Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Hyaluronsäure

Wissenschaftliche Studien zur Wirkung von Hyaluronsäure

Hyaluronsäure (kurz HA) ist eine Substanz, die von Natur aus im menschlichen Körper vorkommt. Der größte Teil befindet sich in der Haut, im Bindegewebe, in der Gelenkflüssigkeit und den Bandscheiben sowie im Augapfel. Die wichtigste Funktion der Hyaluronsäure besteht darin, Wasser zu binden, um das Gewebe feucht und geschmeidig zu halten. In den Bandscheiben fungiert sie als Puffer, in den Gelenken als Schmiermittel.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion von Hyaluronsäure im Körper ab. Die Haut verliert an Feuchtigkeit, die Gelenke werden unbeweglicher und die Bandscheiben weniger elastisch. Durch die Einnahme von Hyaluronsäure Kapseln kann der altersbedingte Mangel teilweise ausgeglichen werden. Doch nicht alle der beworbenen Wirkungsweisen sind auch wissenschaftlich geprüft und belegt. Immerhin berichten viele Anwender von positiven Auswirkungen durch die Einnahme von Hyaluronsäure. Diesen guten Erfahrungen gibt auch die Wissenschaft teilweise recht, denn einige der Wirkungen von Hyaluronsäure konnten inzwischen durch wissenschaftliche Studien belegt werden.

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Wirkungen von Hyaluronsäure durch wissenschaftliche Studien belegt werden konnten. Wir gehen außerdem auf mögliche Nebenwirkungen von Nahrungsergänzung mit HA ein.

Erhöhung der Hautfeuchtigkeit durch Hyaluronat

Hyaluronsäure wird für eine gesündere, glattere Haut empfohlen. Sie ist heutzutage in zahlreichen Kosmetika enthalten. HA kann die Hautfeuchtigkeit erhöhen und lässt die Hautoberfläche praller und glatter aussehen. Da die Faltenbildung mit einem Verlust an Feuchtigkeit einhergeht, lässt sich durch Hyaluronsäure der Alterungsprozess der Haut verlangsamen.
Immerhin befindet sich die Hälfte der Hyaluronsäure im menschlichen Körper in der Haut. Der Hyaluronsäure Gehalt der Haut nimmt nicht nur altersbedingt ab, sondern auch durch Umweltfaktoren. Ultraviolette Strahlung gilt als Hauptverursacher für die Austrocknung der Haut. Doch auch Rauchen und Umweltverschmutzung können dazu beitragen, dass die Haut an Elastizität verliert.

Neben einer gesunden Ernährung und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr, trägt die für den eigenen Hauttyp passende Hautpflege zu einer Bewahrung der Hautfeuchtigkeit bei. Hautpflegecremes mit HA verhindern das Austrocknen der Haut, sie können die Haut auch oberflächlich mit neuer Feuchtigkeit versorgen.
Hyaluronsäure hat sich als Zusatz in Kosmetika bewährt, da sie den Feuchtigkeitsgehalt der Haut deutlich erhöht.
Durch die innerliche Einnahme versprechen sich Nutzer ebenfalls eine Erhöhung der Hautfeuchtigkeit und somit Reduzierung von Falten. Anders als HA aus Kosmetika, kann oral eingenommene Hyaluronsäure vom Körper auch in den tieferen Schichten der Haut eingebaut werden.

Die feuchtigkeitsspendende Wirkung von Hyaluronsäure ist bekannt. In einer gemeinschaftlichen Studie aus dem Jahre 2012 von Wissenschaftlern der School of Medicine in Thessaloniki und der University Hospital Basel konnte nachgewiesen werden, dass Hyaluronsäure den Alterungsprozess der Haut tatsächlich verzögern kann.

Die jugendliche Haut behält ihre Widerstandsfähigkeit und Geschmeidigkeit unter anderem durch ihren hohen Wassergehalt. Tägliche Belastungen wie trockene Luft, UV-Strahlung oder Umweltgifte führen zusätzlich zum normalen Alterungsprozess zu einem Feuchtigkeitsverlust. Das Schlüsselmolekül für die Hautfeuchtigkeit ist die Hyaluronsäure (HA), die die einzigartige Fähigkeit hat, Wasser zu binden und in der Haut zu halten.

