Blutdruckmessgeräte Test und Kritik 2019

Wie sind Ihre Werte? Zu hoher führt ebenso wie zu niedriger Blutdruck zu verschiedenen Beeinträchtigungen des Wohlbefindens im Alltag, wobei Bluthochdruck enorme gesundheitliche Risiken birgt: Er gilt als das Hauptrisiko, einen Schlaganfall oder Herzinfarkt zu erleiden. Die Bewertung der Blutdruckwerte erfolgt stets unter Berücksichtigung der gesamten Konstitution, was eine sorgfältige ärztliche Diagnose erforderlich macht.

Im Rahmen seiner Untersuchung führt der Arzt unter anderem eine Blutdruckmessung durch. Diese sollte zur Beobachtung und Kontrolle regelmäßig sowie im Bedarfsfall wiederholt werden. Allerdings ist es mühsam und nicht immer möglich, zwecks Messung einen Arzt aufzusuchen: Verpflichtungen im Alltag müssen erfüllt werden, Arztpraxen sind nicht rund um die Uhr geöffnet und auch nicht jederzeit zwischendurch schnell aufzusuchen. Daher haben verschiedene Hersteller Messgeräte für den Heimgebrauch entwickelt. Sie sind handlich, einfach in der Anwendung und dank ausgereifter Technologien recht genau.

Blutdruckmessgeräte sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich - gängige Methoden sind die Messung am Oberarm oder am Handgelenk. Die Messung am Oberarm gilt als genauere Methode, denn hier wird die Manschette näher am Herzen angelegt. Blutdruckmesser werden genutzt, um eigenständig den Blutdruck zu ermitteln, leisten aber auch pflegenden Angehörigen wertvolle Dienste. Durchgesetzt haben sich inzwischen batteriebetriebene digitale Modelle, die in der Tasche mitgeführt und auch unterwegs eingesetzt werden können. Je nach Funktionsumfang liefert das Gerät weitere Werte zusätzlich und verfügt über einen Speicher, um die Ergebnisse später gegebenenfalls vergleichen zu können.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung Blutdruckmessgeräte Testberichte

SIEGER
  • Messung am Oberarm
  • Blutdruckmessung, Pulsmessung, Arrhythmie-Erkennung, WHO-Farbskala
  • 180 Speicherplätze
  • für zwei Benutzer
  • Größe 13x11x6 Zentimeter, Gewicht 300 Gramm
  • Ausgezeichnet (1,3)
  • Messung am Oberarm
  • Blutdruckmessung, Pulsmessung, Arrhythmie-Erkennung, WHO-Skala
  • 30 Speicherplätze
  • für zwei Benutzer plus Gastmodus
  • Größe 11,5x15x6,5 Zentimeter, Gewicht 300 Gramm
  • Sehr gut (1,5)
  • Messung am Oberarm
  • Blutdruckmessung, Pulsmessung, Arrhythmie-Erkennung, Warnung bei Fehlmessung
  • 120 Speicherplätze
  • für vier Personen
  • Größe 15,5x11x7 Zentimeter, Gewicht 395 Gramm
  • Sehr gut (1,7)
  • Messung am Handgelenk
  • Butdruckmessung, Pulsmessung, Arrythmie-Erkennung, Warnung bei Fehlbedienung
  • 30 Speicherplätze
  • für eine Person
  • Größe 7,8x6x2,1 Zentimeter, Gewicht 120 Gramm
  • Gut (1,8)
  • Messung am Oberarm
  • Blutdruckmessung, Pulsmessung, Arrhytmie-Erkennung, WHO-Skala
  • 30 Speicherplätze
  • für eine Person
  • Größe 15x65x11,5 Zentimeter, Gewicht 300 Gramm
  • Gut (1,9)
  • Messung am Oberarm
  • Blutdruckmessung, Pulsmessung, Arrhythmie-Erkennung, WHO-Skala, Warnung bei Fehlmessung
  • 30 Speicherplätze
  • für eine Person
  • Größe 8x16x3,2 Zentimeter, Gewicht 354 Gramm
  • Gut (2,0)

Die besten Blutdruckmessgeräte im Vergleich

Wir haben Geräte verschiedener Hersteller recherchiert und die sechs besten Produkte für Sie ermittelt. Berücksichtigt wurden digitale Blutdruckmesser für den Oberarm und das Handgelenk. Die Messgenauigkeit hängt einerseits von der Qualität und Ausstattung, andererseits von der richtigen Anwendung ab.

Den Blutdruck richtig messen

Um zuverlässige Werte zu erhalten, ist die korrekte Durchführung der Messung eine Grundvoraussetzung: Es ist bei der regelmäßigen Anwendung wichtig, den Blutdruck für ein korrektes Ergebnis in einem entspannten Moment zu erfassen. Sie sollten zuvor möglichst keiner anstrengenden Tätigkeit nachgegangen sein und weder Kaffee noch Alkohol zu sich genommen haben. Setzen Sie sich einfach ruhig hin und legen Sie anschließend die Manschette um. Die Messung in der Nähe des Herzens ist vorteilhaft. Bei Geräten für den Oberarm ist dies ohnehin der Fall. Bei einem Messgerät für das Handgelenk können Sie den Arm etwas anwinkeln, so dass sich die Manschette ebenfalls auf Höhe des Herzens befindet, empfehlen Kardiologen.

Tipp: Idealerweise führen Sie regelmäßige Kontrollmessungen immer zur gleichen Tageszeit sowie unter denselben Bedingungen durch, zum Beispiel morgens nach dem Aufstehen und vor dem ersten Kaffee oder Tee. Suchen Sie sich auch für weitere Messungen am Tag feste, geeignete Zeiten aus. Besteht davon abgesehen Bedarf, sind natürlich auch zwischendurch Messungen möglich: Fühlen Sie sich unwohl oder bemerken Sie typische Symptome für Bluthochdruck, ist eine Werterfassung wichtig!

Die Manschette wird nun aufgepumpt, um den Blutfluss zu hemmen. Wird danach langsam die Luft abgelassen, beginnt das Blut wieder zu fließen und die Messung erfolgt. Einige Geräte beginnen die Messung bereits während des Aufpumpens, was den Vorgang etwas verkürzt. Die Einzelheiten zur Bedienung des Blutdruckgerätes sowie der korrekten Anwendung ist den Herstellerinformationen zu entnehmen. So gibt es beispielsweise Ausführungen mit einer Warnfunktion, wenn die Manschette nicht richtig sitzt, um Fehlmessungen auszuschließen. Bis auf spezielle Hinweise, die zu beachten sind, sowie unterschiedliche Ausstattungsmerkmale ähnelt sich das Funktionsprinzip der Blutdruckgeräte für den Heimgebrauch jedoch und üblicherweise erfolgt die Messung automatisch.

Funktionsumfang

Die wesentliche Aufgabe eines solchen Gerätes ist selbstverständlich die Messung des Blutdrucks. Zusätzlich können je nach Modell weitere Ausstattungsmerkmale vorhanden sein wie

  • Messung der Pulsfrequenz
  • interner Gerätespeicher in variabler Größenordnung
  • Erfassung von Datum und Uhrzeit
  • Nutzung durch mehrere Benutzer
  • Wertanzeige anhand WHO-Skala
  • Erkennen von Herz-Rhythmus-Störungen (Arrhythmie-Feststellung)

Die Pulsmessung zählt bei vielen modernen Geräten zu den Standardfunktionen. Ein interner Speicher dient dazu, mehrere Messergebisse zu sichern, um sie anschließend vergleichen oder dem Arzt vorlegen zu können. Einige Geräte speichern die Werte mit Datum und Uhrzeit. Eine Analysefunktion zur Berechnung des Mittelwertes kann ebenfalls integriert sein. Können mehrere Benutzer angelegt werden, speichern die entsprechenden Blutdruckmesser deren Daten gesondert.

Die WHO-Skala (Richtwerte der Weltgesundheitsorganisation) unterscheidet zwischen normalen Werten und bedenklichen Abweichungen nach oben oder unten. Ist der Blutdruck zu hoch, ist das anhand der Skala sofort für den Laien erkennbar, auch ohne die Werte korrekt interpretieren zu können. Gerne wird dazu eine Farbskala verwendet.

Stellt das Gerät auch Herz-Rhythmus-Störungen fest, erfolgt ebenfalls ein entsprechender Hinweis: Eine Arrhythmie-Erkennung erfolgt anhand der Überwachung des Pulsschlags. Die regelmäßige Messung hilft, Abweichungen frühzeitig festzustellen und zeitnah einen Arzt zu konsultieren. Das ist im Zusammenhang mit den Blutdruckwerten sinnvoll, da Bluthochdruck immer ein nicht zu unterschätzendes Risiko für das Herz bedeutet.

