CBD und Krebs – ob und wie Cannabidiol gegen die fürchterliche Krankheit hilft

CBD und Krebs

Die "Geißel der Menschheit" - so wird Krebs häufig bezeichnet. Ein Umstand, der sich aus der Schwere und Unheilbarkeit der Erkrankung ergibt, die allein wöchentlich unzählige Todesopfer rund um den Globus einfordert. Neben der Schwere ist es zudem die Plötzlichkeit, mit der der Krebs zuschlägt und uns Liebgewonnene, Kollegen, Freunde und Familie nimmt. Der Name der Erkrankung leitet sich vom Tier ab: Sie verbreitet sich kriechend, wie ein Krebs, im Körper und bleibt oftmals für lange Zeit unentdeckt - bis es zu spät ist und sie zuschnappt.

Was kann Cannabidiol gegen Krebs machen, falls überhaupt etwas? Wir haben uns die aktuellen Ergebnisse angeschaut, um einen Konsens zu finden. Schwierig macht das unter anderem der Umstand, dass es viele verschiedene Krebserkrankungen gibt und vor allem Langzeitstudien beim CBD fehlen. Dennoch sind einige Ergebnisse vielversprechend, wenn auch oftmals allein zur Behandlung von Nebenwirkungen, nicht aber zur Heilung der Zellerkrankung.

Krankheitsbild Krebs: Was steckt dahinter?

Es gibt viele verschiedene Formen von Krebs. Genau genommen haben wir sogar alle einen Vorläufer von Krebs im eigenen Organismus. Es handelt sich dabei um mutierte Zellen, die sich im Verlauf in bösartiges Gewebe verwandeln können. Differenziert wird generell zwischen bösartigem und gutartigem Krebs. Eine Form von Krebs, wenn auch eine harmlose, ist zum Beispiel ein Muttermal. Zwar handelt es sich hierbei um mutiertes Gewebe, es werden aber keine Metastasen gestreut. Zudem bricht der Krebs bei den meisten Muttermalen nicht aktiv aus, falls doch die Gefahr besteht, werden diese vorsorglich durch einen Dermatologen entfernt.

Wir empfehlen immer, dass Sie sich regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen unterziehen. So empfiehlt sich beispielsweise eine Darmspiegelung, um frühzeitig Darmkrebs ausfindig zu machen. Noch einfacher ist ein Besuch beim Dermatologen gepaart mit einem Hautcheck. Bei diesem untersucht selbiger die Leberflecke und Muttermale und entfernt solche, die Unebenheiten und negatives Potential aufzeigen, damit sich aus diesen gar kein Krebs entwickeln kann.

Besonders verbreitet ist in Deutschland der Prostatakrebs, der natürlich nur Männer betrifft. Darmkrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs folgen darauf, bei Frauen dominiert der Brustkrebs. Darmkrebs nimmt jeweils den zweiten Platz ein. Mittlerweile ist Krebs, so Schätzungen vom Robert-Koch-Institut, die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Positiv ist immerhin, dass heutzutage weniger Menschen als noch 1980 daran versterben.

Klassische Therapie von Krebs

Wie Krebs therapiert wird, hängt maßgeblich von der Art des Krebses ab. Es gibt unzählige verschiedene Formen, darunter beispielsweise:

  • die bereits erwähnten Prostata-, Darm-, Lungen- und Brustkrebserkrankungen
  • Eierstockkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Gehirntumore
  • Kehlkopfkrebs
  • Leberkrebs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Hautkrebs

Wie sich anhand dieser langen, aber längst nicht vollständigen Liste bereits zeigt, kann Krebs so ziemlich jeden Teil unseres Körpers befallen, eben da sich auch in nahezu jedem Teil die bereits mutierten Zellen befinden. Die traditionelle Behandlung kann vielen Menschen oftmals nur dann helfen, wenn der Krebs bereits in einem frühen Stadium entdeckt wird, bevor er Metastasen gebildet hat. Diese Metastasen sind einer der gefährlichsten Umstände vom Krebs, denn dadurch verteilen sich die Krebszellen im gesamten Körper und befallen nahezu alle Organe - den Krebs dann noch effektiv zu therapieren, ist nahezu unmöglich.

Bei lokal verändertem Gewebe, was keine Metastasen gebildet hat, ist die Operation die gängige Form der Behandlung, insbesondere wenn die jeweilige Partie des Körpers "verzichtbar" ist. So werden Frauen beispielsweise die Brüste abgenommen, Männern die Hoden. Auch an Organen und generell im Körper lassen sich befallene Partien operativ entfernen. Damit soll verhindert werden, dass sich der Krebs weiter ausbreitet und in der Folge Metastasen bildet. Teilweise wird der Eingriff noch mit einer Strahlentherapie kombiniert. Die Strahlentherapie soll, je nachdem wann sie erfolgt, entweder eine Verkleinerung des Tumors zur Folge haben oder weitere Krebszellen im umliegenden Gewebe vernichten, welche nicht operativ entfernt worden.