Die Wirkung von Hyaluronsäure auf die Haut bei Einnahme

Wirkung von Hyaluronsäure auf die Haut

Viele Menschen berichten von einer Verbesserung der Hautfeuchtigkeit durch die Einnahme von Hyaluronsäure Kapseln. Die Therapie hat sich bei trockner Haut bewährt, führt aber auch zu einer Verbesserung der Hautstruktur im Allgemeinen. Die Faltentiefe nimmt ab, die Hautfestigkeit wird erhöht. Diese Erfahrungen konnten nun erstmals durch einen empirischen Versuch am Department of Applied Radioisotopes in Budapest, Ungarn wissenschaftlich untermauert werden.
Die Forscher verabreichten Hyaluronsäure oral im Tierversuch und konnten nachweisen, dass HA tatsächlich zu einer Erhöhung des Hyaluronsäure Gehalts im Bindegewebe und in der Haut führt. Dieser Versuch stellt den ersten Beweis für die Aufnahme und Verteilung von oral verabreichtem, hochmolekularem HA auf das Bindegewebe dar.
Die Einnahme von Hyaluronsäure Präparaten kann den alterungsbedingten Verlust von Hyaluronsäure ausgleichen. In einer japanischen Studie konnte gezeigt werden, dass eine Dosierung von 120-240 mg pro Tag, eingenommen mindestens einen Monat lang, die Hautfeuchtigkeit signifikant erhöht und bei Erwachsenen trockene Haut reduziert.
Mit der Erhöhung der Hautfeuchtigkeit wirkt die Haut praller. Falten wirken wie aufgepolstert. In einer doppelblind und Placebo kontrollierten Studie über zwölf Wochen an der Universität Tokio konnte nachgewiesen werden, dass durch die Einnahme von Hyaluronsäure das Erscheinungsbild der Haut sichtbar verändert werden kann. Die Haut wirkt glatter und fester.

Durch die Einnahme von Hyaluronsäure kann die Hautfeuchtigkeit erhöht werden. Durch Umweltfaktoren und die natürliche Alterung nimmt der Hyaluronsäure Gehalt in der Haut kontinuierlich ab. Der Körper baut oral verabreichte Hyaluronsäure in das Bindegewebe und in die Haut ein und gleicht so den Verlust wieder aus. Das Erscheinungsbild der Haut kann durch die Einnahme von Hyaluronat sichtbar verbessert werden. Der Stoff verzögert nicht nur die Hautalterung, sondern kann bei ausreichender Dosierung sogar zu einer verringerten Faltentiefe führen. Diese positiven Wirkungen werden nicht nur von Anwendern berichtet, sondern konnten inzwischen auch in wissenschaftlichen Studien belegt werden.

Hyaluron beschleunigt die Wundheilung

Hyaluron beschleunigt die Wundheilung

Auch bei der Wundheilung spielt die Hyaluronsäure eine Schlüsselrolle. Bei Verletzungen steigt die Konzentration an Hyaluronsäure in der Haut signifikant an. Sie trägt dazu bei, dass Wunden heilen und reguliert Entzündungen. Durch die Anwendung von Hyaluronat in Form von Gel oder Creme heilen Wunden nachweislich schneller als ohne. Auch das Schmerzempfinden war bei Teilnehmern einer Studie am Hospital Saint Eloi, Department of Dermatology, Montpellier, Frankreich im Vergleich zur Placebogruppe geringer.
Neben der Förderung der Wundheilung wird Hyaluronsäure auch antibakteriell, sie kann so dazu beitragen, das Infektionsrisiko bei offenen Wunden zu verringern. Die Ergebnisse einer Studie an der UCLA School of Dentistry, Los Angeles deuten darauf hin, dass HA im Bereich von 1.300 kD Molekülgröße bei der Minimierung der bakteriellen Kontamination von chirurgischen Wunden sowie bei der Anwendung in der Geweberegenerationschirurgie von Nutzen sein kann.