Solche und andere relevante Ausstattungsmerkmale wurden in unseren Recherchen berücksichtigt und fließen in die Produktbewertung ein. Unser Ziel ist es, die besten Blutdruckmessgeräte für eigene Messungen zu Hause mit ihrem Funktionsumfang vorzustellen sowie eventuelle Vor- und Nachteile herauszukristallisieren. Letztere sind allerdings nicht als pauschales Urteil zu verstehen, denn was sich für Ihre Bedürfnisse vielleicht als unzureichend erweist, kann für einen anderen Verbraucher durchaus Zweck erfüllend sein und umgekehrt.

Bedienung, Preis-Leistungs-Verhältnis und weitere Entscheidungskriterien

Bei einem Blutdruckmessgerät für den Heimgebrauch sollte die Bedienung einfach sein. Das bedeutet: Eine ausführliche Anleitung erläutert den Funktionsumfang und die Handhabung für den Laien verständlich. Die Bedienelemente müssen gut erreichbar und leicht zu betätigen sein. Ein übersichtliches Display mit großer Ziffernanzeige erleichtert das Ablesen auch mit einer Sehschwäche sowie im höheren Alter. Ebenso ist es wichtig, dass das Produkt bezahlbar, aber zuverlässig in der Anwendung ist.

Blutdruckmesser für den Hausgebrauch - welche sind die besten?

Zwecks Übersichtlichkeit sind die besten der recherchierten Produkte in einem direkten Vergleich dargestellt. Die Testkriterien erläutern Art und Umfang der Bewertung. Im Anschluss erhalten Sie detaillierte Informationen zum jeweiligen Blutdruckmesser, lernen dessen Vor- und Nachteile kennen und erfahren, was Kunden von dem Produkt halten.

Unsere Testkriterien

Bei den Produktrecherchen und -bewertungen sind folgende Kriterien eingeflossen:

  • Handhabung und Bedienkomfort
  • Ausstattung und Funktionsmerkmale
  • Bewertungen durch Verbraucher

Handhabung und Bedienung

Die Bedienung eines Blutdruckmessgerätes muss Verbrauchern ohne medizinische Kenntnisse möglich sein. Das betrifft ebenso das Anlegen der Manschette wie das Starten des Messvorgangs und das Ablesen der Werte. Ideal ist es, wenn bei Fehlbedienung oder anderweitig drohender Falschmessung eine Warnung erfolgt, denn nur zuverlässige Werte helfen Bluthochdruckpatienten bei der Kontrolle.

Ausstattung und Funktionsumfang

Moderne Blutdruckmessgeräte für den Heimgebrauch können in der Regel mehr, als lediglich den oberen und unteren Blutdruck festzustellen. Die Pulsmessung kann ebenso zum Funktionsumfang zählen wie eine zusätzliche Anzeige der Blutdruckwerte anhand einer Farbskala. Ein Speicher ist häufig Standardausstattung, wobei sich die Kapazität unterscheidet. Die mitgelieferte Manschette hat wie auch das Gerät variable Maße, meist ist bei Bedarf ein Austausch durch eine andere Größe möglich. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, ob das Gerät für die Oberarm- oder Handgelenkmessung konzipiert ist. Weiterhin sind einige Modelle mehrbenutzerfähig. Zuguterletzt entscheidet natürlich die Messgenauigkeit über die Qualität, weshalb unabhängige Prüfungen und Zertifizierungen in unsere Bewertung eingeflossen sind.

Kundenbewertungen

Verbraucher testen Blutdruckmessgeräte in der Praxis und bestätigen entweder die Angaben der Hersteller oder kritisieren Geräte, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen. Die Erfahrungen von Kunden sind daher ebenfalls Bestandteil unserer Beurteilung.

Medisana BU 510 Blutdruckmessgerät

Das Medisana BU 510 geht als Oberarm-Messgerät aufgrund seiner einfachen Handhabung und Bedienung nebst hoher Messgenauigkeit als Sieger unter den getesteten Produkten hervor. Das Display ist gut abzulesen und es werden alle relevanten Daten für die Überwachung kritischer Werte ermittelt.

Medisana BU 510 Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

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98 %

Ausstattung & Funktionsumfang

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97 %

Kundenbewertungen

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98 %

MedUni Urteil

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98 %

Handhabung und Bedienung

Nach dem Einlegen der Batterien und dem Anstecken der Manschette ist das Medisana BU 510 betriebsbereit. Die Manschette wird am Oberarm angelegt und per Knopfdruck startet der Messvorgang. Das große Display zeigt anschließend den Puls, den systolischen und diastolischen Blutdruck sowie anhand einer farblichen Skala, ob der Blutdruck im grünen Bereich liegt oder in Richtung Rot bedenkliche Werte aufweist. Mit dem Knopf zum Starten des Messvorgangs, einer Anzeige von bis zu 22 Millimeter hohen Ziffern und der Farbskala gestaltet sich die Bedienung intuitiv und das Ablesen und Zuordnen der Werte in den Norm- beziehungsweise kritischen Bereichen ist denkbar einfach. Eine mehrsprachige Bedienungsanleitung erläutert die Handhabung des Gerätes detailliert.

Ausstattung und Funktionsumfang

Mit einer noch recht handlichen Größe und etwa 300 Gramm Gewicht sowie einer im Lieferumfang enthaltenen Aufbewahrungstasche kann der Blutdruckmesser auch unterwegs dabei sein und ist für regelmäßige oder situationsbedingte Messungen jederzeit zur Hand. Ein Blutdruckpass ist nicht im Lieferumfang enthalten. Zwei Personen können das Medisana BU 510 unabhängig voneinander nutzen, wobei für jede 90 der 180 Speicherplätze zur Verfügung stehen. Die Messwerte werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert und sind anschließend für jeden Nutzer abrufbar, so auch der zugehörige Mittelwert.

Der Blutdruck wird im Bereich 0 bis 299 mmHg, der Puls zwischen 40 und 199 Schlägen in der Minute gemessen. Stellt der Blutdruckmesser mit der integrierten Arrhythmie-Erkennung Unregelmäßigkeiten im Puls fest, erfolgt eine Warnung. Die Manschettenweite reicht von 22 bis 36 Zentimeter. Bei Bedarf ist eine größere, bis 42 Zentimeter verstellbare Manschette erhältlich. Ebenso kann das Gerät statt der vier mitgelieferten AA-Batterien mit einem optional bestellbaren Netzgerät betrieben werden. Dazu ist ein 6-Volt-Anschluss am Blutdruckmesser vorhanden.

Bewertungen durch Verbraucher

Der Großteil der Verbraucher hebt das große, gut lesbare Display und die einfache Handhabung positiv hervor. Vergleichswerte mit ärztlicherseits durchgeführten Messungen zeigen die recht hohe Genauigkeit des Medisana BU 510. Dies wird insbesondere in Anbetracht des günstigen Preises betont. Ebenfalls Anklang findet die Anwendungsmöglichkeit bei zwei Personen mit getrenntem Speicher, die verhältnismäßig hohe Speicherkapazität und der Größenspielraum der Manschette. Negative Stimmen beanstanden größtenteils ungenaue Messungen, wobei jedoch nicht ersichtlich ist, warum solche zustande kommen.

Hinweis: Messfehler können auch auf eine falsch angelegte Manschette zurückzuführen sein.

Einige Verbraucher empfinden die recht lauten Piep-Geräusche während der Messung als unangenehm.

Fazit

Das Blutdruckmessgerät Medisana BU 510 liefert sämtliche Werte, die für den Hausgebrauch zur regelmäßigen Kontrolle wichtig sind. Die integrierte Speicherfunktion zeigt die Entwicklung mit Datum und Uhrzeit und die Erkennung von Herz-Rhythmus-Störungen hilft Betroffenen, frühzeitig einen Arzt aufzusuchen. Das große Display und die Farbskala erleichtern das Ablesen, so dass auch Senioren ihre Werte unkompliziert überprüfen können. Ebenso erleichtert die einfache, automatische Messfunktion den Umgang mit dem Medisana BU 510. In Anbetracht des Funktionsumfangs und der intuitiven Bedienung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet: Bei Amazon kostet es rund 20 Euro.

Vorteile

  • Lieferung inklusive Aufbewahrungstasche und Batterien
  • besonders einfache Bedienung
  • übersichtliches, intuitiv erfassbares Display
  • Betrieb mit Netzteil möglich
  • zertifiziert nach EG-Richtlinien
  • dreijährige Herstellergarantie

Nachteile

  • keine Warnung bei Fehlmessungen
  • kein Blutdruckpass im Lieferumfang
  • eingeschränkte Manschettenweite

Boso Medicus Family Blutdruckmessgerät

Beim boso Medicus Famliy handelt es sich um ein Blutdruckmessgerät für den Oberarm. Erfasst werden der systolische und diastolische Blutdruck, der Puls sowie daraus folgend Unregelmäßigkeiten der Herzfrequenz. Mit der Aufpumpautomatik für die Manschette ist es ebenso wie vergleichbare Geräte einfach zu bedienen. Der hohe Preis führt dazu, dass der Blutdruckmesser im Testergebnis nur den zweiten Platz erhält.

