kleine Unternehmen mit einem solchen Laien-Defibrillator gut ausgestattet.

Vorteile

  • automatische Wertermittlung und Schockauslösung
  • für die Bedienung durch Laien konzipiert
  • für Privathaushalte keine Wartung erforderlich
  • frei verkäufliches Medizinprodukt

Nachteile

  • Batterie-Elektroden-Kassette muss nach dem Einsatz ausgetauscht werden
  • gesondertes Pad-Pak für Kinder unter acht Jahren empfohlen

Telefunken Defibrillator FA1

Der Defibrillator FA1 von Telefunken ist ebenfalls von Laien bedienbar und wird in einer Notfalltasche geliefert, die wichtige Utensilien zur Ersten Hilfe enthält. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte oder des Notarztes ist der bisherige Verlauf nebst der erfassten Werte über eine Infotaste abrufbar. So erhalten Fachkräfte einen schnellen Überblick der Situation und können umgehend geeignete Maßnahmen einleiten.

Telefunken Defibrillator FA1

Zusammenfassung des Tests

HerstellerTelefunken
Technologievoll automatisch
Empfohlener EinsatzbereichUnternehmen, öffentliche Einrichtungen, öffentliche Plätze
AnleitungenSprach- und Bildanweisungen
ExtrasTasche mit Notfallausstattung inklusive
Kundenzufriedenheit72 Prozent

Technologie und Bedienung

Der FA1 von Telefunken ist ein AED-Gerät mit voll automatischer Technologie. Der Ersthelfer erhält Anweisungen per Bild und Sprache sowie für die Herzdruckmassage. Innerhalb zehn Sekunden ermittelt der Defibrillator die Werte des Patienten und löst gegebenenfalls nach einer Warnung den Schock aus. Die Energiestärke wird automatisch anhand der Patientendaten berechnet.

Während eines Einsatzes wird der Vorgang gespeichert. Die aktuellen Informationen erhalten Rettungskräfte per Tastendruck. Unabhängig davon werden bis zu zehn Einsätze aufgezeichnet, wobei der Speicher eine Kapazität für 20 Stunden aufweist. Über eine USB-Schnittstelle kann der Speicher ausgelesen werden.

Funktionsmerkmale

Die Funktionalität wird durch tägliche und wöchentliche Selbsttests gewährleistet. Eine LED-Anzeige informiert über den Ladestand der Batterie und die Einsatzbereitschaft des Defibrillators FA1. Die mitgelieferten Elektroden sind für den Einsatz an Erwachsenen und Kindern ab acht Jahren oder 25 Kilogramm geeignet. Optional erhältliche Kleinkindelektroden finden in der Notfalltasche Platz, die auch den Defibrillator enthält, und sind bei Bedarf schnell angeschlossen. Diese Flexibilität erlaubt den Einsatz des Telefunken FA1 auch in Unternehmen mit Kundenverkehr und öffentlichen Einrichtungen, um stets die richtigen Elektroden zur Hans zu haben.

Ausstattung

Die Aufbewahrungs- und Notfalltasche hält eine Kleiderschere, einen Rasierer und weitere Utensilien bereit, welche die schnelle Hilfe im Notfall unterstützen. Auch die Elektroden sowie zusätzliche Ausführungen für kleinere Kinder und die Bedienungsanleitung sind hier stets griffbereit. Außerdem finden Sie in der Tasche das USB-Kabel zur Datenübertragung.

Besonderheiten

Mit den aufladbaren Batterien kann der Defibrillator gemäß Herstellerangaben 40 Monate betrieben werden. Danach ist ein Austausch des Akkus erforderlich. Die Garantiezeit beträgt sechs Jahre, wobei Batterie und Elektroden als Verbrauchsgegenstände selbstverständlich ausgenommen sind. Ob eine Wartung erforderlich ist, richtet sich nach der MPBetreibV. Der Hersteller empfiehlt ausdrücklich eine Geräteeinweisung. Eine Erstinbetriebnahme und Dokumentation ist als kostenpflichtige Serviceleistung durch den Hersteller möglich.

Info: Für Ärzte, medizinisches Personal und Rettungskräfte ist die Geräteeinweisung gemäß MPG (Medizin-Produkte-Gesetz) Pflicht. Wird der Defibrillator FA1 in Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen eingesetzt, sollte ein Erste-Hilfe-Beauftragter benannt und mit dem Gerät vertraut sein. Unabhängig davon ist die Bedienung im Notfall dennoch auch durch einen Laien möglich.

Erfahrungswerte von Verbrauchern

Prozentual schneidet der Telefunken Defibrillator FA1 in Bewertungen nicht so positiv ab. Die Kritik befasst sich allerdings weniger mit dem Gerät an sich, sondern pauschal mit dem Hersteller und dem Preis.

Anklang finden die solide Verarbeitung und die Notfallausstattung sowie die augenscheinlich intuitive Bedienung durch einen Laien, der per Sprache und Bild angeleitet wird.

Unser Urteil

Obgleich in Unternehmen und in öffentlichen Einrichtungen mindestens ein Ersthelfer benannt und mit dem Umgang eines Defibrillators im Notfall vertraut sein sollte, gibt es keine Gewährleistung, dass ein solcher auch immer sofort zur Stelle ist. Auch fehlt einem solchen Beauftragten in der Regel die Routine, so dass in der Notfall- und Stresssituation eine Sprach- und Bildanweisung sowie die automatische Technologie äußerst sinnvoll ist. Das ermöglicht es zugleich auch zufällig anwesenden anderen Personen, die erforderlichen Maßnahmen einzuleiten.

