Mitesser und Unreinheiten entfernen – wie schlagen sich Porensauger im Vergleich zu anderen Beauty-Instrumenten?

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Sie kommen ganz unverhofft, teilweise aber schon mit Ankündigung, an der Nase oder der Stirn, mitunter noch am Kinn und anderen Gesichtsbereichen: Mitesser sind ein leidiges Übel, was aus medizinischer Sicht ungefährlich, aber eben einfach nicht schön anzusehen ist. Außerdem können aus Mitessern, die selbst aus verstopften Poren entstehen, dann noch Pickel und Entzündungen mit Eiterbildung heranwachsen. Folglich ist es am besten, die störenden “Blackheads” einfach direkt zu entfernen – nur wie?

Wir haben uns die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Mitesserentfernung angeschaut und diese mit den elektrischen Porenreinigern/Mitesser-Saugern verglichen. Wie schlagen sich die cleveren Erfindungen gegen traditionelle Hilfsmittel und für wen eignet sich was? In unserem Blogbeitrag finden Sie diese und weitere Antworten dazu!

Übrigens: Der Begriff “Mitesser” geht ursprünglich auf den Irrglauben zurück, es handelt sich hierbei um Parasiten – aber keine Angst, es ist tatsächlich nur körpereigener Talg!

Vorweg: Wie entstehen Mitesser und was genau sind sie?

Zwar verbindet man mit unreiner Haut häufig die Pubertät, Mitesser haben aber kein Verfallsdatum und können (und werden) auch im Erwachsenenalter noch häufig das eigene Gesicht zieren. Nur ausgesprochen wenige Menschen besitzen dank einer sehr guten genetischen Veranlagung eine so reine Haut, dass sie von Mitessern zumindest weitestgehend verschont bleiben.

Alle anderen müssen sich selbst helfen, beispielsweise durch ein umfassendes Reinigungs- und Pflegeprogramm sowie den nachfolgend vorgestellten Hilfsmitteln.

Mitesser selbst sind genau genommen Talgdrüsenfollikel, welche vorrangig im Gesicht zu finden sind. Die Drüsen produzieren Talg, der eigentlich regelmäßig ablaufen und gar nicht erst in zu großen Mengen produziert werden soll – in der Praxis klappt das aber nicht zwingend gut.

Stattdessen sehen sich viele Menschen mit einer erhöhten Talgproduktion konfrontiert, ganz besonders an der sogenannte T-Zone, die die Stirn und Nase umfasst. Das Ergebnis ist zuerst eine fettig wirkende, sich schmierig anfühlende Haut, danach kommt es zwangsläufig früher oder später zu Verstopfungen der Drüsen – damit ist der Mitesser geboren.

Obwohl Mitesser auf der Haut schwarz wirken, haben sie eigentlich die gelbliche Farbe vom Talg. Schwarz werden sie an der Spitze nur deshalb, weil sie quasi aus der Haut “herausgucken” und der Talg dadurch mit der Luft oxidiert, weshalb die Spitze des verhärteten Talgs dann eine schwarze Farbe annimmt.

Klassische Verunreinigungen auf der Haut, schmutzige Finger im Gesicht oder eine schlechte Luft unterstützen die schwarze Farbgebung zusätzlich.

Die unterschiedlichen Methoden, mit denen Sie Mitessern den Kampf ansagen können

Mitesser sind weit verbreitet, da quasi kein Mensch dauerhaft vor ihnen verschont bleibt. Für die Beauty- und Kosmetikindustrie ist dieser Umstand eine Goldgrube, denn so wird eine konsequent hohe Nachfrage nach praktischen, schonenden und effizienten Lösungen gewährleistet. In Folge dessen gibt es auf dem Markt unzählige Produkte, die Poren reinigen und damit auch Mitesser entfernen sollen. Die gängigsten dieser Produkte sind:

  • elektrische Porenreiniger/Mitesser-Sauger
  • Komedonenquetscher (metallisches Werkzeug)
  • Black Masks/Blackhead Masken
  • Clear-Up Strips, Pflaster für die Mitesser
  • Peelings in unterschiedlicher Form

Sie allesamt können in den eigenen vier Wänden verwendet werden, wobei sich einige davon besser als andere eignen. Ebenso besteht natürlich immer die Möglichkeit eine professionelle Kosmetikerin in einem Beautysalon zu besuchen, welche Mitesser und andere Unreinheiten hygienisch und vor allem sauber entfernt.