Boso Medicus Family Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

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98 %

Ausstattung & Funktionsumfang

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96 %

Kundenbewertungen

0%
96 %

MedUni Urteil

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97 %

Handhabung und Bedienung

Das große Display zeigt auf Anhieb den Bedienkomfort des boso Medicus Family. Die Aufpumpautomatik erleichtert den Messvorgang erheblich und die Farbskala nach dem WHO-Standard zeigt an, ob sich der Blutdruck im Normalbereich bewegt oder bedenklich nach oben abweicht. Wird mit der Pulsmessung eine Arrhythmie erkannt, liefert ein blinkendes Herz auf dem Display den Hinweis. Die einfache Bedienung macht den Blutdruckmesser ideal für den Hausgebrauch sowie die regelmäßige Kontrolle von Blutdruck und Puls.

Ausstattung und Funktionsumfang

Die Universalmanschette des boso Medicus Family reicht von 22 bis 42 Zentimeter Oberarmumfang und kann gegebenenfalls durch eine noch größere, optional erhältliche Ausführung ersetzt werden. Der Messbereich liegt für den Puls bei 40 bis 200 Schlägen pro Minute und für den Blutdruck bei 40 bis 240 mmHg. Der Manschettendruck reicht von 0 bis 320 mmHg. Seitens des Herstellers wird die klinische Validierung des Gerätes hervorgehoben und von der Deutschen Hochdruckliga wurde es aufgrund seiner Messgenauigkeit zertifiziert.

Die Nutzung ist durch zwei Personen möglich - es stehen jeweils 30 Speicherplätze zur Verfügung. Eine Blutdruckmessung zwischendurch ist davon unabhängig im Gastmodus möglich, wobei hier keine Speicherung erfolgt. Was fehlt, ist die Datum- und Zeiterfassung, dafür kann aus den Daten der letzten 14 Tage der Mittelwert aus dem Speicher berechnet werden. Für den Betrieb sind vier AA-Batterien erforderlich. Ein Netzteil für den Stromanschluss kann als Zubehör erworben werden. Einen Aufbewahrungsbeutel und Blutdruckpass bringt das Messgerät dagegen mit.

Bewertungen durch Verbraucher

Verbraucher beschreiben das boso Medicus Family als einfach zu bedienen und leise im Betrieb. Das große Display findet ebenso positive Erwähnung wie die übersichtliche Darstellung der Messwerte. Gestartet wird der Aufpump- und Messvorgang durch das Drücken einer der beiden großen Tasten für die Person, deren Blutdruck erfasst werden soll, was ebenfalls gefällt. Mit hoher Genauigkeit erfüllt der Blutdruckmesser seinen Zweck im privaten Haushalt, so die Ansicht eines Großteils der Kunden, während einige wenige fehlerhafte Messwerte beanstanden. Insbesondere die fehlende Zeiterfassung stößt auf Kritik. Auch müssen die Daten bei Bedarf sofort nach der Messung in den Blutdruckpass übertragen werden, da eine nachträgliche Anzeige der Werte Kunden zufolge nicht in der korrekten Reihenfolge erfolgt und sie somit aufgrund der fehlenden Zeiterfassung nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Fazit

Sowohl die klinische Validierung als auch das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga weisen auf ein hochwertiges Gerät hin, das mit über 50 Euro über dem Durchschnitt liegt, aber seinen Preis wert ist. Die einfache Handhabung, der automatische Messvorgang und die übersichtliche Anzeige am Display sorgen für einen verbraucherfreundlichen Eindruck und die Eignung des Blutdruckmessers für den privaten Gesundheitscheck. In Anbetracht des vergleichsweise doch recht hohen Anschaffungspreises wäre es wünschenswert, wenn eine Zeiterfassung integriert wäre. Kennt der Kunde dieses Manko, kann er sich aber durch das sofortige Übertragen der Werte in den Blutdruckpass behelfen. Die Funktionalität des Blutdruckmessgerätes selbst nebst Messgenauigkeit bleibt von dieser Kritik unberührt.

Vorteile

  • Lieferung inklusive Batterien, Aufbewahrungstasche und Blutdruckpass
  • einfache Handhabung, automatische Messung
  • übersichtliches Display
  • Manschette großzügig bemessen
  • Betrieb mit Netzteil möglich
  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • 2008 Testsieger bei Stiftung Warentest

Nachteile

  • keine Warnung bei Fehlmessung
  • Probleme mit nachträglicher zeitgenauer Übertragung der Werte aus dem Speicher

Sanitas SBM 21 Blutdruckmessgerät

Auf dem dritten Platz reiht sich das Sanitas SBM 21 als Blutdruckmessgerät für den Oberarm ein. Es misst den Blutdruck automatisch, erfasst zusätzlich den Puls und verfügt über eine Arrhythmie-Erkennung. Stellt das Gerät eine Fehlmessung fest, erfolgt ein Warnsignal, was die Zuverlässigkeit der Ergebnisse erhöht.

Sanitas SBM 21 Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

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97 %

Ausstattung & Funktionsumfang

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95 %

Kundenbewertungen

0%
95 %

MedUni Urteil

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96 %

Handhabung und Bedienung

Mit vollautomatischem Aufpump- und Messvorgang sowie großem Display gestaltet sich auch die Blutdruckmessung mit dem Sanitas SBM 21 einfach. Es ist allerdings verhältnismäßig groß und schwerer als die Messgeräte auf Platz 1 und 2, daher ein wenig unpraktischer für unterwegs. Die Messgenauigkeit wurde von der Deutschen Hochdruckliga durch ein Prüfsiegel bestätigt und im Falle einer Fehlmessung, zum Beispiel aufgrund einer falsch angelegten Manschette, reagiert der Blutdruckmesser mit einer Warnung. Eine seitliche Farbskala am Display erleichtert die Zuordnung der Daten in den normalen oder kritischen Bereich und eine unregelmäßige Herzfrequenz ist an einem blinkenden Symbol zu erkennen. Damit gestaltet sich die Handhabung denkbar einfach.

Ausstattung und Funktionsumfang

Die mitgelieferte Manschette des Sanitas SBM 21 passt für einen Oberarmumfang von 22 bis 36 Zentimeter. Bei größerem Oberarmumfang muss eine passende Manschette zusätzlich erworben werden. Der Druck reicht von 0 bis 300 mmHg, der Messbereich bewegt sich zwischen 30 und 280 mmHg und die Pulsmessung erfolgt von 30 bis 180 Schlägen in der Minute. Insgesamt stehen 120 Speicherplätze zur Verfügung, die sich auf vier Benutzer aufteilen - also 30 für jeden. Die erfassten Werte werden mit Datum und Uhrzeit gespeichert. Jeder Nutzer kann sich den Mittelwert seiner im Gerät abrufbaren Messungen anzeigen lassen.

Für den Betrieb werden vier AA-Batterien mitgeliefert, der Anschluss eines Netzteils ist nicht möglich. Ein Aufbewahrungsbeutel ist im Lieferumfang enthalten, ein Blutdruckpass fehlt.

Bewertungen durch Verbraucher

Das große, übersichtliche Display, die leichte Bedienung und eine gut verständliche Anleitung finden positive Erwähnung bei Kunden. Auch die Mehrbenutzerfähigkeit, die Warnung bei Fehlmessungen und der leise Betrieb gefällt Verbrauchern. Insgesamt sind Nutzer mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und der Messgenauigkeit sehr zufrieden. Kritik wird am bisweilen zu hoch empfundenen Manschettendruck geäußert. Ebenso beanstanden einige Kunden die Messgenauigkeit und eine mangelnde Qualität der Manschette. Bei einer zweijährigen Herstellergarantie sollten Qualitätsmängel allerdings weniger ins Gewicht fallen, da bei berechtigter Beanstandung kostenloser Ersatz möglich ist.

Fazit

In Anbetracht der Funktionalität bewegt sich das Blutdruckmessgerät Sanitas SBM 21 mit rund 20 Euro preislich im unteren Segment. Bei korrekter Bedienung sind die Messwerte laut Deutscher Hochdruckliga zuverlässig, auch der Hinweis bei Fehlmessungen fällt positiv auf. Mit großem Display und Farbskala ist das Gerät gut für den Heimgebrauch zu nutzen und eignet sich zur Überwachung der Werte mehrerer Familienmitglieder. Es empfiehlt sich, den Oberarmumfang vor dem Kauf des Sanitas SBM 21 zu messen und gegebenenfalls die Anschaffung einer größeren Manschette gleich einzukalkulieren oder auf eine entsprechende Alternative auszuweichen - der Hersteller hat mehrere Blutdruckmesser im Sortiment.

Dass kein Blutdruckpass mitgeliefert wird, ist natürlich ein Nachteil gegenüber einigen anderen Blutdruckmessern, betrifft aber eher den Herstellerservice als das Gerät an sich. Eine Übertragung der Messergebnisse kann alternativ in einer Tabellenkalkulation erfolgen, ein Blutdruckpass ist auf Anfrage sicher auch bei Ihrem Arzt erhältlich.