Daher sehen wir den Telefunken FA1-Defibrillator als adäquate Lösung für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und öffentliche Plätze an:

  • Bedienung durch Laien und Profis möglich
  • Aufbewahrungstasche mit Notfallausstattung
  • Infotaste und Langzeitspeicher

Vorteile

  • automatische Wertermittlung und Schockauslösung
  • für die Bedienung durch erfahrene Ersthelfer und Laien konzipiert
  • Geräteeinweisung durch den Hersteller möglich
  • frei verkäufliches Medizinprodukt
  • inklusive Notfallausstattung, Infotaste und umfangreichem Speicher

Nachteile

  • kostenpflichtige Erstinbetriebnahme empfohlen
  • gesonderte Elektroden für Kinder unter acht Jahren erforderlich

Telefunken Defibrillator HR1

Mit dem HR1-Defibrillator von Telefunken werden die relevanten Werte automatisch erfasst, die Schockauslösung erfolgt allerdings manuell. Das halb automatische Gerät ist daher für Laien nur bedingt geeignet: Sprach- und Bildanweisungen begleiten durch die erforderlichen Maßnahmen im Notfall, per Sprache und Taktgeber erfolgt außerdem die Anleitung zu einer Herzdruckmassage.

Im Gegensatz zu einem voll automatischen Defibrillator erfordert dieser mehr Aktivität durch den Ersthelfer. Insbesondere muss dieser manuell die Energieübertragung für den Schock veranlassen. Kompetente Ersthelfer sind souveräner in der Bedienung und der Durchführung von Rettungsmaßnahmen, weshalb wir den HR1 für diese Personengruppe und den mobilen Einsatz als geeigneter eingestuft haben.

TELEFUNKEN Defibrillator HR1

Zusammenfassung des Tests

HerstellerTelefunken
Technologiehalb automatisch
Empfohlener Einsatzbereichkompetente Ersthelfer, mobiler Einsatz
AnleitungenSprach- und Bildanweisungen inklusive HLW
ExtrasNotfallausstattung, Infotaste, Datenspeicher, Herzschrittmachererkennung
Kundenzufriedenheit100 Prozent

Technologie und Bedienung

Seitens des Herstellers ist der Telefunken HR1 als AEG-Gerät deklariert. Allerdings ist keine voll automatische Technologie integriert, sondern eine halb automatische, die den Ersthelfer mit sprachlichen und visuellen Anweisungen bis zur manuellen Schockauslösung anleitet. Per Sprache erfolgt zudem die Anweisung für eine Herzdruckmassage. Zusätzlich unterstützt ein akustischer Taktgeber dabei.

Eine Infotaste dient dem Abruf der während einer Maßnahme gespeicherten Werte - so können sich Notarzt oder Rettungsdienst einen schnellen Überblick verschaffen. Zur späteren Analyse ist die Übertragung der Daten über ein im Lieferumfang enthaltenes USB-Kabel möglich.

Funktionsmerkmale

Mit der Erfassung der Werte zur Berechnung der erforderlichen Energiemenge für den Schock erkennt der Telefunken HR1 zugleich, ob ein Herzschrittmacher eingesetzt ist, und stimmt die Rettungsmaßnahme darauf ab. Eine LED zeigt den Ladestand der Batterie und tägliche sowie wöchentliche Selbsttests gewährleisten die Funktionalität des Defibrillators. Die mitgelieferten Elektroden sind für Erwachsene sowie Kinder ab 25 Kilogramm Körpergewicht geeignet. Für kleinere Kinder sind gesonderte Elektroden anzuschaffen, die in der Notfalltasche griffbereit verwahrt werden können.

Ausstattung

Der Defibrillator wird in einer Tasche geliefert, die zugleich ein Notfallset und Zubehör enthält:

  • Kleiderschere
  • Rasierer
  • Handschuhe
  • Beatmungstuch
  • USB-Kabel
  • Notfallanweisung
  • Bedienungsanleitung

Besonderheiten

Die Batterie muss etwa alle drei Jahre ausgetauscht werden. Nach einem Einsatz stellt der Hersteller Ersatz zur Verfügung - das betrifft auch die Elektroden. Für den Defibrillator ist eine sechsjährige Garantie angegeben. Weiterhin empfiehlt der Hersteller eine Geräteeinweisung und bietet die Erstinbetriebnahme als zusätzliche Serviceleistung an.

Erfahrungswerte von Verbrauchern

Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen sind aufgrund der Funktionalität und Ausstattung von dem Defibrillator überzeugt: Er steht den Ersthelfern bei einem Notfall betriebsbereit zur Verfügung, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte mit lebensrettenden Maßnahmen zu überbrücken. Besonders hervorgehoben wird die Eignung für den gewerblichen Einsatz, die Notfallausrüstung und die Infotaste.

Unser Urteil

Die Bedienung gestaltet sich aufgrund der manuellen Schockauslösung nicht ganz so intuitiv wie bei einem voll automatischen Defibrillator. Erfahrung mit dem Umgang eines solchen Gerätes im Notfall sind vorteilhaft und die Ausstattung mit Notfallset, Herzschrittmachererkennung und HLW-Anleitung (Herz-Lungen-Wiederbelebung) ist für den professionellen Einsatz konzipiert. Daher empfehlen wir den Telefunken HR1 Defibrillator für kompetente Ersthelfer und den mobilen Einsatz. Davon unabhängig ist jedoch grundsätzlich dank der Sprach- und Bildanleitung auch ein Laie in der Lage, das Gerät zu bedienen.

Vorteile

  • automatische Wertermittlung
  • Herzschrittmachererkennung
  • Sprach- und Bild- sowie HLW-Anleitung
  • Infotaste für Notdienst
  • inklusive Notfallset
  • frei verkäufliches Medizinprodukt

Nachteile

  • manuelle Schockauslösung, für Laien bedingt geeignet
  • gesonderte Elektroden für Kinder unter acht Jahren empfohlen

Powerheart G5 Defibrillator

Der Powerheart G5 ist ein Defibrillator mit professioneller Ausstattung, der im Notfall gleichermaßen von Profis und Laien eingesetzt werden kann. Dafür sorgt einerseits die automatische Technologie, andererseits die Sprachanweisung. Diese lässt sich vom Ersthelfer seinen Kenntnissen entsprechend einstellen: Ausführliche Anweisungen führen den Laien durch die erforderlichen Maßnahmen, erfahrenen Ersthelfern steht eine mittellange Variante zur Verfügung und Profis wählen die Kurzform, um sich ohne Zeitverlust auf die lebensrettenden Maßnahmen zu konzentrieren.