Nicht zuletzt hat sich Hyaluronsäure auch zur Behandlung von Zahnfleischerkrankungen bewährt. Sie beschleunigt die Wundheilung nach einer Zahnoperation und lässt Geschwüre im Mundraum schneller abheilen. Das zeigen Studien an verschiedenen europäischen Universitäten.
In wissenschaftlichen Studien über die Wirkung von Hyaluronsäure bei Hauterkrankungen wurden in der Regel Hyaluronsäure Seren oder Gele aufgetragen. Über die Wirkung von oral verabreichter HA gibt es bislang nur wenige Untersuchungen. Da jedoch belegt ist, dass oral eingenommene Hyaluronsäure in Form von Nahrungsergänzung den Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöht, kann vermutet werden, dass die Einnahme auch einen Nutzen für die Wundheilung haben könnte. Die Wirkung von Nahrungsergänzung mit HA gegen Falten und Cellulite gilt somit ebenfalls als wahrscheinlich, zumal zahlreiche Nutzer von positiven Effekten durch die Einnahme berichten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die direkte Anwendung von einer Creme oder einem Gel mit Hyaluronsäure die Wundheilung beschleunigt. Bei offenen Wunden oder nach chirurgischen Eingriffen kann der Stoff den Heilungsprozess beschleunigen. Inwieweit dies auch für oral eingenommene Hyaluronsäure gilt, ist wissenschaftlich nicht belegt. Es liegen lediglich positive Erfahrungsberichte von Personen vor, die Hyaluronsäure in Form von Nahrungsergänzung über einen längeren Zeitraum eingenommen haben. Da die Einnahme von Nahrungsergänzung mit HA die Hautfeuchtigkeit nachweislich erhöht, ist eine beschleunigte Wundheilung auch auf diesem Wege möglich und gilt als wahrscheinlich.

Hyaluronsäure zur Behandlung von Gelenkschmerzen

Hyaluronsäure kommt von Natur aus in der Gelenksschmiere vor, diese sorgt für die Beweglichkeit der Gelenke und füllt den Raum zwischen den Gelenken. Ist nicht ausreichend Gelenksschmiere vorhanden, wird der empfindliche Knorpel bei Bewegung belastet, was zur Entstehung einer Arthrose führen kann.
Die Gelenksschmiere verhindert also, dass die Knochen aneinander reiben und sich abnutzen.
Hyaluronsäure wird schon seit langem erfolgreich zur Behandlung von degenerativen Gelenkerkrankungen eingesetzt. Sie wird in der Regel vom Arzt in Form von Spritzen injiziert, kann aber zusätzlich oder alternativ auch in Form von Nahrungsergänzung eingenommen werden.

Während die Wirkung von injizierter Hyaluronsäure bei Arthrose im Kniegelenk belegt ist, war die Studienlage zur Nahrungsergänzung bislang dürftig. Doch inzwischen hat es mehrere Studien gegeben, die einen positiven Effekt durch die Einnahme von 80-200 mg Hyaluronat täglich über zwei Monate hinweg belegen. Knieschmerzen konnten bei Menschen im Alter zwischen 40 und 70 Jahren mit Arthrose signifikant reduziert werden. Die Studien wurden unter anderem am Department of Orthopaedic Surgery, JR Tokyo General Hospital, Japan und an weiteren japanischen Instituten durchgeführt. Die Forscher kamen zu folgendem Ergebnis:
HA ist ein sicherer Rohstoff und die Wirksamkeit von oralem HA bei der Linderung von Knieschmerzen wurde in mehreren klinischen Studien nachgewiesen. HA als Nahrungsergänzungsmittel weist eine leichte Wirksamkeit und keine Nebenwirkungen auf. Durch die Nutzung dieser Eigenschaften bieten HA Nahrungsergänzungsmittel zumindest eine gewisse Möglichkeit zur Behandlung von Patienten mit leichten Kniebeschwerden.