Vorteile

  • Lieferung inklusive Batterien und Aufbewahrungstasche
  • einfache Handhabung, automatische Messung
  • übersichtliches Display
  • Warnhinweis bei Fehlmessung
  • Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga
  • zwei Jahre Herstellergarantie

Nachteile

  • kein Betrieb mit Netzteil möglich
  • geringer Größenspielraum bei Manschette
  • Blutdruckpass nicht inklusive

Omron R2 Blutdruckmessgerät

Ein Blutdruckmessgerät für das Handgelenk: Das Omron R2 ist besonders handlich und wurde von der Stiftung Warentest 2016 als Sieger unter den getesteten Produkten mit "gut" beziehungsweise der Note 2,2 bewertet. Sein positives Urteil verdankt es der Messgenauigkeit, die insbesondere für ein Handmessgerät hervorragend ist, und der einfachen Bedienung.

Omron R2 Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

0%
97 %

Ausstattung & Funktionsumfang

0%
93 %

Kundenbewertungen

0%
96 %

MedUni Urteil

0%
95 %

Handhabung und Bedienung

Es ist recht eng auf den mittleren Plätzen und eine geringfügig schlechtere Platzierung des Omron R2 ist lediglich auf kleine Abstriche zurückzuführen. Mit seinen handlichen Maßen, einer Anlegehilfe für die Manschette und kurzer Messdauer zeichnet sich das Blutdruckgerät durch einen hohen Bedienkomfort aus. Die Manschette ist einfach anzulegen - bei fehlerhafter Handhabung erfolgt eine Warnung. Auf diese Weise wird das Risiko für Fehlmessungen minimiert. Korrekte Werterfassungen werden außerdem unterstützt, indem das Handgelenk während des Messvorgangs in Herzhöhe gehalten wird. Die Messung beginnt bereits während dem Aufpumpen, was die Wartezeit verkürzt. Dies ist für Menschen vorteilhaft, die den Manschettendruck schnell als unangenehm empfinden. Das Display ist trotz der geringen Größe des Gerätes übersichtlich.

Ausstattung und Funktionsumfang

Das Omron R2 überzeugt durch eine hohe Messgenauigkeit, die Geräten für den Oberarm entspricht: Solche gelten allgemein als zuverlässiger gegenüber Handgelenkmessungen. Zudem bestätigt die Stiftung Warentest eine geringe Störanfälligkeit. Gemessen werden Blutdruck und Puls, wobei das Omron R2 auch Unregelmäßigkeiten erkennt. 30 Speicher stehen zur Verfügung, eine Zeiterfassung für die Werte sowie die Berechnung des Mittelwertes fehlen jedoch. Ebenso verfügt das Blutdruckmessgerät nicht über eine Farbskala, die das Erkennen kritischer Werte erleichtert. Die Manschette ist für einen Handgelenksumfang von 13,5 bis 21,5 Zentimetern konzipiert und nicht austauschbar. Ob diese Größe passt, sollte daher vor dem Kauf geklärt werden. Der Betrieb erfolgt mit zwei AAA-Batterien, ein Netzteilanschluss ist nicht vorhanden.

Bewertungen durch Verbraucher

Kunden loben die korrekten Messwerte, die sich bei Wiederholungsmessungen bestätigen. Beanstandet wird die recht geringe Batterielaufzeit, wobei sich einige Verbraucher durch das Einlegen von Akkus Abhilfe geschaffen haben - so entstehen zumindest keine Zusatzkosten durch den Austausch der Batterien. Weiterhin stoßen die handlichen Maße und das geringe Gewicht auf positive Reaktionen. Das Anlegen der Manschette wird ebenso wie die Messung des Blutdrucks als unkompliziert beschrieben. Obgleich dem Omron R2 im Vergleich zu anderen Geräten einige Funktionsmerkmale fehlen, sind Nutzer von der Qualität überzeugt, was auch das ausgezeichnete Preis-Leistungs-Verhältnis einschließt: Das Blutdruckmessgerät ist für unter 30 Euro erhältlich. Als angenehm wird der Messvorgang empfunden, da durch den frühzeitigen Start nur kurzzeitig ein höherer Druck entsteht.

Fazit

Wer ein günstiges Messgerät für zuverlässige Blutdruck- und Pulskontrollen sucht, findet im Omron R2 eine störungsarme Variante für das Handgelenk. Da Datums- und Uhrzeiterfassung fehlen, ist neben der Nutzung des internen Speichers die händische Aufzeichnungen der Werte für spätere Kontrollen und Vergleiche ratsam. Eine Einschränkung ist die begrenzte Manschettengröße, da kein Austausch möglich ist. Die Messgenauigkeit sowie die sogenannte Intelli Wrap Manschette, die laut Hersteller ein falsches Anlegen und somit fehlerhafte Ergebnisse verhindert, wiegen die Einschränkungen jedoch auf.

Vorteile

  • handliches, leichtes Gerät
  • einfache Handhabung
  • Manschette mit Anlegehilfe
  • übersichtliches Display
  • hohe Messgenauigkeit, geringe Störanfälligkeit
  • verhältnismäßig kurze Messdauer
  • 2016 Testsieger bei Stiftung Warentest

Nachteile

  • kein Netzanschluss
  • nur für einen Nutzer
  • keine Datum- und Uhrzeiterfassung
  • geringer Größenspielraum bei Manschette

Boso Medicus Control Blutdruckmessgerät

Die intelligente Aufpumpautomatik des boso Medicus Control erleichtert die Blutdruckmessung und sorgt dafür, dass für korrekte Werte kein Nachpumpen erforderlich ist. Gestartet wird das Gerät per Knopfdruck, was die Handhabung denkbar leicht macht. Das Display zeigt die Ergebnisse deutlich und übersichtlich in Ziffern sowie anhand einer WHO-Farbskala.

Boso Medicus Control Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

0%
96 %

Ausstattung & Funktionsumfang

0%
94 %

Kundenbewertungen

0%
92 %

MedUni Urteil

0%
94 %

Handhabung und Bedienung

Ein großes Display zeigt den systolischen und diastolischen Blutdruck, den Puls, ein blinkendes Herz bei einer Arrhythmie-Erkennung und die Zuordnung des Blutdrucks anhand der WHO-Skala. Große Bedienknöpfe für den Start und Einstellungen sowie der automatische Messvorgang runden den Bedienkomfort des boso Medicus Control ab. Die Messung erfolgt mit einer Universalmanschette am Oberarm. Der Betrieb ist laut Hersteller recht leise.

Ausstattung und Funktionsumfang

Die klinische Validierung und Aufpumpautomatik sorgen für die genauen Messergebnisse des boso Medicus Control. Die Erfassung des Blutdrucks bewegt sich bei 40 bis 240 mmHg und die des Puls bei 40 bis 200 Schlägen in der Minute, wobei Unregelmäßigkeiten erkannt und angezeigt werden. Die Werte werden chronologisch in den 30 Speichern abgelegt, aber auch die zwischenzeitliche Messung im Gastmodus ohne Speicherung ist möglich. Ausgerichtet ist das boso Medicus Control für die regelmäßige Nutzung durch eine Person. Die mitgelieferte Universalmanschette ist für einen Oberarmumfang von 22 bis 42 Zentimetern geeignet. Eine Erweiterung auf 48 Zentimeter ist mit einer Austauschmanschette möglich, die gesondert zu ordern ist. Der Betrieb erfolgt mit vier DC 6V-Batterien. Ein Netzteil für den Stromanschluss ist ebenfalls optional erhältlich. Aufbewahrungstasche und Blutdruckpass sind im Lieferumfang enthalten.

Bewertungen durch Verbraucher

Verbrauchern gefällt der leise Betrieb und die mit der Aufpumpautomatik recht sanfte Messung: Der Druck der Manschette wird nicht als übermäßig unangenehm empfunden und der Messvorgang dauert nicht zu lange. Die Bedienung wird als sehr einfach beschrieben. Ebenfalls auf positive Resonanz stoßen das übersichtliche Display, die automatische Speicherung der Messwerte und die lange Batterielaufzeit. Beanstandet wird in erster Linie die fehlende Zeiterfassung - Blutdruck und Puls werden ohne Datum und Uhrzeit gespeichert. Einige Kunden berichten von ungenauen Messdaten. Da das boso Medicus Control allerdings klinisch validiert und unabhängig getestet ist, könnte dies mit Bedienungsfehlern wie einer falsch angelegten Manschette zusammenhängen. Im Zweifel ist in solchen Fällen der Hersteller zu kontaktieren, der mit seiner Garantie für die Funktionalität bürgt.

Die Verarbeitung schildern Verbraucher als hochwertig, dennoch stößt der hohe Preis des Blutdruckmessers auf Kritik: Es ist das teuerste der von uns untersuchten Geräte, wobei deutlich günstigere oft einen höheren Funktionsumfang aufweisen.

Fazit

Das boso Medicus Control bringt alles mit, was Sie zur regelmäßigen Kontrolle des Blutdrucks und der Herzfrequenz benötigen. Bei kritischen Werten erfolgt ein Hinweis und der integrierte Speicher gestattet die nachträgliche Auswertung - auch durch den Hausarzt. Ob der verhältnismäßig hohe Anschaffungspreis von rund 80 Euro gerechtfertigt ist, muss jeder für sich entscheiden. Die Deutsche Hochdruckliga ist immerhin der Ansicht, dass die Messgenauigkeit ein Prüfsiegel verdient und hat das boso Medicus Control entsprechend ausgezeichnet.