Cardiac Science Powerheart AED G5

Zusammenfassung des Tests

HerstellerCardiac Science
Technologievoll automatisch
Empfohlener EinsatzbereichPraxiseinrichtungen
Anleitungensprachlich und visuell
Extraszweisprachig, wahlweise ausführliche oder knappe Anweisungen, HLW-Feedback Sensor
Kundenzufriedenheitkeine Bewertungen

Technologie und Bedienung

Sobald der Deckel des Defibrillators geöffnet wird, startet die automatische Technologie mit Sprachanweisungen, die durch Einblendungen am beleuchteten Display ergänzt werden. Nach dem Anlegen der Elektroden erfasst der Powerheart G5 die relevanten Werte, berechnet darauf basierend die Energiemenge und löst den Schock aus.

Ebenso begleitet er den Ersthelfer bei einer Herzdruckmassage: Ein Sensor misst die Geschwindigkeit und Drucktiefe und gibt gegebenenfalls umgehend korrigierende Anweisungen, indem der Helfer per Sprachausgabe angeleitet wird, fester zu drücken oder auch einen schnelleren beziehungsweise langsameren Rhythmus zu wählen.

Funktionsmerkmale

Der Defibrillator verfügt über zwei Sprachen sowie drei Stufen der Anweisungen von sehr ausführlich für absolute Laien bis zu kurzen Informationen für ausgebildete Sanitäter und Rettungskräfte. Auf diese Weise geht letzteren keine wertvolle Zeit verloren, während ein Laie Schritt für Schritt durch die Maßnahmen geführt wird. Mit dem integrierten Intellisense(TM)-HLW-Feedback-Sensor zur korrekten Ausführung der Herzdruckmassage erhalten Laien ebenfalls Unterstützung. Ein versierter Profi dagegen, der die Maßnahme richtig durchführt, wird nicht unterbrochen.

Die mitgelieferten Elektroden sind für größere Kinder, Jugendliche und Erwachsene geeignet. Optional erhältliche Elektroden für kleine Kinder geben eine auf das Körpergewicht angepasste geringere Energiemenge ab.

Ausstattung

Der Defibrillator wird in einem Kasten geliefert, der dank umlaufender Gummierung eine hohe Stoßsicherheit bietet. Das Gerät selbst ist nach IP55 gegen das Eindringen von Staub und Spritzwasser geschützt. Enthalten sind außerdem

  • Bedienungsanleitung
  • Anweisung zur Inbetriebnahme
  • Merkblatt zum Ablauf einer Reanimation
  • USB-Schnittstelle

Besonderheiten

Eine Kapazität für die Batterie gibt der Hersteller nicht an. Bei regelmäßigen Selbsttests, gesteuert von der internen Rescue-Ready-Technologie, wird jedoch die gesamte Funktionalität überprüft - einschließlich Batterie und Funktionsfähigkeit der Elektroden. Der Powerheart G5 von Cardiac Scienence bringt eine achtjährige Garantiezeit mit.

Erfahrungswerte von Verbrauchern

Kundenbewertungen und Erfahrungsberichte sind zu dem Defibrillator nicht verfügbar. Das mag daran liegen, dass der Powerheart G5 weniger für private Haushalte angeschafft wird, da er durchaus eine professionelle Ausstattung mitbringt. Verbraucher dürften eher größere Unternehmen, auch international agierend, Praxen und medizinische Einrichtungen sein.

Unser Fazit

Erfahrene Ersthelfer und Rettungskräfte leiten mit dem Defibrillator ohne Zeitverlust lebensrettende Maßnahmen ein. Wer eine Erste-Hilfe-Ausbildung absolviert, aber weniger Erfahrung aufweist, kommt im Notfall ebenfalls gut mit dem Powerheart G5 zurecht. Das können Arzthelferinnen, Therapeuten, Sprechstundenhilfen und andere geschulte Mitarbeiter sein, bei denen lebensrettende Maßnahmen die Ausnahme bilden. Ist jedoch kein kompetenter Ersthelfer zur Stelle, stellt sich das Gerät auch auf einen Laien ein.

Der Defibrillator wird daher von uns als professionelle Notfallausstattung eingestuft, die ein keiner Arztpraxis oder medizinischen Einrichtung fehlen sollte. Das schließt eine Eignung für Privatpersonen oder öffentliche Einrichtungen keinesfalls aus - ein Profi ist mit dem Powerheart G5 allerdings bestens gerüstet und erhält ein zuverlässiges Gerät mit ausgereifter Technologie und umfassender Funktionalität.

Vorteile

  • automatische Wertermittlung und Schockauslösung
  • Bedienung von Profis und Laien möglich
  • zweisprachig
  • mit HLW-Feedback-Sensor
  • frei verkäufliches Medizinprodukt

Nachteile

  • gesonderte Elektroden für Kinder unter acht Jahren empfohlen

RESCUE 230 Defibrillator

Der italienische Markenhersteller progetti ist auf gewerblich einsetzbare medizinische Geräte spezialisiert. Mit dem RESCUE 230 hat er einen manuell bedienbaren Defibrillator entwickelt, der in Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen zum Einsatz kommt. Für Privatpersonen und Laien ist der RESCUE 230 dagegen ungeeignet, denn die Bedienung erfordert von der Erfassung der Werte bis zur Schockauslösung medizinische Fachkenntnisse.

progetti RESCUE 230

Zusammenfassung des Tests

Herstellerprogetti Medical Equipment Solutions
Technologiemanuell
Empfohlener EinsatzbereichKrankenhäuser
Anleitungenkeine
ExtrasEKG-Anzeige
Kundenzufriedenheitkeine Bewertungen verfügbar

Technologie und Bedienung

Der RESCUE 230 ist ein manueller Defibrillator für Ärzte und medizinisch geschultes Fachpersonal. Das Gerät kann überall dort zum Einsatz kommen, wo häufiger kardiovaskuläre Notfälle behandelt werden oder mit solchen gerechnet werden kann. Der Anwender muss entsprechend geschult sein, um den Defibrillator zu bedienen.

Funktionsmerkmale, Ausstattung und Besonderheiten

Wir haben die Teilbereiche für diesen Defibrillator zusammengefasst, da es im Onlinehandel keine ausführliche, für Laien verfasste Produktbeschreibung gibt: Der Vertrieb erfolgt durch den Hersteller und medizinisch spezialisierte Händler.