In diesem Zusammenhang sollte auch bedacht werden, dass die Injektion von Hyaluronsäure in erkrankte Gelenke von den gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland normalerweise nicht übernommen wird. Die Kosten belaufen sich auf mehrere hundert Euro für die Behandlung, die je nach Schweregrad der Erkrankung etwa einmal jährlich wiederholt werden muss. Die Einnahme von HA ist also auch eine kostengünstige Alternative für die betroffenen Patienten.
Während die Injektion von Hyaluronsäure in Gelenke Nebenwirkungen haben kann, gilt die Einnahme von HA als sicher. Dies ist ein weiteres Argument, das für die Einnahme von Nahrungsergänzung spricht.
Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass die Kombination aus Hyaluronsäure Präparaten als Nahrungsergänzung mit gezielten Injektionen in das betroffene Gelenk die Wirkung der Spritzen verbessern kann. Somit lassen sich die Zeitspannen zwischen den Behandlungen verlängern.

Nahrungsergänzung mit Hyaluronsäure ist zur Verringerung von Gelenkschmerzen und zur Behandlung von Arthrose wirksam. Bei leichten Gelenkbeschwerden kann die orale Aufnahme von HA ausreichend sein. Bei degenerativen Gelenkerkrankungen kann die Einnahme von Hyaluronsäure in Kapselform die Zeitspannen zwischen den Injektionen verlängern und die Wirkung der Spritzen verbessern. Bei der Behandlung von degenerativen Gelenkerkrankungen und Hyaluronsäure Kapseln auch eine finanzielle Entlastung für die betroffenen Patienten.

Hyaluronsäure gegen Reflux und Sodbrennen

Aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Hyaluronsäure die Symptome von Reflux und Sodbrennen reduzieren kann. Unter Sodbrennen leiden heutzutage in den Industrieländern viele Menschen. Dabei steigt die Magensäure die Speiseröhre hoch. Das ist nicht nur schmerzhaft, sondern schädigt auf Dauer auch die Speiseröhre und kann sogar die Entstehung von Speiseröhrenkrebs begünstigen.
Hyaluronsäure fördert die Wundheilung der Speiseröhre und beschleunigt somit die Regeneration. In einer Reagenzglas Studie konnte nachgewiesen werden, dass eine Mischung aus Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat dem durch die säuregeschädigtem Gewebe helfen kann, schneller zu regenerieren.
In einer weiteren Studie stellten Wissenschaftler verschiedener italienischer Universitäten einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat und der Aufnahme von säurereduzierenden Medikamenten bei Sodbrennen fest. Durch die Vergabe dieser Kombination konnten die Medikamente um 60 % reduziert werden.
In einer anderen Studie erwies sich die Nahrungsergänzung sogar als fünfmal wirksamer als ein Placebo gegen Sodbrennen.
Zwar sind die Ergebnisse vielversprechend, doch die Forschung auf diesem Gebiet ist noch relativ jung. Wer unter Sodbrennen leidet, kann Hyaluronsäure als Nahrungsergänzung ausprobieren. Zur Beruhigung von Hals und Rachen sind in Apotheken auch Lutschtabletten mit HA erhältlich. Diese werden gegen Heiserkeit und trockenen Hals empfohlen, können aber auch bei Reflux helfen, wenn der Rachen und der obere Teil der Speiseröhre durch die aufsteigende Magensäure gereizt sind.

Hyaluronsäure beispielsweise als Lutschtablette oder Gel beruhigt die durch Sodbrennen gereizte Schleimhaut im Rachen und in der Speiseröhre. Sie kann die Wundheilung fördern. Die Kombination aus Hyaluronsäure und Chondroitinsulfat konnte bei Reflux Patienten in einer Studie die Symptome lindern, sodass weniger Medikamente eingenommen werden mussten.