Speziell bei Menschen mit sehr unreiner Haut kann sich solch ein regelmäßiger Besuch bei der Kosmetikerin auszahlen. Weil dieser aber mit zeitlichem und finanziellem Aufwand verbunden ist und man schließlich nicht im Wochentakt dahin möchte, existieren die vielen praktischen Hilfsmittel für den eigenen Haushalt.

Eine Umstellung der Ernährung könnte ebenso in Erwägung gezogen werden, da einige Lebensmittel im Verdacht stehen, die Talgproduktion zu intensivieren!

Produkte und Hilfsmittel für die Haut sind immer relativ individuell, da jede Haut eines Menschen anders darauf reagiert und persönliche Umstände nie völlig erfasst werden. Wir raten Ihnen daher immer, ein mögliches Produkt einmal selbst auszuprobieren.

Bekommt dieses Ihnen nicht, haben Sie genügend andere Möglichkeiten zur Hand. Das Geld ist dann zwar “futsch”, jedoch kosten alle diese Blackhead-Hilfsmittel nicht unbedingt die Welt. Wenn Sie später einmal eine zufriedenstellende oder gar sehr gute Lösung gefunden haben, können Sie natürlich dauerhaft auf diese zurückgreifen.

So funktionieren die Hilfsmittel gegen Mitesser

Nachfolgend stellen wir Ihnen die “typische” Anwendung vor. Es kann jedoch sein, dass ein Hersteller sein Produkt gern auf bestimmte Art und Weise verwendet sieht.

In diesem Fall sollten Sie natürlich stets dessen Empfehlung berücksichtigen. Wir möchten Ihnen stattdessen einen allgemeinen, hilfreichen Überblick über die Art der Anwendung sowie deren Effizienz und Komplexität mit auf den Weg geben. Gute Nachrichten vorweg: Eine Studie hat kürzlich ergeben, dass Menschen mit Messern später zu weniger Falten neigen!

Porenreiniger/Mitesser-Sauger

Unser erstes vorgestelltes Produkt ist zugleich das, von dem wir am meisten überzeugt sind. In unserem großen Test und Vergleich haben wir die sechs besten dieser elektrischen Porenreiniger für Sie getestet, mit Vor- und Nachteilen sowie einem Fazit versehen.

Die Porenreiniger arbeiten mit einer hohen Saugkraft im Vakuum. Das wird durch aufsteckbare Sonden erzeugt, die Saugkraft durch den elektrischen Motor und Akku. Die Haut wird während der Behandlung von dem Gerät angesaugt, weshalb sich Talg aus den Poren genauso wegziehen lässt, wie eine Fussel auf einem Teppich mit dem Staubsauger.

Auf diese Weise lässt sich loser Talg entfernen, aber auch Mitesser werden weitestgehend herausgezogen. Ob das klappt, hängt immer vom Mitesser ab. Sitzt dieser besonders tief und ist verhärtet, muss er eventuell zuvor angeritzt werden, damit die Sogwirkung ihn dann durch diesen Ritz “aufsaugt”. Hautschuppen werden bei den Porenreinigern ebenfalls entfernt.

Wirkung und Effizienz

Beides ist als exzellent zu bewerten. Durch die Sogwirkung entfällt das lästige Drücken und Quetschen, was der größte Vorteil ist. Genau dieses Drücken ist es nämlich, was nicht nur die Haut verletzt, sondern tieferliegende Entzündungen auch noch verteilen kann.

Außerdem wird zugleich eine verbesserte Durchblutung forciert, was wiederum die Regenerationsfähigkeit der Haut positiv verändert. Die Porenreiniger sind sowohl kurz- als auch langfristig sehr effizient und bekommen jeglichen losen Talg und einen guten Teil der Mitesser weg.