Laut Hersteller kommt der RESCUE 230 Defibrillator international bei medizinischen Fachkräften zum Einsatz. Die Werte des Patienten werden über Sensoren erfasst, die per Kabel mit dem Gerät verbunden sind. Durch die interne Software erfolgt eine Umwandlung der Signale für die EKG-Anzeige. Für die elektrischen Impulse stehen bis zu 360 Joule zur Verfügung. Die Schockintensität ist selbstverständlich auf den Zustand des Patienten anpassbar.

Unser Urteil

Der RECSUE 230 von progetti Medical Equipment Solutions ist ausschließlich für den professionellen Einsatz konzipiert und kann nur von ausgebildeten medizinischen Fachkräften bedient werden. Wir empfehlen diesen manuellen Defibrillator mit EKG-Anzeige und vergleichbare Modelle daher für Krankenhäuser und Rettungskräfte, die eine gewisse Routine im Umgang mit Risikopatienten und Notfällen durch Herzunregelmäßigkeiten aufweisen.

Vorteile

  • mit EKG-Monitor
  • Werterfassung durch Sensoren
  • manuelle Bedienung und Schockauslösung bis 360 Joule
  • ideal für medizinische Fachkräfte

Nachteile

  • keine Bedienung durch Laien möglich

HeartSine Defibrillator Trainer PAD 500

Gibt es in Ihrem häuslichen Umfeld Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem Risiko, ist die Anschaffung eines Defibrillators sinnvoll. Im Notfall überbrücken Sie durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen wertvolle Zeit bis zum Eintreffen der Sanitäter oder des Notarztes. Ein automatischer, für Laien geeigneter Defibrillator führt Sie schrittweise durch die erforderlichen Maßnahmen, ermittelt eigenständig die Werte des Patienten, berechnet die Energiemenge für den Schock und löst diesen entweder selbst aus oder leitet Sie an, ein auslösendes Element zu betätigen.

Idealerweise sind Sie dennoch mit der Bedienung vertraut. Das erreichen Sie mit einem Übungsdefibrillator und einem fachkundigen Trainer, der Sie detailliert in die Bedienung einweist. Auch für offizielle Schulungen ist ein solcher Simulationsdefibrillator geeignet: Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen profitieren ebenso davon wie potenzielle Ersthelfer in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen sowie jegliche Betreiber, die einen Defibrillator für Notfälle anschaffen.

HeartSine Defibrillator Trainer PAD 500

Zusammenfassung des Tests

HerstellerMedX5
Technologieautomatisch
Empfohlener EinsatzbereichEinweisung, Schulung, Training
AnleitungenSprach- und Bildanweisungen
ExtrasÜbungsdefibrillator mit Simulation verschiedener Notfallszenarien
Kundenzufriedenheit100 Prozent

Technologie und Bedienung

Der HeartSine Trainer PAD 500 ist einem automatischen Defibrillator des Herstellers nachempfunden. Mit ihm werden unterschiedliche Szenarien simuliert. Sie umfassen die Werterfassung, Analyse und Schockabgabe sowie eine Herzdruckmassage. Wie ein echter einsatzfähiger Defibrillator gibt das Trainingsgerät sprachliche Anweisungen. Zu Übungszwecken wird neben dem Defibrillator sinnvollerweise eine Puppe verwendet. Es kann jedoch bis auf die Herzdruckmassage in einem gewissen Rahmen auch mit einem Menschen geübt werden, da selbstverständlich keine tatsächliche Schockauslösung erfolgt. Die Ausbildungsszenarien sind vom Schulungsleiter per Fernbedienung wählbar.

Funktionsmerkmale, Ausstattung und Besonderheiten

Der Trainingsdefibrillator ist mit einer wiederaufladbaren Batterie und fünf austauschbaren Schulungs-Elektroden-Pads ausgestattet. Es lassen sich zwecks Übung über die steuerbare Sprachanleitung Notfall-Szenarien beziehungsweise Patientensituationen und somit die Handlung des Ersthelfers steuern, beispielsweise

  • Elektroden überprüfen
  • Analysevorgang
  • Schock empfohlen
  • kein Schock empfohlen

Auch für die Herzdruckmassage sind Sprachanweisungen integriert, die den Ersthelfer anleiten, im richtigen Rhythmus oder fester zu drücken. Für eine möglichst realitätsnahe Einweisung in ein beliebiges Notfallszenario ist der Trainings-Defibrillator mit den gängigen Übungspuppen kompatibel.

Der Trainer bedient den Defibrillator per Fernbedienung und kann so stets auf den Kenntnisstand der Absolventen eingehen.

Info: Die Ausbildungsszenarien basieren auf den ERC- und AHA-Richtlinien (Reanimationsrichtlinien). Diese dienen gleichermaßen als Grundlage für die Technologie und Funktionalität eines echten Defibrillators für Notfälle.

Erfahrungswerte von Verbrauchern

In diesem Fall handelt es sich bei den Anwendern um Trainer und Ausbilder. Sie nutzen den Trainingsdefibrillator, um andere Menschen mit AED-Geräten vertraut zu machen und Ihnen den Umgang damit näherzubringen. Ihre Kunden sind Privatpersonen in Erste-Hilfe-Kursen, aber auch Betreiber und Mitarbeiter von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen.

Die Erfahrungswerte sind positiv, insbesondere wird die Fernbedienung zur individuellen Steuerung verschiedener Szenarien gelobt. So ist es Trainern möglich, konkrete Anweisungen über das Übungsgerät zu veranlassen und zum Beispiel bei einer Herzdruckmassage korrigierende Hinweise zu geben.

Unser Urteil

Viele Hersteller empfehlen Betreibern und Personen, die mit einem Risikopatienten in einem Haushalt leben, sich vorab mit dem erworbenen Defibrillator vertraut zu machen. Ein Trainingsgerät ist speziell dafür konstruiert, weshalb auch wir ein solches in unseren Produktempfehlungen aufgenommen haben.