Vorteile

  • einfache Bedienung
  • übersichtliches Display
  • automatischer Messvorgang
  • hohe Messgenauigkeit
  • 30 Speicher und Ermittlung des Mittelwertes
  • klinisch validiertes Gerät
  • drei Jahre Herstellergarantie

Nachteile

  • nur für einen Nutzer
  • keine Datum- und Uhrzeiterfassung
  • teurer als vergleichbare Geräte

Aponorm Basis Control Blutdruckmessgerät

In Funktionsumfang kann das aponorm Basis Control bei den Vergleichsprodukten durchaus mithalten. Es wird auch als für Risikogruppen geeignet deklariert, die ihre Werte kritisch überwachen müssen. Verbraucher sind in den kundgetanen Meinungen dennoch nicht ganz so überzeugt, wie von anderen Geräten, weshalb der Blutdruckmesser es nur auf Platz sechs geschafft hat. Es gibt aber auch keine wirklich negativen Meinungen - scheinbar handelt es sich um ein unauffälligeres Gerät, das kaum kontroverse Diskussionen auslöst. Das ist jedoch dem Blutdruckmessgerät selbst kaum vorzuwerfen.

Obwohl es bei uns das letztplatzierte Produkt ist, weist es verschiedene Vorteile auf, die andere Modelle nicht mitbringen. Das aponorm Basic Control kann daher abhängig von den persönlichen Anforderungen dennoch erste Wahl sein.

Aponorm Basis Control Blutdruckmessgerät

Zusammenfassung des Tests

Handhabung & Bedienung

0%
96 %

Ausstattung & Funktionsumfang

0%
96 %

Kundenbewertungen

0%
70 %

MedUni Urteil

0%
87 %

Handhabung und Bedienung

Die für ein Oberarm-Messgerät recht handliche Größe und das übersichtliche Display mit großen Ziffern, WHO-Farbskala und Starttaste fallen auf Anhieb positiv ins Auge. Laut Hersteller ist der Blutdruckmesser bereits für die Anwendung bei Kindern ab zwölf Jahren geeignet.

Nach dem Anlegen der Manschette startet der Messvorgang auf Knopfdruck. Die Ergebnisse von Blutdruck und Puls werden übersichtlich untereinander dargestellt, zusätzlich zeigt das WHO-Ampelsystem, ob sich die Werte im normalen oder kritischen Bereich bewegen. Bei Unregelmäßigkeiten des Herzschlags blinkt ein Symbol und bei einer wahrscheinlichen Fehlmessung erfolgt ebenfalls ein Hinweis. Zu einer solchen kann es bei falsch angelegter Manschette oder Bewegung während des Messvorgangs kommen.

Ausstattung und Funktionalität

Der Messbereich für den Blutdruck liegt bei 20 bis 280 mmHg, der Puls wird zwischen 40 und 200 Schlägen in der Minute erfasst und der Manschettendruck reicht von 0 bis 290 mmHg. Die mitgelieferte Manschette ist für Oberarme mit 22 bis 42 Zentimetern Umfang konzipiert. Zur Messgenauigkeit gibt der Hersteller folgende Informationen: Abweichungen der Blutdruckwerte bewegen sich bei maximal +/- 3 mmHg, beim Puls liegen sie bei maximal +/- fünf Prozent. Das liegt durchaus in einem üblichen und vertretbaren Rahmen, ist doch der Grenzwert für Abweichungen mit 10 mmHg definiert.

Info: Das aponorm Basic Control wurde vom GKV-Spitzenverband als medizinisches Hilfsmittel anerkannt. Die Kosten werden von einigen Krankenkassen ganz oder teilweise erstattet, sofern ein ärztliches Rezept die Notwendigkeit der Anschaffung bescheinigt.

Eine Besonderheit des Blutdruckmessgerätes ist seine Eignung für Risikogruppen, die ihre Werte in Eigenregie sorgfältig überwachen müssen. Dazu zählen unter anderem Schwangere, Diabetiker und Menschen, die an einer Nierenfunktionsstörung erkrankt sind. Sowohl die Deutsche Hochdruckliga als auch die British Hypertension Society bestätigen die Messgenauigkeit und die Erfüllung hoher Qualitätsansprüche.

Das aponet Basic Control ist für die Anwendung durch einen Benutzer geeignet und speichert bis zu 30 Messungen mit Zeitstempel. Der Betrieb erfolgt mit vier AA-Batterien. Ein Netzteil ist optional erhältlich. Um die Lebensdauer der Batterien zu verlängern, verfügt der Blutdruckmesser über eine Abschaltautomatik. Neigen sich die Reserven dem Ende, erfolgt über das Display ein Hinweis zum erforderlichen Batteriewechsel: So werden Fehlmessungen aufgrund unzureichender Energieversorgung vermieden.

Bewertungen durch Verbraucher

Die Bewertungen durch Verbraucher bewegen sich im oberen Mittelfeld - große Abweichungen gibt es hier nicht. Positive Erwähnung findet die besondere hohe Messgenauigkeit und die einfache Bedienung. Der einzige Kritikpunkt richtet sich gegen die Manschette, die als etwas unflexibel bezeichnet wird. Das Anlegen bei kürzeren Oberarmen wird als nicht ganz einfach geschildert. Mit unter 40 Euro bewegt sich das aponorm Basic Control im Mittelfeld unserer Top-6-Produkte. Kunden finden es in Anbetracht des Funktionsumfangs vergleichbarer, günstigerer Geräte ein wenig zu viel. Da es jedoch erstattungsfähig ist und sich durch die offiziell anerkannte Messgenauigkeit auszeichnet, relativiert sich dies unter Umständen.

Tipp: Empfiehlt der behandelnde Arzt die heimische Blutdruck- und Herzfrequenzüberwachung, erkundigen Sie sich bei der Krankenkasse gezielt nach einer Kostenübernahme für das aponorm Basic Control.

Fazit

In Ausstattung, Funktionalität, Handhabung und Qualität ist das aponorm Basic Control den Herstellerangaben, Auszeichnungen und Kundenmeinungen zufolge keineswegs schlechter zu bewerten als andere Blutdruckmesser. Ein Manko gegenüber anderen Geräten ist, dass es nur für die regelmäßige Anwendung durch eine Person geeignet ist, da es nicht über getrennte Speicher verfügt. Ohne Rezept und Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse ist die Investition höher als bei anderen Blutdruckmessgeräten. Dafür wird es explizit auch für Kinder ab zwölf Jahren und Risikogruppen empfohlen.

Die wenigen Kundenbewertungen mögen auf die Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse zurückzuführen sein und infolgedessen darauf, dass es verstärkt in der Apotheke vor Ort und nicht über das Internet bezogen wird.

Vorteile

  • übersichtliches Display und einfache Handhabung
  • automatischer Messvorgang
  • klinisch validierte Messgenauigkeit
  • 30 Speicher
  • Warnhinweis bei fehlerhafter Messung und erforderlichem Batteriewechsel
  • Anerkennung durch GKV
  • drei Jahre Herstellergarantie

Nachteile

  • nur für einen Nutzer
  • teurer als vergleichbare Geräte
  • wenig aussagekräftige Verbrauchermeinungen veröffentlicht

Gesamtfazit zu den getesteten Blutdruckmessgeräten

Ausstattung und Funktionsumfang lassen sich bei allen Top-6-Blutdruckmessgeräten gut vergleichen und erleichtern die Kaufentscheidung. Da alle Geräte durch die Deutsche Hochdruckliga ausgezeichnet oder anderweitig zertifiziert sind, ist davon auszugehen, dass die erforderliche Messgenauigkeit bei korrekter Anwendung gegeben ist. Im Hinblick auf die Handhabung liegt der wesentliche Unterschied darin, ob der Blutdruck am Oberarm oder am Handgelenk gemessen wird - das Anlegen der Manschette mag einigen Menschen am Handgelenk leichter fallen. Das Omron R2 unterscheidet sich als Handgelenkmessgerät in der Genauigkeit kaum von hochwertigen Oberarmgeräten, was außergewöhnlich ist, ist aber wesentlich handlicher und leichter.

Weitere deutliche Unterschiede liegen im Preis, was sicher für einige Verbraucher ein wichtiges Argument ist. Auch, ob es getrennte Speicher für mehrere Personen gibt, kann von Bedeutung sein. Weitere Kriterien, die für oder gegen ein Gerät sprechen können:

  • Anzeige der Messwerte anhand Farbskala
  • Warnung bei Fehlmessung
  • Größe der mitgelieferten Manschette
  • Möglicher Anschluss eines Netzteils
  • Erfassung von Datum und Uhrzeit
  • Berechnung des Mittelwertes aus den letzten Messungen
  • Arrhythmie-Erkennung

Unsere Empfehlung: Wer die Ausstattungsmerkmale sorgfältig vergleicht, findet schnell das richtige Blutdruckmessgerät für seine Zwecke. Eine schlechtere Platzierung bedeutet keinesfalls, dass die Erfassung der relevanten Werte grundsätzlich ungenauer oder die Qualität schlechter ist, als bei einem besser bewerteten Produkt. Ob sich ein Blutdruckmesser für die persönlichen Zwecke eignet, kann immer nur individuell entschieden werden.