Es ist aber immer empfehlenswert, dass Sie die Porenreiniger mindestens zweimal in der Woche für mehrere Wochen verwenden. Viele Mitesser, die auf Anhieb nicht weggezogen worden, werden es mitunter bei den nächsten Behandlungen.

Wie einfach ist das Drumherum?

Einfache Schritte sind bei der Vorbereitung und Nachpflege zu beachten:

  • Poren über Wärme öffnen (Dampfbad, heiße Dusche oder heißer Waschlappen)
  • danach mit kaltem Wasser Poren verschließen
  • Gesicht mit beruhigender Feuchtigkeitscreme eincremen

Weitere Schritte sind nur dann nötig, wenn Sie die Blackheads zuvor anritzen – dann brauchen Sie eine spezielle Nadel, die einige Hersteller zusammen mit dem Sauger liefern.

Vor- und Nachteile der Porenreiniger/Mitesser-Sauger im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln

Vorteile

  • arbeitet gründlicher als Masken, Peelings und Strips/Stripes
  • fördert zusätzlich die Durchblutung, was kein anderes Hilfsmittel macht
  • wirkt gegen Talg, Mitesser und oberflächliche Pickel sowie Hautschuppen
  • Anwendungszeit: Nur etwa 5 Minuten
  • teilweise weitere Behandlungen (IPL-Blaulicht) kombinierbar

Nachteile

  • einmalige Erstinvestition höher als bei Peelings, Masken und Strips
  • Rötungen denkbar, Blutergüsse nur bei falscher Anwendung
  • eignet sich nicht für ausgeprägte Akne
  • Aufsätze müssen nach jeder Anwendung gereinigt und desinfiziert werden

Die Nachteile sind relativ spezifisch und gehen oft auf eine falsche Anwendung zurück. Die Vorteile hingegen zeigen deutlich, dass es sich um eine sehr effiziente und schonende Möglichkeit handelt, die in vielen Bereichen gegenüber anderen Hilfsmitteln die Nase vorn hat.

Der relativ überschaubare Preis guter Geräte sollte zudem selbst für schmale Budgets kein Hindernis darstellen.

Komedonenquetscher

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Komedonenquetscher sind kleine, metallische Werkzeuge. Die bekannteste Form sind die, bei denen sich an der Vorderseite eine ovale “Schlinge” befindet.

Sie wird mittig auf den Pickel oder Mitesser gedrückt, wodurch in diesem kleinen Bereich ein hoher Druck entsteht, der im Idealfall dann die Pore oder den Pickel entleert. Somit ist die Funktionsweise relativ ähnlich zu den Porenreinigern, nur wird stattdessen mit einem hohen mechanischen Druck gearbeitet.

Solche Komedonenquetscher werden vor allem in Kosmetikstudios gern eingesetzt, nachdem die Haut entsprechend vorbehandelt wurde. Die sachgemäße Handhabung durch eine Kosmetikerin minimiert das Risiko von Verletzungen und tiefer sitzenden Druckstellen.

Wirkung und Effizienz

Solche Komedonenquetscher arbeiten ausgesprochen gut, da der tatsächliche Druck auf der Haut durch die kleine Schlinge vervielfacht wird. Ein unangenehmer Nebeneffekt lässt sich dadurch aber nicht verhindern: Das mechanische Drücken, wenn auch möglichst hygienisch, kann die Haut oberflächlich verletzen und für unschöne Druckstellen sorgen.

Zwar besteht nicht das Risiko, dass die Entzündungen quer durch die unteren Hautschichten gepresst werden, aber selbst oberflächliche Verletzungen, die auch bluten, sind durchaus denkbar.

Die Effizienz ist in der Hand der Kosmetikerin recht gut, ebenso die Wirkung. Schwächen sind vor allem die starken mechanischen Reizungen auf der Haut mitsamt allen Folgen.