Verständlicherweise ist der HeartSine Trainer PAD 500 baugleich mit dem echten Defibrillator des Herstellers und in Aufbau und Bedienung auch vergleichbar mit dessen anderen Geräten. Defibrillatoren anderer Hersteller unterscheiden sich dagegen in der Konstruktion und Bedienung. Am sinnvollsten ist es daher, zu Übungszwecken beziehungsweise für eine Einweisung ein Gerät derselben Marke heranzuziehen.

Info: Um konkrete Einweisungen zu ermöglichen, bieten mehrere Hersteller AED-Trainingsmodelle an. Von Telefunken gibt es zum Beispiel den Defibrillator 27201 Trainer, der auf den Umgang mit dem FA1 und HR1 vorbereitet.

Grundsätzlich geht es allerdings darum, das Funktionsprinzip eines AED-Gerätes zu verstehen, die Abläufe der lebensrettenden Maßnahmen kennenzulernen und verschiedene Handgriffe wie das Anlegen der Elektroden zu verinnerlichen.

Es ist somit durchaus möglich, eine Einweisung und Schulung mit einem anderen Übungsgerät als der selbst erworbenen Marke zu absolvieren. Letztendlich verfügt jeder empfehlenswerte AED über eine Sprachanweisung, die es unbedarften Laien ermöglichen soll, die lebensrettenden Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte durchzuführen. Eine Einweisung an einem Trainingsgerät dient dazu, im Notfall zu wissen, was auf Sie zukommt und nicht gänzlich unvorbereitet vor einem Defibrillator zu stehen.

Aus diesen Gründen ist unsere Empfehlung des HeartSine Trainer PAD 500 exemplarisch zu verstehen. Trainer entscheiden letztendlich selbst, welches Modell sie in Erste-Hilfe-Kursen einsetzen oder bekommen explizit ein Gerät von einem kooperierenden Hersteller zur Verfügung gestellt.

Vorteile

  • mehrere Trainingsszenarien verfügbar
  • Steuerung per Fernbedienung
  • Simulation aller Schritte, die bei einem Notfall erforderlich sind
  • austauschbare Trainings-Pads
  • Konstruktion vergleichbar mit vielen Modellen des Herstellers

Nachteile

  • Trainingsgerät ist herstellerspezifisch aufgebaut

Zusammenfassung unserer Defibrillator-Empfehlungen

Illustration mobile DefibrillatorDefibrillatoren werden an immer mehr öffentlichen Plätzen bereitgestellt. Auch spielen Privatpersonen häufiger mit dem Gedanken, sich ein solches Gerät anzuschaffen, um für den Notfall gerüstet zu sein.

Für den Einsatz in Deutschland gelten strenge Gesetze. Sie dürfen sich darauf verlassen, dass jedes im offiziellen Handel erhältliche Gerät von Markenherstellern geprüft ist und die vorgeschriebenen Richtlinien erfüllt. Diesbezüglich gibt es daher keine Unterschiede zwischen den einzelnen Produkten, die wir bewerten könnten: Ein Defibrillator ist stets dazu konstruiert, im Notfall lebensrettende Maßnahmen durchzuführen.

Unterschiede gibt es dagegen in

  • Technologie
  • einzelnen Funktionsmerkmalen
  • Ausstattung

Die Technologie unterscheidet sich in der Bedienung:

  • voll automatisch
  • halb automatisch
  • manuell

Welcher Defibrillator eignet sich für welche Personengruppe?

Insbesondere die Technologie entscheidet, ob ein Defibrillator eher von Laien, von erfahrene Ersthelfer und Laien gleichermaßen oder ausschließlich von Profis bedient werden kann.

Sogenannte Laiendefibrillatoren, auch als AED-Geräte bezeichnet, führen den Ersthelfer von Anfang an per Sprachanweisungen durch die erforderlichen Maßnahmen. Sie sind mit einer voll automatischen Technologie von der Werterfassung bis hin zur Berechnung der Energiemenge und Schockauslösung ausgestattet. Solche eignen sich zur Bereitstellung in Privathaushalten, aber auch in Unternehmen oder an öffentlichen Plätzen, wo jede beliebige Person unvorhergesehen zum Ersthelfer werden kann.

Ähnlich verhält es sich mit halb automatischen Defibrillatoren, die ebenfalls noch als AED-Geräte gelten. Sie ähneln im Prinzip der voll automatischen Variante, wobei die Schockauslösung vom Ersthelfer manuell zu veranlassen ist. Der Defibrillator gibt allerdings die entsprechende Anweisung.

Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die deutliche Sprachanleitung durch das Gerät, idealerweise unterstützt durch visuelle Anweisungen.

Professionelle oder erfahrene Ersthelfer dagegen würden durch ausführliche Anweisungen nur aufgehalten - sie wissen, was zu tun ist und haben Routine im Umgang mit einem Defibrillator. Für sie ist es wichtig, dass die Werte zur Bestimmung der richtigen Energiemenge korrekt ermittelt werden. Sonderfunktionen wie einer Herzschrittmachererkennung erleichtern ihnen die Maßnahmen.

Daraus ergibt sich die Eignung für die unterschiedlichen Personengruppen und Bereitstellungsorte:

Immer, wenn unter Umständen Laien den Defibrillator bedienen müssen, ist eine voll oder zumindest halb automatische Technologie sinnvoll. Diese erfüllt den Zweck auch für erfahrene Ersthelfer. Im Zweifel können Sie sich für ein Gerät entscheiden, das hinsichtlich der Ausführlichkeit der Sprachanweisungen eine Auswahlmöglichkeit bietet. In medizinisch ausgestatteten Einrichtungen wie Krankenhäusern mit ausgebildetem Personal ist dagegen ein manueller Defibrillator mit EKG-Anzeige die bessere Variante.

Direkt am Patienten eingesetzte Defibrillatoren

In unseren Produktempfehlungen unberücksichtigt sind das Defibrillator-Implantat und die Defibrillator-Weste. Beide werden direkt am Patienten mit akut erhöhtem Risiko eingesetzt. Sie registrieren fortlaufend relevante Werte und lösen bei lebensbedrohlichen Auffälligkeiten sofort einen Schock mit der korrekten Energiemenge aus. Die Technologie ist hier selbst erklärend eine voll automatische.