Kaufratgeber: So finden Sie das richtige Blutdruckmessgerät

Das richtige Blutdruckmessgeraet findenIst der Blutdruck zu niedrig, verschlechtert sich das Allgemeinbefinden. Zu hoher Blutdruck führt neben Unwohlsein zu ernsten gesundheitlichen Risiken und kann lebensbedrohlich werden. Für jeden, der seinen Blutdruck kontrollieren möchte, ist ein gutes Messgerät wichtig. Es sollte für einen Laien einfach zu bedienen sein und zuverlässige Werte liefern.

Das manuelle Aufpumpen der Manschette ist bei modernen digitalen Geräten nicht erforderlich und auch das Ablesen der Werte gestaltet sich dank Darstellung auf einem Display unkompliziert. Damit ist bereits das erste Kaufkriterium erfüllt - die einfache Handhabung.

Handhabung des Blutdruckmessers

Folgende Details entscheiden darüber, wie leicht oder kompliziert die Anwendung empfunden wird:

  • Oberarm- oder Handgelenkmessung
  • Anlegen der Manschette
  • automatischer Messvorgang
  • Display mit übersichtlicher Darstellung
  • geringe Fehleranfälligkeit

Moderne Blutdruckmesser müssen völlig automatisch arbeiten, andernfalls wären sie für den Hausgebrauch untauglich. Das erleichtert die Handhabung ungemein. Lediglich das Anlegen der Manschette kann bei Ungeübten zu Problemen führen und somit Fehlmessungen begünstigen. Einige Produkte sind mit einer Markierung oder speziellen Anlegehilfe ausgestattet, die Laien das Anlegen erleichtern. Vielleicht kommen Sie auch persönlich mit einem Messgerät für das Handgelenk besser zurecht, als mit einer Oberarmmanschette.

Ein automatischer Messvorgang beginnt mit dem Aufpumpen der Manschette nach Betätigen der Starttaste, bis der richtige Druck erreicht ist. Anschließend entweicht die Luft wieder und die eigentliche Messung beginnt. Wie lange es bis zum Ergebnis dauert, variiert von Gerät zu Gerät. Ist der Vorgang beendet, zeigt das Display die Daten an. Der Funktionsumfang inklusive Erfassung verschiedener Werte hängt von der Ausstattung im Einzelnen ab, was eine Eignung für die individuellen Bedürfnisse ebenfalls beeinflusst.

Kann das Gerät wirklich alles, was gewünscht ist?

Blutdruckmesser für den Hausgebrauch haben meist wesentlich mehr Funktionen, als die reine Ermittlung des systolischen und diastolischen Blutdrucks. Häufige weitere Ausstattungsmerkmale sind

  • Pulsmessung
  • Erkennung von Unregelmäßigkeiten (Arrhythmie) des Herzschlags
  • Speichern der erfassten Werte
  • Berechnung des Mittelwertes

Hilfreich kann außerdem eine Anzeige des Blutdrucks nach der WHO-Farbskala sein, da das Erkennen kritischer Werte auf diese Weise intuitiv erfasst wird. Anderen Anwendern genügt möglicherweise die Darstellung in Ziffern. Das Speichervolumen ist unterschiedlich groß und die Werte können mit oder ohne Datum und Uhrzeit abgelegt werden.

Wer genaue Werte zur Kontrolle benötigt, ist mit einem Blutdruckgerät mit Warnfunktion bei Fehlmessungen gut beraten. Solche kommen gelegentlich zustande durch ein falsches Anlegen der Manschette, bei mangelnder Energiereserve der Batterien oder bei körperlicher Bewegung während des Messvorgangs.

Leben mehrere Personen im Haushalt, kann ein Mehrnutzergerät mit getrennten Speichern die richtige Wahl sein. Möglicherweise ist der alternative Betrieb mit Netzteil gewünscht - nicht alle Blutdruckmesser verfügen über einen entsprechenden Anschluss. Für die Nutzung unterwegs können die Maße und das Gewicht eine Kaufentscheidung beeinflussen.

Achtung: Berücksichtigen Sie vor der Anschaffung die Manschettengröße und vergleichen Sie Ihren Oberarm- beziehungsweise Handgelenksumfang. Nicht bei allen Geräten ist ein Austausch der Manschette möglich.

Qualität und Preisunterschiede bei BlutdruckmessgeraetenQualität und Preis des Blutdruckmessgerätes

Digitale Geräte für den Hausgebrauch sind in großer Vielzahl erhältlich. Gelegentlich führt die Stiftung Warentest Untersuchungen der Qualität und Messgenauigkeit durch. Dort können Sie die Bewertungen getesteter Geräte miteinander vergleichen. Noch aufschlussreicher ist die Auszeichnung mit dem Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga. Die Prüfung der Messgenauigkeit wird durch unabhängige Institute durchgeführt. Blutdruckmessgeräte mit dieser Auszeichnung gelten als zuverlässig.

Haben Sie die Ausstattungs- und Komfortmerkmale miteinander verglichen, stellen Sie fest, dass Blutdruckmesser mit augenscheinlich ähnlichem Funktionsumfang deutliche Preisunterschiede aufweisen. Je nach Budget kann der Kaufpreis ein weiteres Argument für oder gegen ein Produkt darstellen.

Erfolgt eine Kostenbeteiligung durch die Krankenkasse?

Möglicherweise rät Ihnen Ihr Arzt zu einer regelmäßigen Überwachung von Blutdruck und Puls. In diesem Fall kann er ein Rezept ausstellen. Ob Sie die Kosten für die Anschaffung ganz oder teilweise von der Krankenkasse erstattet bekommen, hängt von der Notwendigkeit ab, aber auch von der Einstufung des Blutdruckmessers: Nicht alle Produkte sind offiziell als medizinische Hilfsmittel anerkannt.

Tipp: Erkundigen Sie sich bei der Krankenkasse nach den Regelungen, die für Ihren Tarif gelten, und welche Geräte erstattungsfähig sind.

Funktionsweise eines Blutdruckmessgerätes für zu Hause

Funktionsweise eines Bludruckmessgeraetes fuer ZuhauseManch einer empfindet das Aufpumpen der Manschette und den dadurch entstehenden Druck als unangenehm. Dieser ist allerdings notwendig, um mit einem kleinen Gerät die Blutdruckwerte erfassen zu können. Ein Verständnis der Herzfunktion hilft, die Funktionsweise eines Messgerätes nachzuvollziehen:

Das Herz pumpt unaufhörlich Blut durch den Organismus. Das ist lebensnotwendig, denn auf diese Weise erfolgt die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen bis in die kleinste Zelle. Der Pumpvorgang erfolgt, indem sich der Herzmuskel rhythmisch zusammenzieht und wieder entspannt. Durch die Entspannung fließt das Blut in die Herzkammern, mit dem Zusammenziehen wird es hinaus in die angrenzenden Blutbahnen gepresst. Dabei ist der Druck am höchsten, während er mit dem Entspannen den niedrigsten Wert erreicht. Der hohe wird systolischer, der niedrige diastolischer Blutdruck genannt. Der obere und untere Druck sind entsprechend der Herztätigkeit als Pulsschlag wahrnehmbar.

Die Landesärztekammer beschreibt diesen Vorgang ausführlich und auch für Nicht-Mediziner verständlich.

Dieses Wissen um die Herztätigkeit und den Blutfluss nutzt ein modernes Messgerät. Durch das Aufpumpen der Manschette wird der Blutfluss kurzfristig gehemmt, sobald die Blutbahnen dem Druck entsprechend blockiert sind. Nun wird Luft aus der Manschette abgelassen und der äußere Druck auf die Gefäße verringert sich. Direkt mit dem nächsten Zusammenziehen des Herzmuskels fließt das Blut wieder mit voller Kraft und der systolische höhere Druckwert kann gemessen werden. Da währenddessen sukzessive weiter Luft aus der Manschette gelassen wird, fließt mit dem folgenden Entspannen des Herzmuskels das Blut mit niedrigem Druck weiter. An dieser Stelle wird der untere diastolische Blutdruckwert gemessen.