Bei Menschen mit Akne ist die Wirkung aber relativ gut. Durch die gezielte Anwendung besteht nicht die Gefahr, dass Entzündungen unter der Haut oder der Eiter auf der Haut herumgeschoben werden und sich damit noch verbreiten.

Generell sind die elektrischen Porensauger aber quasi eine sinnvolle und für viele Menschen viel besser geeignete Weiterentwicklung der klassischen Metallwerkzeuge.

Wie einfach ist das Drumherum?

Selbiges unterscheidet sich nicht zu den elektronischen Porenreinigern. Mitunter kann vor dem Einsatz der Komedonenquetscher aber ein Peeling vollzogen werden, um Verhärtungen zu lösen. Dank der punktuellen Anwendung stellt dieses kein Problem dar. Ansonsten sind zur Vorbereitung und Nachbehandlung die identischen Schritte wie bei den elektrischen Mitesser-Saugern notwendig.

Vor- und Nachteile der Komedonenquetscher im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln

Vorteile

  • können anders als elektrische Sauger sogar bei Akne genutzt werden
  • gezielte, punktuelle Anwendung statt großflächigem Einsatz wie bei anderen Hilfsmitteln
  • besonders günstiger Preis, keine laufenden Kosten

Nachteile

  • hohe mechanische Krafteinwirkung kann zu Verletzungen auf der Haut führen
  • hoher Zeitaufwand aufgrund punktueller Anwendung
  • bei falscher Anwendung könnten Narben entstehen – bei den anderen Hilfsmitteln besteht das Risiko nicht
  • richtiger Einsatz erfordert wesentlich mehr Übung als alle anderen Hilfsmittel es erfordern

Komedonenquetscher dürften für die meisten Menschen weitestgehend uninteressant sein. Mitunter lassen sich damit einmal ein großer, verhärteter Mitesser oder eitriger Pickel entfernen, für den dauerhaften Einsatz ist die mechanische Reizwirkung auf der Haut aber zu groß.

Außerdem gestaltet sich die perfekte Anwendung für ungelernte Hände eher schwierig, während das Verletzungsrisiko recht hoch ist. Wer solch einen Komedonenquetscher im Bad für den Fall der Fälle haben möchte, erhält ihn für einen günstigen Preis. Zur großflächigen Mitesserentfernung und Porenreinigung gibt es aber bessere Alternativen.

Black Masks/Blackhead Masken

Die Blackhead Masken konnten dank der sozialen Netzwerke vor allem in der jüngeren Vergangenheit viele neue Käufer finden.

Da werden sie durch zahlreiche Influencer als Wunderheilmittel beworben, immer finden sich zudem passende Videos, wo die abgezogenen Mitesser gut sichtbar auf der Maske selbst erkennbar sind.

Anders als Komedonenquetscher und Porenreiniger arbeiten die Blackhead Masken nicht mit Unterdruck oder einem Vakuum, sondern stattdessen mit einer Kombination aus Aktivkohle und Sogwirkung. Sie haften sich folglich an die Hautpartien, während beim Abziehen dann ein Sog, gepaart mit der Klebewirkung entsteht, der den Talg samt Mitessern aus den Poren ziehen soll.

Wirkung und Effizienz

Speziell bei den Blackhead Masken bestehen erhebliche Unterschiede zwischen einzelnen Herstellern und ihren Produkten. Aufgrund der schier endlosen Popularität in den sozialen Netzwerken und vor allem der jüngeren Zielgruppe haben sich immer mehr Hersteller, meist aus dem Ausland, an solchen Blackhead Masken versucht.

Gepaart werden diese nicht selten mit überschwänglichen Werbeversprechen und Abbildungen, die nicht immer unbedingt der Wahrheit entsprechen müssen.

Die Wirkung und Effizienz unterscheiden sich folglich stark. Im Idealfall zieht die Blackhead Maske tatsächlich eine gute Menge Talg heraus. Schwarz ist sie übrigens deshalb, weil Aktivkohle bei diesen Masken zum Einsatz kommt. Kombiniert werden die Masken meist mit feuchtigkeitsspendenden Stoffen, da die Aktivkohle die Haut austrocknen kann.

