Die richtige Pflege: Welcher Hauttyp sind Sie?

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Inhalt dieses Artikels

Das Pflegeprogramm wird am besten immer auf den Hauttyp abgestimmt. So lassen sich vor allem Verschlechterungen des Hautbilds und unschöne Reizungen vermeiden. Den Hauttyp gilt es beim Kauf jeder Art von Kosmetik zu berücksichtigen, egal ob es sich hierbei um einen elektrischen Porensauger oder eine einfache Feuchtigkeitscreme für die tägliche Anwendung handelt. Wir klären Sie darüber auf, welche Hauttypen es gibt, wodurch sich diese auszeichnen und was es jeweils zu beachten gilt.

Achtung: Es gibt noch eine zweite Unterteilung, die sich speziell dem UV-Licht und der Sonneneinstrahlung widmet. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat für diese “UV-Hauttypen” eine Übersicht erstellt.

Die einzelnen Hauttypen in der Übersicht

Je nach Hauttyp schwankt vor allem die Intensität des eigenen Pflegeprogramms. Mit Hinblick auf Anti-Mitesser-Hilfsmittel wie elektrische Porenreiniger und Mitesser-Sauger ist das besonders wichtig, denn werden diese zu häufig eingesetzt, könnte die eigene Haut leiden, wenn das mit ihrem Typ nicht vereinbar ist.

Wir haben eine klassische Gliederung für Sie in vier verschiedene Hauttypen und -bilder vorgenommen. Finden Sie selbst heraus zu welchem Sie gehören und worauf Sie bei der Anwendung von Pflegeprodukten achten sollten! Im renommierten deutschen Magazin “Apotheken-Umschau” gibt es zudem einen Test und Fragebogen.

Normale, gewöhnliche Haut

Zwar trägt dieser Hauttyp den Namen “normal”, das bedeutet aber nicht unbedingt, dass er auch am weitesten verbreitet ist. Heute neigen viele Hautbilder eher hin zu anderen, extremeren Typen, weshalb sich Menschen mit einer “normalen” und “gewöhnlichen” Haut schon sehr glücklich schätzen können. Die typischen Merkmale für diesen Hauttyp sind:

  • ebenmäßiges, glattes Hautbild, was sehr leicht zu pflegen ist
  • kleine Poren, die selten verstopfen
  • Talgproduktion und Trockenheit stehen im Gleichgewicht zueinander
  • der Säureschutzmantel der Haut funktioniert und schützt diese

Bei diesem Hauttyp gestaltet sich die Pflege relativ einfach, da die Haut gesund ist und nicht sensibel reagiert. Im Sommer ist die Verwendung von Cremes eigentlich nur sporadisch nötig, meist wird sie vor allem nach Sonnenbädern oder hektischen Tagen, in denen Sie zu wenig getrunken haben, notwendig. Klares Wasser reicht in den meisten Fällen für die Reinigung aus, bei Feuchtigkeitscremes, Peelings und Co. greifen Sie zu denen, die für “normale Haut” empfohlen werden.

Einen Porenreiniger können Sie mit diesem Hauttyp ein- bis dreimal in der Woche verwenden. So bleiben die Poren klein und sauber, eine Überreizung oder Strapazierung der Haut ist nicht zu erwarten.

empfindliche, sensible Haut

Dieser Hauttyp ist relativ weit verbreitet, vor allem Frauen haben häufiger empfindliche Haut. Der Hauttyp braucht, kaum überraschend, besondere Pflege. Da die Haut mitsamt aller einzelnen Schichten und Zellen nicht optimal arbeitet, muss sie kontinuierlich unterstützt, dabei aber nicht überlastet werden. Die typischen Merkmale sind:

  • häufigere Reizungen, Rötungen und Irritationen (die sich nicht entzünden)
  • moderate Unreinheiten und Erkrankungen der Haut
  • einige Hautbereiche sind trocken, können jucken und schuppen
  • Säureschutzmantel funktioniert halbwegs, aber nicht optimal

Die Hautschichten sind bei diesem Hauttyp eher dünn, im Alter können sich teilweise sichtbare Äderchen abzeichnen. Kosmetische Produkte werden nur solche verwendet, die speziell “für empfindliche/sensible Haut” beworben werden. Beim Abtrocknen sollte getupft werden, immer mit einem sauberen Handtuch oder einem Wattepad.

Die Verwendung von Seren, um den Schutzmantel der Haut zu stärken, ist empfehlenswert. Feuchtigkeitscremes müssen ganzjährig, im Winter mindestens zweimal am Tag, verwendet werden.

Ein Porenreiniger sollte bei diesem Hauttyp nicht mehr als einmal in der Woche genutzt werden. Bei bestehenden Reizungen oder besonders sensiblen Phasen kann die Behandlung auch eine Woche ausgesetzt werden, bis sich die Haut wieder etwas erholt hat.

glänzende, fettige Haut

Vor allem am Kinn und in der T-Zone (Stirn sowie Nase) macht sich glänzende und fettige Haut bemerkbar. Im Sommer kann es, weil sich das Fett mit Schweiß vermischt, sogar zu einem besonders fettigen Aussehen kommen.

Die Poren produzieren generell zu viel Talg, der kontinuierlich abgesondert wird, wodurch Menschen mit diesem Hauttyp außerdem anfällig für Bakterien werden, welche an der fettigen Oberfläche der Haut kleben bleiben und dann unter Umständen weiter in die Poren wandern. Typische Merkmale dieses Hauttyps sind:

  • Unreinheiten kommen häufig vor, insbesondere in der T-Zone und/oder am Kinn
  • Poren sind groß, die Hautfarbe meist hell/blass
  • die Haut glänzt, wirkt und fühlt sich fettig an
  • im Sommer wird die Haut besonders fettig, “Mallorca-Akne” ist denkbar

Menschen mit fettiger und glänzender Haut sollten Cremes verwenden, die in erster Linie weniger Feuchtigkeit spenden, sondern mehr den Feuchtigkeitshaushalt ausbalancieren. Trocknende Cremes, speziell entwickelt für fettige Haut, sind ebenfalls eine Option.