Unterschiedliche Blutdruckmessgeräte und -verfahren

Die Blutdruckmessung mit Druckerhöhung von außen durch eine Manschette und der anschließenden Werterfassung wird als indirekte Methode bezeichnet. Daneben gibt es die Möglichkeit der direkten Messung, wie sie zum Beispiel der Überwachung während einer Operation dient. Dabei wird über eine punktierte Arterie ein Drucksensor direkt eingeführt. Dieser Sensor erfasst fortlaufend die Werte, die über einen Monitor verfolgt werden können. Für die Messung beim Arzt und zu Hause kommt die indirekte Methode zum Einsatz, wobei es auch hier Unterschiede gibt:

  • auskultatorische Messung
  • oszillometrische Messung

Die oszillometrische Messung ist das Verfahren bei digitalen Geräten. Sie erfassen über die Manschette die Schwingung von Puls und Druck in den Gefäßen, während die beim Arzt bevorzugt eingesetzte auskultatorische Messung über das Geräusch gesteuert wird: Der mit dem Aufpumpen der Manschette erzeugte Druck hat einen Gegendruck des Pulsschlags zur Folge, den der Arzt mit dem Stethoskop in der Ellenbeuge hört. Das Abhören an dieser Stelle empfiehlt sich, da die Schlagader recht nah unter der Oberfläche liegt.

Bei der digitalen Messung wird die Ausdehnung der Gefäße also als Schwingung registriert. Wird der Blutfluss durch den äußeren Druck langsam gehemmt, wird auch das Geräusch lauter beziehungsweise die Schwingung stärker. Mit zunehmender Hemmung des Blutflusses wird das Pulsgeräusch wieder leiser und die Schwingung schwächer. Wird anschließend die Luft langsam wieder aus der Manschette gelassen und der äußere Druck nimmt ab, vollzieht sich dasselbe umgekehrt. Das Einsetzen des Geräusches und sein Verstummen geben dem Arzt Hinweis auf das Erreichen des diastolischen und systolischen Blutdruckmoments.

Digitale Geräte müssen entsprechend kalibriert sein, damit die Schwingungen des Pulsschlags, bei steigendem Manschettendruck wahrnehmbar durch ein Pochen, richtig interpretiert werden. Dieses ist die hauptsächliche Herausforderung, der Hersteller digitaler Geräte gegenüberstehen: Die Messgenauigkeit wird vom richtigen Zeitpunkt der Erfassung und von der korrekten Berechnung der Blutdruckwerte bestimmt. Bei den von uns getesteten Geräten ist die Eignung für den Hausgebrauch und private Kontrollmessungen gegeben. Der Spielraum der Werterfassung von Blutdruck und Puls ist von einigen Herstellern explizit angegeben, so dass Sie hier einen weiteren Vergleichsaspekt vor dem Kauf haben.

Warnhinweis: In Kombination mit einem Herzschrittmacher können möglicherweise Blutdruck und Puls ebenfalls mit einem automatischen Messgerät ermittelt werden. Sicherheitshalber sollten Sie dies jedoch mit dem behandelnden Arzt abklären, denn in einigen Fällen sind verfälschte Werte möglich.

Häufige Fragen zum Blutdruckmessgerät

Häufige Fragen zum BlutdruckmessgeraetWas bedeutet die Abkürzung mmHg?

Die Abkürzung mmHg bezeichnet die Millimeter-Quecksilbersäule. Die Maßeinheit stammt noch aus Zeiten, als der Manschettendruck über eine in Millimeter unterteilte Quecksilberskala angezeigt wurde.

Für die praktische Anwendung ist die Bedeutung des Kürzels jedoch unerheblich, da es einheitliche Verwendung findet. Wichtig sind die Zahlen davor, die den Blutdruck beziehungsweise das Verhältnis zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck angeben. Als durchschnittlicher Normalwert gilt 120 zu 80 (mmHg), wobei je nach Alter und Konstitution abweichende Werte definiert sind.

Was ist beim Umgang mit Messgeräten für den Hausgebrauch zu beachten?

Grundsätzlich ist die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten.

Das betrifft den Umgang mit dem Blutdruckmessgerät, aber auch Hinweise zur Messung. Zwecks zuverlässiger Kontrollen über einen längeren Zeitraum ist es vorteilhaft, vor jeder Messung die gleichen Voraussetzungen zu schaffen und Maßnahmen zu treffen, dass die Werte nicht verfälscht werden.

Tipp: Nehmen Sie Blutdruck senkende Medikamente ein, messen Sie vor der Einnahme. Das kann auch bei anderen Arzneimitteln sinnvoll sein. Ebenso können Getränke wie Kaffee oder Tee und eine volle Blase andere Werte als im eigentlichen Ruhezustand bescheren. Sorgen Sie für einige Minuten Ruhe vor jeder Messung und bewegen Sie sich während des Messvorgangs nicht. Atmen Sie ruhig und sprechen Sie nicht. Ablenkungen durch eine Geräuschkulisse können ebenfalls kontraproduktiv sein.

Gibt es Blutdruckmessgeräte auf Rezept?

Ist die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks aus gesundheitlichen Gründen erforderlich, kann der Arzt die Notwendigkeit bescheinigen und anhand seiner Diagnose begründen. Auf dieser Basis kann er ein Rezept ausstellen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie nun freie Wahl haben und sich ein Blutdruckmessgerät kaufen können, wenn Sie Unterstützung durch die Krankenkasse erwarten:

Je nach Kasse und Tarif werden Zuschüsse gewährt oder die Kosten ganz übernommen. Das betrifft jedoch nur bestimmte Geräte. Erkundigen Sie sich daher zunächst nach den jeweiligen Regelungen und informieren Sie sich, welche Geräte durch die Krankenkasse finanziert oder bezuschusst werden. Das GKV-Verzeichnis liefert Ihnen einen groben Überblick der als medizinische Hilfsmittel anerkannten Blutdruckmesser.

Woran erkennen Sie einen zuverlässigen Blutdruckmesser?

Die Qualität und Messgenauigkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu zählen

  • Eigenschaften und Verarbeitung der Manschette
  • Druckaufbau durch die Manschette
  • Messbereich
  • erfasste Werte
  • Sensibilität der Werterfassung und Berechnungsformel
  • Fehlererkennung

Die Manschette muss die passende Größe haben und den korrekten Druck aufbauen sowie ein Sensor in den richtigen Momenten die durch die pulsierende Schwingung übertragenen Daten erfassen. Diese sind anschließend in die korrekten Werte umzuwandeln und werden am Display angezeigt. Ist ein Mechanismus zur Fehlererkennung integriert, kann dieser warnen, falls die Manschette nicht korrekt anliegt oder falsche Daten aufgrund zu viel Bewegung während des Messvorgangs drohen.

Welche Werte das Blutdruckmessgerät ermittelt und in welcher Form sie angezeigt werden, ist nicht unbedingt ein Qualitätsmerkmal: Was für den einen völlig ausreichend ist, kann sich in einem anderen Fall als unzureichend erweisen.

Was sagen Testurteile, Zertifizierungen und Prüfsiegel aus?

In Deutschland erhältliche Blutdruckmessgeräte sollten mit dem CE-Zeichen sowie einer zugehörigen vierstelligen Zahlenfolge versehen sein. Die CE-Kennung besagt, dass es sich um ein zugelassenes medizinisches Produkt handelt. Über die Messgenauigkeit sagt sie dagegen nichts aus: Diese wird von der Deutschen Hochdruckliga geprüft. Die Prüfung erfolgt anhand Vergleichsmessungen mit einem manuell bedienbaren Gerät, wie es beim Arzt zum Einsatz kommt, an mindestens 96 Personen. Über die Richtlinien und Prüfkriterien im Detail informiert die Deutsche Hochdruckliga ausführlich. Ist ein Blutdruckmessgerät folglich mit dem Prüfsiegel ausgestattet, ist die Messgenauigkeit bei korrekter Anwendung etwa mit der beim Arzt vergleichbar.

Vergleichbare Prüfungen finden durch die Europäische sowie die Britische Gesellschaft für Hypertonie statt, wobei sich in Deutschland das Siegel der Deutschen Hochdruckliga durchgesetzt hat. Davon unabhängig gibt es Tests durch verschiedene Institute, darunter die Stiftung Warentest. Dort ist jeweils im Einzelnen beschrieben, welche Kriterien untersucht werden und wie die Bewertung bei den getesteten Geräten ausfällt. Aspekte wie der Bedienkomfort und das Design fließen gelegentlich in die Gesamtnote mit ein. Solche sagen jedoch nichts über die Qualität und Messgenauigkeit aus, weshalb Sie sich die Testberichte sorgfältig durchlesen sollten, um sich ein Urteil zu bilden.

Info: Am aussagekräftigsten hinsichtlich Qualität und Genauigkeit der Messungen ist das Prüfsiegel der Deutschen Hochdruckliga. Unabhängig davon liefern einige Hersteller Informationen zur klinischen Validierung sowie gegebenenfalls Studien, die der Entwicklung gedient haben.

Wozu dienen Vergleichsmessungen?

Mit einer Vergleichsmessung wird die Genauigkeit der durch einen Blutdruckmesser erfassten Werte überprüft. Sie dient der Ermittlung eventueller Abweichungen und sollte stets professionell durchgeführt werden. Der richtige Ansprechpartner ist ein Arzt oder Apotheker.

Wie wird die Vergleichsmessung durchgeführt?