Generell besteht bei Blackhead Masken vor allem die Gefahr, eine Maske von minderer Qualität zu kaufen. Diese können beim Abziehen sehr schmerzhaft sein, wobei selbst die guten Masken beim Abziehen einen akuten Schmerz ausstrahlen lassen – beispielsweise weil Haare ebenfalls mit herausgezogen werden.

Im besten Fall werden behaarte Stellen, vor allem von Männern, ausgespart oder mit kosmetischem Klebeband abgedeckt. Wirkt die Maske gut, zieht sie reife Mitesser und eine akzeptable Menge Talg heraus, vor allem aber peeled sie die Haut. Schlechte Masken peelen einfach nur die Haut, wobei sie so stark haften, dass sogar gesunde Hautschichten beim Abziehen verletzt und abgetragen werden.

Wie einfach ist das Drumherum?

Ein Öffnen der Poren mitsamt vorheriger Reinigung ist bei diesen Masken ebenso empfehlenswert. Danach werden die Masken aus der Tube gedrückt und gleichmäßig über das Gesicht verteilt. Beachten Sie die empfohlene Anwendungszeit des Herstellers, anderenfalls könnte sich die Maske noch schwerer abziehen lassen. Partien mit Haaren, wie rund um die Augenbrauen, werden immer ausgespart.

Die größte Hürde dürfte erst am Ende der Anwendung aufkommen, nämlich immer dann, wenn die Maske abgezogen werden muss. Das ist je nach Produkt ziemliche Kleinarbeit, oftmals auch sehr schmerzhaft. Wenn Stücke hängen bleiben, müssen diese separat entfernt werden – mitunter ist etwas warmes Wasser hilfreich. In den meisten Fällen werden Sie allein mit dem Abziehen aber ungefähr so viel Zeit wie mit einer ganzen Behandlung durch elektrische Porenreiniger verbringen.

Selbst wenn in der Maske Pflegestoffe enthalten sind, sollten Sie die Haut danach noch einmal gründlich abwaschen und eincremen.

Vor- und Nachteile der Blackhead Masken im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln

Vorteile

  • enthalten meist noch pflegende Stoffe, im Gegensatz zu den anderen Hilfsmitteln
  • erledigen ein gründliches Peeling
  • entfernen wahrscheinlich eine moderate Menge Talg und Mitesser
  • die Maske abziehen und das Ergebnis begutachten könnte besonders befriedigend wirken

Nachteile

  • teilweise werden gesunde Hautschichten ebenfalls verletzt und abgetragen, das Risiko besteht bei den anderen Hilfsmitteln nicht
  • hartnäckige, feste Mitesser werden sich nicht entfernen lassen
  • das Abziehen ist mitunter noch schmerzhafter als der Komedonenquetscher und schmerzhafter als alle anderen Hilfsmittel
  • der Zeitaufwand ist, bis auf einen großflächigen Einsatz vom Komedonenquetscher, am höchsten
  • viele schwarze Schafe am Markt, die minderwertige Produkte überschwänglich in den sozialen Medien bewerben

Die Blackhead Masken mit Aktivkohle sind zweifelsohne ein Trend – dabei wird es mitunter aber auch bleiben. Der Effekt der Aktivkohle und das Herausziehen von Talg sind zwar löblich, Vorteile gegenüber einem elektrischen Porenreiniger haben die Masken aber keine.

Zudem ist ein großes Manko, dass das Abziehen mitunter mindestens zeitaufwändig, fast immer aber schmerzhaft ist. Dank der Tiefenreinigung könnten Blackhead Masks eine Alternative für Personen sein, die sich nicht an den Komedonenquetscher trauen und häufiger entzündliche Pickel bekommen.

Clear-Up Strips, Pflaster für die Mitesser

Sie arbeiten ähnlich wie die Blackhead Masken, jedoch im Regelfall ohne Aktivkohle, stattdessen mit einem Klebstoff.

Das Prinzip ist kinderleicht: Die Oberfläche der Pflaster samt Klebstoff soll sich an die Poren haften und Talg lockern, der dann beim Abziehen des Pflasters komplett herausgezogen wird.