Der Einsatz derartiger Defibrillatoren erfordert vorab eine sorgfältige Diagnose sowie ärztliche Beratung durch den Arzt: Abhängig von der Ursache ist eventuell eine Änderung der Ernährung und der Lebensführung erforderlich, um das Risiko lebensbedrohlicher Herzprobleme zu minimieren. Schließlich soll es gar nicht so weit kommen, dass der implantierte Defibrillator oder die Weste mit einer Schockauslösung aktiv wird. Ebenso findet eine Überwachung in Form regelmäßiger Kontrollen durch den Arzt statt.

Darauf sollten Sie bei der Anschaffung eines Defibrillators achten

Tipps bei der Anschaffung eines DefibrillatorsDie Investition in einen Defibrillator kann Leben retten. Daher ist es besonders wichtig, vorab zu bedenken, was für eine Erwartung an das Gerät besteht.

In erster Linie geht es darum, ob der Defibrillator voll automatisch, halb automatisch oder manuell funktioniert. Davon ist einerseits abhängig, ob er von einem Laien bedient werden kann und andererseits, welche Maßnahmen dieser konkret durchführen muss.

Sprachanweisungen

Äußerst relevant sind in diesem Zusammenhang die Sprachanweisungen durch den Defibrillator, sofern es sich um einen voll oder halb automatisches Gerät handelt.

Sie müssen laut und deutlich verständlich sein, damit der Ersthelfer sie auch bei Umgebungsgeräuschen und unter Stress befolgen kann.

Weiterhin sollten sie so ausführlich sein, dass bei den Erste-Hilfe-Maßnahmen jeder Handgriff wie vorgesehen durchgeführt werden kann. Idealerweise werden die Sprachanweisungen zur Veranschaulichung durch visuelle Anleitungen unterstützt: Wort und Bild in Kombination kann ein Laie intuitiv erfassen.

Routinierte Ersthelfer dagegen würden durch solche Anleitungen nur aufgehalten. Bei ihnen sitzen die Handgriffe und der Ablauf der durchzuführenden Maßnahmen ist klar. Welcher Defibrillator der richtige ist, hängt folglich in erster Linie davon ab, wer ihn voraussichtlich bedient.

Funktionalität

Üblicherweise wird ein in privaten Haushalten oder Unternehmen beziehungsweise an öffentlichen Plätzen bereitgestellter Defibrillator nicht täglich genutzt. Er kann tatsächlich lange Zeit ungenutzt bleiben. Dennoch muss er zuverlässig funktionieren, sobald er benötigt wird. Daher führen AED-Geräte automatische Selbsttests durch. Diese betreffen idealerweise

  • Software
  • interne Schaltkreise
  • Energieträger (Batterie)

Je nach Betreiber ist in Intervallen zusätzlich eine manuelle externe Überprüfung vorgeschrieben. Grundlage dafür ist die Medizin-Produkte-Betreiber-Verordnung. Für die Bereitstellung eines Defibrillators in einem Privathaushalt ist die externe technische Überprüfung nicht verpflichtend.

Verarbeitung und Schutzklasse

Ein Defibrillator sollte derart verarbeitet sein, dass leichte Stöße die Funktionalität nicht beeinträchtigen. Auch Beeinträchtigungen durch Staub und Spritzwasser sollten ausgeschlossen sein. Inwieweit dies der Fall ist, verrät Ihnen die Schutzklasse, angegeben durch "IP" und eine Kennzahl. Je höher diese ist, umso besser ist der Schutz, wobei die erste Kennzahl für die Schmutz-Unempfindkichkeit, die zweite für die Wasser-Unempfindlichkeit steht.

Dazu zwei Beispiele:

  • IP 21: Der Defibrillator ist gegen feste Fremdkörper ab einem Durchmesser von 12,5 Millimetern (Kennziffer 2) und gegen senkrecht auf das Gerät fallendes Tropfwasser (Kennziffer 1) geschützt.
  • IP 55: Der Defibrillator ist gegen eindringenden Staub (Kennziffer 5) und in beliebigem Winkel einfallendes Strahlwasser (Kennziffer 5) geschützt.

Die Schutzklasse IP 55 wäre also vorzuziehen, da weder Staub noch Regen die Funktionalität des Defibrillators beeinträchtigen. Inwieweit das Gerät gegen Stöße und Erschütterungen geschützt ist, sollte den Produktinformationen zu entnehmen sein.

Serviceleistungen des Herstellers

Zu den Serviceleistungen der Hersteller zählt die Garantiezeit. Innerhalb dieser werden Geräteschäden, die nicht durch den Betreiber selbst verursacht wurden, kostenlos behoben beziehungsweise es erfolgt ein Austausch des Defibrillators. Für Sie ist außerdem relevant, wie ein Austausch der Batterie erfolgt, wenn deren Ladestand unzureichend ist und auch der Austausch der Elektroden nach einem Einsatz sollte unkompliziert sein. Prüfen Sie weiterhin, ob Sie jederzeit benötigtes Zubehör oder Ersatzteile erwerben können.

Softwareaktualität

Grundlage für die eingesetzte Software sind die ERC Guidelines (European Resuscitation Council Guidelines), zuletzt im Jahr 2015 aktualisiert. Eine erneute Anpassung erfolgt 2020, die vorherige gab es 2010. Erwerben Sie heute einen Defibrillator, soll dieser selbstverständlich auch in einigen Jahren noch dem aktuellen Standard entsprechen und im Ernstfall zuverlässig seinen Dienst erfüllen.

Die eingesetzte Software sollte daher den aktuellen ERC-Richtlinien entsprechen. Diese wurden aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse zum Reanimationsverfahren erstellt und beziehen bei einer Anpassung neuere Erkenntnisse ein. Dabei geht es unter anderem um den Ablauf von Wiederbelebungsmaßnahmen, aber auch um die Berechnung der korrekten Energiemenge bei einem Schock beziehungsweise wann eine Schockauslösung erfolgen soll. Für ein AED-Gerät kann dies eine Änderung der Sprachanweisungen umfassen. Ebenso wichtig wie die Aktualität der Software bei Inbetriebnahme eines Defibrillators ist die unkomplizierte Updatemöglichkeit bei einer Aktualisierung.