Augenerkrankungen

Hyaluronsäure Augentropfen

Gegen trockene Augen haben sich Hyaluronsäure Augentropfen bewährt. Sie sind in unterschiedlicher Konzentration erhältlich. Die Tropfen werden nach Bedarf mehrmals täglich angewendet, um das Symptom der trockenen Augen reduzieren. Verantwortlich für trockene Augen können neben Heizungsluft oder Klimaanlagen auch die anstrengende Bildschirmarbeit sein. Etwa jeder siebte ältere Erwachsene leidet unter trockenen Augen und einer verminderten Tränenproduktion.
Augentropfen mit 0,2-0,4 % Hyaluronsäure wirken nachweislich gegen trockene Augen. Dies konnte unter anderem in einer in Italien und Spanien durchgeführten Studie bestätigt werden.
Eine weitere Behandlungsmöglichkeit trockener Augen sind Kontaktlinsen, die Hyaluronsäure enthalten und diese kontinuierlich an das Auge abgeben.
HA kommt inzwischen auch bei Augenoperationen zum Einsatz, um die Wundheilung zu beschleunigen.
Die Anwendung von Augentropfen hat sich bewährt, zu der Wirksamkeit von Nahrungsergänzung mit HA gegen trockene Augen gibt es bislang keine Studien.

In unserem Augapfel ist Hyaluronsäure enthalten, sie bindet das Wasser und sorgt für die Elastizität des Organs. Augentropfen mit Hyaluronsäure haben sich bei der Behandlung von trockenen Augen bewährt. Die Wirksamkeit konnte in verschiedenen Studien bestätigt werden. Nach Augenoperationen fördert Hyaluron die Wundheilung. Ob Nahrungsergänzung mit HA gegen trockene Augen hilft, wurde bisher noch nicht wissenschaftlich untersucht.

Erhaltung der Knochendichte

Mit zunehmendem Alter nimmt die Knochendichte bei den meisten Menschen ab. Eine geringere Knochendichte (Osteopenie) steht in Verbindung mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose. Im Tierversuch wurde nun untersucht, ob Hyaluronsäure Präparate einen Beitrag zum Erhalt der Knochendichte leisten können. Die Studie wurde am National Institute of Rheumatic Diseases, Piest'any, Slowakei an Ratten durchgeführt. In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass die Präparate im Anfangsstadium des Knochenabbaus helfen können. Sie verlangsamten den Knochenabbau.
Eine kanadische Studie kam ebenfalls zu dem Ergebnis, dass oral verabreichte HA den Knochenumsatz im Zusammenhang mit leichter Osteopenie bei Ratten signifikant reduzieren.
Die Auswirkungen auf die menschliche Knochengesundheit wurden jedoch noch nicht wissenschaftlich untersucht. Die Studien stehen auch bei diesem Thema noch am Anfang.

In Tierversuchen konnte nachgewiesen werden, dass Hyaluronsäure als Nahrungsergänzung helfen kann, den alterungsbedingten Knochenschwund zu reduzieren. Versuche am Menschen zu diesem Thema gab es bislang jedoch nicht.

Hyaluronsäure bei Blasenentzündungen

Schätzungsweise 3-6 % der Frauen leiden regelmäßig an einer Blasenentzündung. Die Erkrankung macht sich nicht nur durch Schmerzen und häufigen Harndrang bemerkbar, sondern schränkt die betroffenen Personen auch in ihrem Alltag stark ein. Tritt die Blasenentzündung chronisch auf, spricht man von einer interstitiellen Blasenentzündung. Die Ursachen für die chronische Blasenentzündung sind bislang noch wenig erforscht und es ist auch nicht klar, warum Hyaluronsäure gegen diese Erkrankung helfen könnte. Doch ein positiver Effekt wird von vielen betroffenen Frauen beschrieben. Eine mögliche Ursache ist ein Defekt oder eine Veränderung der Blasenoberfläche, die zu Gewebeentzündungen führt. HA könnte die Heilung der Blasenoberfläche begünstigen.

Die heilsame Wirkung von Hyaluronsäure Präparaten gegen chronische Blasenentzündungen wurde schon mehrfach beschrieben, jedoch noch nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht. Einige Studien weisen darauf hin, dass die Einnahme von HA die Regeneration der Blasenoberfläche beschleunigen könnte.