Solche Stripes und Strips, die Bezeichnung variiert mitunter je nach Hersteller, galten mit als die ersten weit verbreiteten Mitesser-Hilfsmittel.

Wirkung und Effizienz

Erst einmal ist vorweg zu sagen, dass die Wirkung relativ eingeschränkt ist, da solche Pflaster nur für Stirn und Nase produziert werden, seltener noch für das Kinn. Weiterhin sind diese normal so klein bemessen, dass selbst in diesen Bereichen nicht alles abgedeckt wird. Generell sind sowohl die Wirkung als auch die Effizienz solcher Stripes eher unterdurchschnittlich.

Die Idee klingt in der Theorie gut, außer solchen Mitessern, die eh schon sehr reif und weit draußen sind, werden sich aber keine lösen lassen. Talg wird eher unregelmäßig aufgenommen und bestenfalls da, wo die Pflaster aufgrund der Gesichtsform optimal aufliegen können. Im Vergleich zwischen allen Hilfsmitteln hier schneiden die Strips daher definitiv am schlechtesten ab.

Wie einfach ist das Drumherum?

Ziemlich leicht. Reinigen, Poren öffnen, Pflaster aufbringen und nach rund 10 Minuten wieder abziehen – fertig ist die Behandlung. In der Zwischenzeit können Sie sich frei bewegen und normalerweise auch sprechen oder essen, je nachdem wo sich die Pflaster befinden. Kinderleicht ist die Anwendung also allemal.

Vor- und Nachteile der Stripes/Stripes im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln

Vorteile

  • gibt es quasi in jedem Supermarkt und jeder Drogerie zu kaufen
  • unkomplizierte, schnelle Anwendung
  • verursachen für gewöhnlich weniger Reizungen als andere Hilfsmittel

Nachteile

  • erzielen unter allen Hilfsmitteln die schlechtesten Ergebnisse
  • Rückstände des Klebstoffs bleiben mitunter haften
  • funktionieren nur an wenigen Stellen, wo sie wirklich präzise und absolut parallel zur Haut aufliegen und haften

Die Nasen-/Stirn- und Kinn-Stripes sind ein etwas in die Jahre gekommenes Hilfsmittel gegen Mitesser und Talg, was heutzutage nicht mehr so viel Beachtung wie noch vor zehn oder zwanzig Jahren findet.

Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass alle anderen Hilfsmittel viel effizienter wirken und sich flexibler einsetzen lassen. Durch diese Stripes wird lediglich eine kleine, nicht individuell auf den Anwender abgestimmte Fläche abgedeckt, während selbst da Ergebnisse meist mager ausfallen.

Peelings in unterschiedlicher Form

Die kosmetische Welt der Peelings ist ausgesprochen vielseitig. Unzählige Hersteller bieten eine schier unendliche Zahl von Peelings an, was den Kauf meist relativ kompliziert gestaltet – außer man möchte mehrere Produkte kaufen und sie in Eigenregie untereinander vergleichen. Generell wird unter anderem zwischen den Enzym- und den mechanischen Peelings unterschieden.

Es gibt noch weitere Formen, die aber nicht für den Privatgebrauch bestimmt sind und lediglich vom Experten angewandt gehören – beispielsweise chemische Peelings, welche mehrfach erfolgen und eine Rundumerneuerung der Hautschichten forcieren.

Die klassischen, für den privaten Gebrauch hergestellten Peelings werden nicht direkt zur Behandlung von Mitessern geschaffen, das ist aber ein positiver Nebeneffekt, mit dem Sie rechnen können.

Generell geht es vor allem darum, entweder mittels diverser Enzyme oder mechanischer Reibung (durch kleine Perlen im Peeling) abgestorbene Hautzellen/-schuppen abzutragen, damit diese später nicht die Poren verstopfen. Zwangsweise werden Poren dadurch natürlich auch von losem Talg und dem einen oder anderen Mitesser befreit.