Die einfachste Lösung ist ein USB-Anschluss, über welchen die üblicherweise kostenfreie Software durch den Hersteller in aktueller Version übertragen werden kann.

Speicherkapazität

Ein Notfall erfordert schnelles Handeln, denn selten sind sofort Einsatzkräfte zur Stelle. Mit einem AED wird diese Zeit effektiv überbrückt. Verfügt das Gerät über einen Speicher, können sich die Einsatzkräfte einen schnellen Überblick über die Werte des Patienten und die bisher durchgeführten Maßnahmen verschaffen. Das kann über eine Infotaste erfolgen. Zusätzlich kann die Übertragung des Verlaufs an einen Computer möglich sein, um die Werte und Maßnahmen später analysieren zu können.

Folgekosten bei der Wartung öffentlich zugänglicher DefibrillatorenAnschaffungs- und Folgekosten

Der Preis eines Defibrillators sollte in Anbetracht seiner Bedeutung im Notfall selbstverständlich gegenüber der Funktionalität, Ausstattung und Qualität zweitrangig sein.

Allerdings gibt es durchaus Geräte namhafter Hersteller mit vergleichbaren Merkmalen, die sich im Preis unterscheiden. Daher kann sich ein Vergleich lohnen.

Denken Sie auch an eventuelle Folgekosten wie eine kostenpflichtige Geräteeinweisung, eine Erste-Hilfe-Schulung, die Bereitstellung weiterer Elektroden, beispielsweise für Kleinkinder, sowie möglicherweise vorgeschriebene Wartungen.

Auch kann es sinnvoll oder erforderlich sein, Hinweisschilder anzubringen und einen Gerätekasten zu installieren.

Bereitstellung von Defibrillatoren wird ausdrücklich empfohlen

Empfehlung Bereitstellung von Defibrillatoren

Der plötzliche Herztod tritt in der Regel unerwartet ein und selbst bei Risikogruppen kündigt er sich nicht derart an, dass Betroffene noch rechtzeitig einen Arzt aufsuchen können. Häufig ist Kammerflimmern dafür verantwortlich. Dieses zu unterbrechen hat oberste Priorität und kann Leben retten. Allerdings ist höchste Eile geboten, denn die Überlebenswahrscheinlichkeit sinkt mit jeder Minute um zehn Prozent, wie die Deutsche Bundesärztekammer bekannt gibt. Schnelle Hilfe senkt zudem das Risiko bleibender Schäden.

Info: Durch Kammerflimmern und schließlich den Herzstillstand erhält das Gehirn nicht mehr genug beziehungsweise keinen Sauerstoff mehr. Dadurch sind nachhaltige neurologische Schädigungen möglich – unter Umständen irreparabel.

Bis zum Eintreffen von Notarzt und Sanitätern vergeht wertvolle Zeit, weshalb die Ärztekammer ausdrücklich die Bereitstellung von automatisierten externen Defibrillatoren empfiehlt, deren Bedienung durch einen Laien möglich ist.

Gleichermaßen wird deren Einweisung empfohlen, um den Umgang mit einem solchen Gerät kennenzulernen. Da jedoch nicht jeder Mensch über entsprechende Kenntnisse verfügt, sind solche AED-Geräte derart konstruiert und programmiert, dass sie im Notfall auch von einem medizinischen Laien ohne vorherige Unterweisung eingesetzt werden können.

Eine Verpflichtung zur Geräteeinweisung besteht gemäß MPG (Medizinproduktegesetz) und MPBetreibV (Medizin-Produkte-Betreiber-Verordnung) für jeden Betreiber ausgenommen Privatpersonen. Letztere dürfen den Defibrillator in ihrem Haushalt bereitstellen und im Notfall einsetzen, ihn aber nicht Dritten zur Verfügung stellen. In Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und den Verantwortlichen an öffentlichen Plätzen ist der Betreiber für die Funktionsfähigkeit des Defibrillators zuständig und hat dafür Sorge zu tragen, dass Sicherheitsbeauftragte und potenzielle Ersthelfer eine kompetente Einweisung erhalten.

Warnung: Ein Defibrillator ersetzt nicht die professionelle Herz-Lungen-Wiederbelebung und andere lebenserhaltende Maßnahmen, sondern dient dazu, den Herzschlag wieder zu aktivieren und den richtigen Rhythmus herzustellen. Sein Einsatz soll das Absterben von Gehirnzellen verhindern und die Überlebenschancen erhöhen. Informieren Sie daher vor dem Einsetzen des Defibrillators umgehend den Notarzt/Rettungsdienst.

Ausgebildete Rettungskräfte führen neben der Defibrillation erweiterte Maßnahmen wie die Gabe von Infusionen, die Intubation und gegebenenfalls eine Medikation durch. Ein AED dient ausschließlich der Überbrückung der kritischen Zeit bis zur professionellen Hilfe. Ohne diese kann der Patient trotz korrekten Einsatzes eines Defibrillators versterben oder zumindest irreparable Schäden davontragen. Dennoch ist die Bereitstellung von Defibrillatoren im öffentlichen Rahmen und in privaten Haushalten mit diagnostiziertem erhöhtem Risiko äußerst sinnvoll: Erst 2018 bestätigte eine medizinische Auswertung, dass die umgehende Behandlung mit einem Laiendefibrillator die Überlebenschancen maßgeblich erhöht.

Häufige Fragen und Antworten zum Defibrillator

Wichtige Fragen zum Thema DefibrillatorWer bedient den Defibrillator im Notfall?

Defibrillatoren sind je nach eingesetzter Technologie und Ausstattung für unterschiedliche Personengruppen und Einsatzorte geeignet:

  • Laien: Privathaushalte
  • Laien und Experten: Unternehmen und öffentliche Plätze oder Einrichtungen
  • ausschließlich Experten: Rettungskräfte, Arztpraxen, Krankenhäuser

Erwägen Sie die Anschaffung eines Defibrillators für einen eventuellen Notfall in den eigenen vier Wänden, sollten Sie sich nach einem voll automatischen Gerät wie dem Telefunken FA1 oder dem HeartSine PAD 360P umsehen: Schritt für Schritt werden Sie bei der Inbetriebnahme per Sprache und Bildern durch die erforderlichen Maßnahmen geleitet.