Suchen Sie Ihren Arzt oder eine Apotheke auf und messen Sie dort Ihren Blutdruck mit dem zu vergleichenden Gerät. Anschließend ist eine Pause erforderlich, damit sich Blutfluss und Puls wieder normalisieren. Die zweite Messung wird professionell mit einem manuellen Gerät von einer Fachkraft durchgeführt. Nach einer weiteren Pause erfolgt wiederum eine Messung mit Ihrem Gerät. Die Werte der zweiten und dritten Blutdruckmessung werden anschließend miteinander verglichen. Damit erhalten Sie einen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit Ihres Blutdruckmessers oder erfahren, in welcher Richtungen eventuelle Abweichungen gegeben sind. Dies können Sie bei der Beurteilung Ihrer eigenen Kontrollmessungen künftig berücksichtigen. Bei einem guten Gerät sollten Abweichungen des systolischen Wertes geringer als zehn mmHg sein.

Die Vergleichsmessung kann zugleich genutzt werden, um sich unter fachlicher Anleitung über eventuelle Anwendungsfehler zu informieren, die das Ergebnis bei der häuslichen Messung verfälschen könnten.

Wo am Körper kann der Blutdruck gemessen werden?

Wo die Messung zu erfolgen hat, ist abhängig vom gewählten Gerät: Solche für das Handgelenk sollten nur dort, Oberarmmessgeräte nur am Oberarm eingesetzt werden. Das hängt einerseits mit der Manschette zusammen, die für den entsprechenden Umfang konzipiert ist, andererseits von der gerätespezifischen Erfassung und Auswertung der Werte: Die Durchflussgeschwindigkeit ist nicht überall am Körper dieselbe, worauf die Druckmessung der geräteinternen Technologie abzustimmen ist. Wird folglich ein Blutdruckmessgerät für das Handgelenk an einem entsprechend schmalen Oberarm eingesetzt, können die Werte von den tatsächlichen abweichen, obwohl das Gerät bei korrekter Anwendung zuverlässig ist.

Digitale Bludruckmesser für Kinder und JugendlicheEignen sich digitale Blutdruckmesser für Kinder und Jugendliche?

Zunächst einmal erfordert die Blutdruckmessung mit einem Gerät für den Hausgebrauch eine Manschette in der richtigen Größe. Sie ist daher nur möglich, wenn die Manschette einen geeigneten Umfang für Kinderarme aufweist.

Zudem ist das Gewebe von Kindern und Jugendlichen elastischer und es gelten beim Blutdruck je nach Alter, Größe und Geschlecht abweichende Normwerte. Probleme können daher aufgrund abweichendem Gefäßdruck sowohl mit der Ermittlung der korrekten Werte als auch mit deren Interpretation auftreten.

Um den Blutdruck von Kindern und Jugendlichen zuverlässig zu messen, muss das Gerät nebst Manschette dazu geeignet sein. So ist beispielsweise das aponorm Basic Control aus unseren Top-6-Produkten ausdrücklich als für Kinder ab zwölf Jahren geeignet deklariert.

Hinsichtlich der normalen und kritischen Werte ist für jedes Kind eine Rücksprache mit dem Kinderarzt oder Hausarzt empfehlenswert.

Ist in der Schwangerschaft etwas Besonderes zu beachten?

Regelmäßige Blutdruckkontrollen sind während der Schwangerschaft besonders sinnvoll, da Bluthochdruck gesundheitliche Risiken für die Mutter und das Ungeborene birgt. Sind bei Kindern die Gefäße noch besonders elastisch, weiten sie sich bei Schwangeren. Auf diese Besonderheit sollte das Gerät technisch eingestellt beziehungsweise es sollte explizit auch für den Einsatz während der Schwangerschaft deklariert werden. Halten Sie Rücksprache mit dem Arzt, auf was bei der Auswahl eines Blutdruckmessers und Ihren speziellen Werten zu achten ist, sind Sie auf der sicheren Seite.

Was ist bei Problemen mit der Manschette zu tun?

Weist eine Manschette einen Defekt auf, ist die Messgenauigkeit unter Umständen nicht mehr gewährleistet. Eventuelle Verschmutzungen sollten Sie mit einem feuchten Lappen und gegebenenfalls ein wenig milder Seifenlauge entfernen: Das Waschen ist nur angebracht, wenn der Hersteller dies ausdrücklich angibt, andernfalls sind Beeinträchtigungen möglich. Eine defekte Manschette ist auszutauschen, wobei ein Wechsel nicht bei allen Blutdruckmessgeräten vorgesehen ist. Der Hersteller ist der richtige Ansprechpartner bei eventuellen Problemen und Fragen.

Ist Ihnen der Druck der Manschette nach dem Aufpumpen zu stark, prüfen Sie zunächst, ob sie tatsächlich die richtigen Maße für Ihren Oberarm- oder den Handgelenkumfang hat. Andernfalls ist das Ausweichen auf eine andere Größe erforderlich, sofern der Hersteller Alternativen anbietet. Möglicherweise hilft es Ihnen, ein anderes Blutdruckgerät zu verwenden: Einige starten den Messvorgang erst nach dem Aufpumpen der Manschette, andere beginnen bereits währenddessen mit der Wertermittlung. Entsprechend geringer ist der Druck und meist auch kürzer die Zeit, bis die Ergebnisse angezeigt werden.

Ist bei Blutdruckmessgeräten eine Wartung erforderlich?

Digitale Blutdruckmesser erfordern keine besondere Wartung, sofern die Bestandteile regelmäßig auf eventuelle Beschädigungen überprüft werden. Es ist zu empfehlen, zumindest einmal jährlich eine Vergleichsmessung vorzunehmen, um eventuelle Beeinträchtigungen festzustellen, die äußerlich nicht erkennbar sind. So stellen Sie die korrekte Messung langfristig sicher. Batterien sollten selbstverständlich ausgetauscht werden, sobald deren Leistung nachlässt.

Vorgeschrieben ist die medizinisch relevante Kontrolle bei gewerblich genutzten Blutdruckmessgeräten wie in der Arztpraxis oder Apotheke. Dabei wird die gesamte Funktionalität fachkundig überprüft. Sogenannte messtechnische Kontrollen sind unter Umständen auch bei digitalen privat eingesetzten Modellen durch den Hersteller möglich. Das ist eher bei hochpreisigen Ausführungen zu erwarten. Andere Hersteller bieten Kontrollen gegen Gebühr an. Erkundigen Sie sich bei Interesse, ob derartige Regelungen für Ihren Blutdruckmesser gelten.

Resümee: Den richtigen Blutdruckmesser für Ihre Zwecke wählen

Bevor Sie sich für ein Blutdruckmessgerät entscheiden, ist es ratsam, sich Gedanken über die erforderliche Ausstattung und Ihre Erwartungen zu machen:

  • Welche Werte sollen gemessen werden?
  • Wie viele Personen sollen das Blutdruckmessgerät nutzen können?
  • Ist Ihnen eine Speicherfunktion wichtig?
  • Sollen die Messergebnisse mit Datum und Uhrzeit erfasst werden?
  • Benötigen Sie einen Mittelwert aus den letzten Messungen?
  • Wünschen Sie eine Warnung bei eventuellen Fehlmessungen?
  • Ist eine Arrhythmie-Erkennung zur Feststellung von Unregelmäßigkeiten des Herzschlags erforderlich?
  • Sollen der Blutdruck zusätzlich zur Darstellung in Zahlen anhand einer WHO-Skala angezeigt werden?
  • Bevorzugen Sie die Messung am Handgelenk oder am Oberarm?
  • Wie groß muss die Manschette sein?
  • Soll die Manschette austauschbar sein?
  • Ist ein Netzteilbetrieb erforderlich?
  • Welche Rolle spielen Größe und Gewicht des Blutdruckmessers für den Einsatz unterwegs?
  • Legen Sie Wert auf Kostenbeteiligung oder -erstattung durch die Krankenkasse?
  • Gibt es besondere Ansprüche, etwa bei der Blutdruckmessung an Kindern oder Schwangeren?
  • Welches Budget steht zur Verfügung?

Zugegeben, das sind einige Aspekte. Es handelt sich dabei jedoch um die Feinheiten in der Ausstattung und mit der Anschaffung verbundenen Kriterien, welche die einzelnen Blutdruckmessgeräte voneinander unterscheiden. Beantworten Sie sich alle Fragen ehrlich und klären Sie eventuelle Fragen vorher mit dem behandelnden Arzt, vermeiden Sie das Risiko eines Fehlkaufs. Ebenso trägt dieser Leitfaden mit unseren Top-6-Blutdruckmessern, den spezifischen Informationen, detaillierten Erläuterungen und Erfahrungen anderer Verbraucher dazu bei, einzelne Geräte miteinander zu vergleichen und die letztendlich richtige Wahl zu treffen.

MedUni.com Redaktion

Das MedUni.com Team führt seine anspruchsvolle Recherchearbeit studien- und evidenzbasiert durch und besteht aus einer Vielzahl hochqualifizierter Autoren. Auf diese Weise können wir stets seriöse und faktenbasierte Informationen bieten.
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