Wirkung und Effizienz

Enzyme-Peelings arbeiten sehr schonend, da keine mechanische Reibung notwendig wird. Sie tragen Hautschuppen auch sehr gut und verlässlich ab, bei Mitessern versagen sie normalerweise aber, da sie schlicht nicht für diese verhärteten Talgansammlungen konzipiert worden. Mechanische Peelings arbeiten mit rauen Perlen, die durch Einmassieren Schuppen und auch Talg abtragen. Speziell reife Mitesser lassen sich dank der Perlen ebenfalls “abreiben”, tiefer sitzende eher weniger – das ist vom Peeling und der Intensität während der Anwendung abhängig.

Peelings sind eine wertvolle Ergänzung in jedem Pflegeprogramm, ganz speziell für Mitesser gibt es aber bessere Alternativen. Empfehlenswerter ist eine Kombination, zum Beispiel aus sporadischem Peeling und Einsatz eines Porenreinigers oder durch Peelings vor der Anwendung von einem Komedonenquetscher.

Wie einfach ist das Drumherum?

Generell ist es nicht unbedingt notwendig, die Haut vorher zu reinigen, Vorteile hat das aber dennoch. Zwar trägt das Peeling sowieso alles ab, wurde die Haut vorher gereinigt, schmieren Sie aber nicht bei der Anwendung des Peelings die darauf befindlichen Bakterien breit.

Die Poren mittels Wärme zu öffnen ist erneut sehr hilfreich. Nach der Anwendung ist unbedingt eine Feuchtigkeitscreme zu verwenden, da Peelings die Haut austrocknen und einen Teil der natürlichen, fettigen Schutzschicht entfernen.

Vor- und Nachteile der Peelings im Vergleich zu anderen Hilfsmitteln

Vorteile

  • tragen zuverlässig und meist schonend Hautschuppen ab
  • eine sehr große Auswahl mit Hinblick auf Marke und Produktbeschaffenheit
  • lassen sich sehr gut mit Hilfsmitteln wie dem Porenreiniger oder Komedonenquetscher kombinieren

Nachteile

  • sie sind nicht speziell auf Mitesser ausgerichtet, daher überschaubare Ergebnisse
  • mechanische Peelings können die Haut reizen und austrocknen
  • Peeling muss entsprechend des eigenen Hauttyps gewählt werden, um ein zu starkes oder zu schwaches Nachfetten zu vermeiden

Hochwertige Peelings leisten immer gute Arbeit, besser aber in der Kombination zu spezifischen Mitesser-Hilfsmitteln als alleine. In einem Pflegeprogramm sind diese daher eigentlich nie verkehrt, besonders dann nicht, wenn es sich um hochwertige Produkte mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen handelt.

Geht es Ihnen nur um Mitesser und Talg, sind andere Hilfsmittel wie die elektronischen Porenreiniger besser dafür geeignet.

Unser Fazit zum Vergleich der Anti-Mitesser-Hilfsmittel

Viele verschiedene Produkte, -gattungen und -arten, da kann man schon einmal die Übersicht verlieren. Im Vergleich hat sich gezeigt, dass alle Produkte große oder kleine Stärken und Schwächen haben, vor allem aber die elektronischen Porenreiniger exzellente Arbeit mit Hinblick auf Talg und Mitesser leisten, während Komedonenquetscher nur vereinzelt eine gute Alternative sind und im Idealfall in die Hand der Kosmetikerin gehören. Blackhead Masks sind sehr speziell und nicht jedermanns Sache.

Die klebenden Pflaster/Stripes für Nase, Stirn und Kinn wirken gegenüber den aktuellen High-Tech-Lösungen eher wie ein Relikt aus der Vergangenheit und weisen keine nennenswerte Vorzüge gegenüber diesen auf. Auf selbsternannte Hausmittel, wie beispielsweise Zahnpasta, sollten Sie übrigens lieber komplett verzichten!

Möchten Sie mehr über elektrische Porenreiniger erfahren? Wir haben diese umfassend für Sie getestet und unsere Lieblings Mitesser Sauger mit einer Bewertung versehen!

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