Der Defibrillator erledigt dabei die wichtigsten Aufgaben automatisch:

  • Erfassung der Werte des Notfallpatienten
  • Analyse der erfassten Daten
  • Prüfung, ob ein Schock erforderlich ist
  • bei Bedarf Ermittlung der korrekten Energiemenge
  • Schockauslösung

Eine Alternative ist der halb automatische Defibrillator. Er funktioniert analog, gibt dann aber eine Anweisung zur Schockauslösung. Diese müssen Sie manuell veranlassen. Sowohl mit dem automatischen als auch mit dem halb automatischen Defibrillator kommen gleichermaßen unbedarfte Laien und erfahrene Ersthelfer zurecht. Er wird bevorzugt an öffentlichen Plätzen, in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen eingesetzt.

Ein manueller Defibrillator ist im freien Handel nicht erhältlich und nur für medizinische Fachkräfte geeignet.

Darf jeder einen Defibrillator kaufen?

Jede Privatperson, jede gewerbliche Einrichtung, jede Institution und jeder Verantwortliche für einen öffentlichen Bereich darf einen Defibrillator kaufen - kurz: jede geschäftsfähige Person. Unterschiede gibt es lediglich in den Auflagen für die Nutzung:

In einem Privathaushalt gibt es keine Auflagen. Dagegen sieht die MPBetreibV (Medizin-Produkte-Betreiber-Verordnung) beim Einsatz in einem Unternehmen, in öffentlichen Einrichtungen, an öffentlichen Plätzen und für Rettungskräfte eine Geräteeinweisung vor. Weiterhin ist der Verantwortliche zugleich als Betreiber definiert und für die Funktionsfähigkeit des Gerätes zuständig. Das betrifft unter anderem vorgeschriebene Wartungen, aber auch die Überwachung des Batteriestatus und gegebenenfalls den rechtzeitigen Austausch.

Gibt es spezielle Einweisungen in den Umgang mit dem Defibrillator?

Viele Hersteller automatischer AED-Geräte, die frei verkäuflich und für die Nutzung von Laien geeignet sind, haben auch baugleiche Schulungsgeräte im Sortiment. Erkundigen Sie sich bei Bedarf vor einem Kauf beim Hersteller, ob er selbst Einweisungen anbietet oder einen entsprechenden Partner nennen kann. Daneben haben Sie die Möglichkeit, einen Erste-Hilfe-Kurs mit Einbeziehung der HLW (Herz-Lungen-Wiederbelebung) und einem AED-Gerät zu besuchen.

Info: In Erste-Hilfe-Kursen wird eventuell ein anderes Gerät als das von Ihnen erworbene verwendet. Dennoch können Sie sich mit der grundsätzlichen Bedienung eines automatischen Defibrillators und der lebensrettenden Maßnahmen vertraut machen.

Wo kann ich einen Defibrillator kaufen?

Einige Hersteller betreiben einen eigenen Onlineshop, aber es gibt auch kooperierende Partner und Plattformen wie Amazon, die jedem den Kauf eines Defibrillators ermöglichen.

Ist das erforderliche Zubehör dabei?

Batterie und Elektroden sollten bei einem AED auf jeden Fall im Lieferumfang enthalten sein. Das betrifft ebenso eine Tasche, in welcher das Gerät nicht nur sicher und einsatzbereit verwahrt ist, sondern auch schnell zum Patienten transportiert werden kann.

Achtung: Häufig sind Defibrillatoren mit Elektroden für Erwachsene ausgestattet und Sie müssen gegebenenfalls solche für Kinder unter acht Jahren oder unter 25 Kilogramm Körpergewicht zusätzlich erwerben.

Sinnvoll ist es, eine Schere zur Hand zu haben, mit welcher der Brustbereich des Patienten schnell von der Kleidung befreit werden kann. Bei starker Körperbehaarung sollte auch ein Rasierer griffbereit sein. In einem Privathaushalt können Sie derartige Utensilien zusammen mit dem Defibrillator am vorgesehenen Ort platzieren. Sie haben alternativ die Möglichkeit, ein Gerät mit entsprechender Notfallausstattung zu wählen.

Tipp: Erkundigen Sie sich vor dem Kauf nach Bezugsmöglichkeiten für Ersatzelektroden und die Batterie. Prüfen Sie in diesem Zusammenhang auch die Folgekosten, die auf Sie zukommen.

Wo ist ein Defibrillator sinnvollWo wird ein Defibrillator benötigt?

Abgesehen von medizinischen Einrichtungen, Rettungsteams und sonstigen Einsatzkräften ist ein Defibrillator immer dann sinnvoll, wenn ein besonderes Risiko in einem Privathaushalt bekannt ist sowie überall dort, wo sich regelmäßig viele Menschen aufhalten oder anzutreffen sind.

Das betrifft zum Beispiel

  • Unternehmen und Behörden
  • Kindergärten und Schulen
  • Pflegeheime
  • Bahnhöfe, Flughäfen und andere öffentliche Orte
  • Sportvereine, Schwimmbäder, Freizeitparks
  • Museen, Messen, Ausstellungen, Veranstaltungen

Wer kann mich kompetent beraten?

Haben Sie allgemeine Fragen zur Anschaffung eines Defibrillators, vielleicht auch dessen Verwahrung und eventuellen Vorschriften, können Sie zum Beispiel den Service gemeinnütziger Einrichtungen wie der Johanniter in Anspruch nehmen. Auch Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen, die in den Umgang mit Defibrillatoren einweisen, sind kompetente Ansprechpartner. Geht es um spezifische Produktdetails, sind bevorzugt die Hersteller der Geräte zu kontaktieren.

Info: Für Sicherheitsbeauftragte und Ersthelfer in Unternehmen oder öffentliche Betreiber kann es ebenso wie für professionelle Einsatz- und Rettungsdienste sinnvoll sein, sich bei Beratungsbedarf mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung GRC (German Resuscitation Council) in Verbindung zu setzen.

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MedUni.com Redaktion

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