Weiterhin sollte das Gesicht mindestens zweimal Täglich gereinigt werden, um die fettige Schicht mitsamt den festklebenden Bakterien zu entfernen. Gesichtsmasken können eine große Hilfe sein, da sie die Fettigkeit und überschüssigen Talg binden, was der Haut Entlastung verschafft.

Porenreiniger können bei diesem Hauttyp ein- bis zweimal in der Woche genutzt werden, da keine große Gefahr besteht, dass die Haut spröde wird und austrocknet.

spröde, trockene Haut

Das Gegenteil der fettigen Haut, wobei auch hier vor allem das Kinn und die T-Zone betroffen sind. An den Wangen oder unter dem Haaransatz muss sich die trockene Haut nicht unbedingt erkenntlich zeigen. Speziell der deutsche Winter, mit seinen eisigen Temperaturen, wird für trockene Haut zur weiteren Belastung. Die klassischen Merkmale sind:

  • Schuppen und Risse
  • matter, glanzfreier Teint, häufig frühzeitige Bildung von Falten
  • reagiert schlecht auf Sonnenlicht
  • besonders anfällig für Irritationen und Rötungen, ausgelöst durch zu trockene Hautstellen

Menschen mit diesem Hauttyp müssen sich bei der Pflege viel Zeit nehmen. Natürliche, feuchtigkeitsspendende und nachfettende Cremes sollten immer im Badezimmer vorhanden sein. Die Verwendung einer Creme für die Nacht ist ebenfalls anzuraten.

Die Haut sollte täglich gewaschen werden, idealerweise unter kaltem Wasser, um sie nicht weiter auszutrocknen. Lange und intensive Sonnenbäder sowie Besuche im Solarium gilt es zu vermeiden.

Ein Porenreiniger sollte von Menschen mit spröder und trockener Haut nur aller zwei Wochen genutzt werden, da die hohe Sogwirkung die Haut verletzen und sie generell weiter austrocknen könnte.

Es ist durchaus denkbar, dass Sie nicht nur einen Hauttyp besitzen, sondern dieser je nach Gesichtsfläche variiert. So haben einige Menschen beispielsweise einen normalen Hauttyp auf den Wangen, dafür aber einen trockenen oder empfindlichen Hauttyp an der T-Zone.

Ebenfalls ist denkbar, dass sich beispielsweise empfindliche Haut mit fettiger Haut vermischt, was die Wahl passender kosmetischer Produkte weiter erschwert.

Ein durchdachtes Pflegeprogramm wählen, was die Haut konsequent unterstützt

Personen mit normaler Haut können relativ frei ihre eigenen kosmetischen Produkte und Hilfsmittel wählen. Bei der Verwendung von einem elektrischen Porenreiniger müssen sich diese ebenfalls nicht unnötig einschränken.

Alle anderen drei Hauttypen haben es da schon merklich schwerer, denn bei der Wahl der Produkte muss genau hingeschaut werden. Es lässt sich kaum vermeiden, dass hin und wieder Fehlkäufe stattfinden, weil die Haut doch nicht wie erwartet auf das Produkt reagiert.

Deshalb sollten Sie gründlich nach verträglichen, guten Lösungen suchen und diese dann am besten in ein Pflegekonzept integrieren, was Sie über längere Zeit beibehalten.

Bei allen drei Hauttypen abseits der normalen Haut ist dieses Vorgehen sinnvoll, da sich die Haut so an die Pflege gewöhnt und sich nicht immer wieder neu ausrichten muss. Sporadische Experimente, beispielsweise mit Produktproben, sollten eher vermieden werden. Die kurzfristige Umstellung für ein bis zwei Anwendungen bekommt der Haut meist nicht gut, selbst wenn die Produkte eigentlich eine hohe Qualität aufweisen.

Achtung: Bei ernsthaften Hauterkrankungen wie starker Akne, Schuppenflechte oder Neurodermitis sollten Sie elektrische Porenreiniger gar nicht verwenden. In diesem Fall ist zudem jede Art der Eigenbehandlung im Vorfeld mit dem behandelnden Dermatologen zu besprechen, da mitunter ernsthafte Schäden an der Haut verursacht werden könnten.

Die Verwendung eines elektrischen Porenreiniger und Mitesser-Saugers empfiehlt sich für alle Hauttypen, für solche mit fettiger und empfindlicher Haut sogar noch mehr.

Durch das Absaugen des Talgs wird die Haut maßgeblich entlastet, Irritationen und Entzündungen werden unwahrscheinlicher, die Poren zudem mitunter kleiner. Bei trockener Haut müssen Sie individuell sehen, wie Ihre Haut darauf reagiert.

Bei trockener und empfindlicher Haut sollten Sie die Geräte mit einer möglichst niedrigen Intensität betreiben. Hingegen ist bei fettiger Haut eher eine höhere Intensität zu empfehlen.

Um Ihnen die Wahl des passenden Gerätes zu erleichtern, haben wir für Sie einen umfassenden Test der am Markt gängigen Produkte vollzogen. Die unserer Ansicht nach sechs besten Porenreiniger/Mitesser-Sauger finden Sie in eben diesem Test, natürlich mitsamt aller Vor- und Nachteile sowie einem abschließenden Fazit!

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