Hat Hyaluronsäure Nebenwirkungen?

Hyaluronsäure Nebenwirkungen

Hyaluronsäure gilt als sehr sicher in der Anwendung, es sind nur wenige Nebenwirkungen bekannt. Der Körper produziert den Stoff selbst, daher sind allergische Reaktionen selten. In der in Japan durchgeführten Studie mit 60 Menschen über die Wirkung von HA gegen Arthrose wurden keine negativen Nebenwirkungen beschrieben.
Bislang gilt für Schwangere und stillende Frauen jedoch die Empfehlung, Hyaluronsäure Präparate nicht einzunehmen. Denn die Wirkungen auf die Schwangerschaft und das ungeborene Kind sind bisher nicht erforscht. Diese Warnung gilt für die meisten Nahrungsergänzungsmittel.

Außerdem gibt es einige Hinweise aus japanischen Studien darauf, dass möglicherweise Krebszellen durch die Einnahme von Hyaluronsäure Kapseln schneller wachsen könnten.
Hyaluronat wirke wie ein Stimulus, der den bösartigen Phänotyp von Krebszellen beeinflussen könne.
Aus diesem Grund wird Menschen, die an Krebs erkrankt sind oder eine Krebs Vorgeschichte haben empfohlen, auf Nahrungsergänzung mit Hyaluronsäure zu verzichten.

Mögliche Nebenwirkungen gibt es auch bei Hyaluronsäure Spritzen. Sowohl bei der Injektion in die Haut als auch in die Gelenke besteht ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen. Nebenwirkungen durch Hyaluronsäure Spritzen sind aber in der Regel auf Behandlungsfehler zurückzuführen und nicht auf den Stoff selbst.

Hyaluronsäure gilt als sehr gut verträglich und sicher. Nebenwirkungen wurden nur sehr selten beschrieben. Lediglich für Schwangere und stillende Frauen sowie Personen, die an Krebs erkrankt sind, gelten Vorbehalte. Diesen Personengruppen wird empfohlen, auf eine Nahrungsergänzung mit Hyaluronsäure zu verzichten.

Fazit

Hyaluronsäure als Nahrungsergänzung bietet viele gesundheitliche Vorteile. Einige der beschriebenen Wirkungen konnten sogar wissenschaftlich belegt werden oder aber es existieren Studien, die auf eine Wirkung hindeuten.
Einen deutlichen und nachgewiesenen Effekt hat Hyaluronsäure auf die Haut und auf die Schleimhäute. Sie erhöht den Feuchtigkeitsgehalt der Haut und hilft so gegen trockene Haut. Vorbeugend wirkt HA auch gegen vorzeitige Hautalterung und kann sogar feine Linien und Falten reduzieren. Nachweislich beschleunigen Präparate mit HA die Wundheilung.
Wissenschaftliche Studien zur Wirksamkeit gegen Arthrose und andere Gelenkerkrankungen liegen ebenfalls vor.
Bemerkenswerte Resultate werden mit Hyaluronsäure Augentropfen zur Behandlung trockener Augen erzielt.
Zahlreiche positive Kundenbewertungen zu Hyaluronsäure Kapseln im Internet bestätigen die wissenschaftlichen Ergebnisse. Viele Menschen berichten davon, dass ihre Haut durch die Einnahme von Hyaluronsäure an Feuchtigkeit gewonnen habe. Das Bindegewebe gewinne wieder an Festigkeit, was zu einer Hautstraffung führe.
Auch bei Gelenkerkrankungen hat sich Nahrungsergänzung mit Hyaluronat bewährt. Viele Menschen berichten von einer deutlichen Besserung von Gelenkschmerzen.
Nebenwirkungen durch Hyaluronsäure Präparate sind sehr selten, häufig beruhen sie nicht auf dem Stoff selbst, sondern auf Unverträglichkeiten von Zusatzstoffen oder Anwendungsfehlern. Lediglich für Menschen, die an Krebs erkrankt sind und für Schwangere und Stillende gelten Vorsichtsmaßnahmen.

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