Die dritte traditionelle Behandlungsmöglichkeit sieht die hinlänglich bekannte Chemotherapie vor. Bei dieser werden Giftstoffe in hohen Mengen in den Körper gepumpt, welche die Zellen vernichten - gesunde wie auch angegriffene. Die Chemotherapie ist daher oft das letzte Mittel, da sie eine unglaublich große körperliche Belastung darstellt und selbst dann kein hundertprozentiges Ergebnis gewährleistet werden kann. Nicht selten erfolgen zudem mehrere Runden einer Chemotherapie, falls der Krebs wiedergekehrt ist - in diesem Fall verschlechtern sich die Chancen auf Heilung kontinuierlich.

Bei all diesen Therapieformen spricht man im Fachjargon von einer "kurativen Therapie". Ihr Ziel ist es demnach den Krebs zu bekämpfen. Das Gegenstück dazu ist die "palliative Therapie". Sie wird eingesetzt, wenn der Krebs so weit fortgeschritten ist, dass er sich nicht mehr heilen lässt. Den Betroffenen soll für die restliche Zeit dann noch eine möglichst hohe Lebensqualität gewährt werden, beispielsweise durch die Linderung von Schmerzen und andere Beschwerden durch Medikamente.

Cannabidiol erlangt vor allem in der palliativen Therapie eine Bedeutung. Es gibt zwar unter Wissenschaftlern die Vermutung, dass CBD mitunter einen positiven Effekt auf die Krebserkrankung selbst haben könnte, dieser Umstand ist aber nicht annähernd belegt. Weiterhin sind sich alle seriösen Wissenschaftler und Mediziner einig, dass Cannabidiol unter keinen Umständen eine konventionelle Therapie ersetzt. Die eben genannten traditionellen Lösungen sind so oder so notwendig und die einzige, annähernd effektive Waffe im Kampf gegen den Krebs.

Wie interagiert die Wirkung vom CBD mit Krebs?

Die Studienlage zeigt mittlerweile deutlich, dass der Mensch (ebenso wie Wirbeltiere) ein Endocannabinoid-System mit CB1 und CB2 Rezeptoren besitzt. Die CB1 Rezeptoren befinden sich vor allem im zentralen Nervensystem, die CB2 Rezeptoren hingegen im Immunsystem. Das Cannabidiol, als ein Cannabinoid, interagiert in direkter Art und Weise mit diesen, wodurch unterschiedliche Effekte im Körper ausgelöst werden können. Diese sind es schließlich, welche in der Forschung der Wirkung von Cannabidiol bei Krebs eine besondere Bedeutung erlangen.

Wie interagiert die Wirkung vom CBD mit Krebs

Zwar fanden schon in den 1950er-Jahren Untersuchungen statt, die einen möglichen Zelltod durch Cannabis belegen sollten, diese sind aber bis heute nicht abgeschlossen und zeigen kein eindeutiges Bild. Selbiges gilt für weitere Forschungen, bei denen eine Behandlung von isolierten Krebszellen mit THC erfolgt. Teilweise zeigen sie zwar gute Ergebnisse, es ergibt sich aber kein repräsentatives Bild, zugleich weisen Kritiker immer wieder auf wissenschaftliche Fehler hin, die im Zuge einiger Studien begangen worden. CBD ist ebenso wie THC ein Cannabinoid und besitzt folglich gleichermaßen die Wirkung Rezeptoren zu aktivieren. Es ist daher absolut denkbar, dass CBD als nicht berauschende Alternative ähnlich zum THC reagiert und beispielsweise Ceramid aus Zellen zieht, um für deren Zelltod zu sorgen - was bei den von Krebs befallenen Zellen ein wünschenswerter Umstand wäre.

Bekannt wurde der Kanadier "Rick Simpson", der ein sehr hoch dosiertes THC-Öl zur eigenständigen Behandlung seiner Krebserkrankung mischte und das im Film "Run from the cure" dokumentierte. In Folge prägte er für hochdosierte Produkte den Namen "Rick Simpson Öle", wobei diese in Deutschland nicht legal zu erwerben sind und außerdem eine berauschende Wirkung entfalten würden.

Wissenschaftlich bewiesen ist hingegen, dass die Hanfpflanze positive Effekte in der Behandlung von Nebenwirkungen zeigt. Nicht grundlos wurde beispielsweise erst im Jahr 2018 in vielen weiteren US-Bundesstaaten das "Medical Marihuana" legalisiert. CBD ist, da es nicht high macht, sowieso legal verkäuflich und war es auch in den USA seit jeher. Interessant ist die Wechselwirkung zwischen Nebenwirkungen vom Krebs und Krebstherapien sowie dem Cannabidiol vor allem mit Hinblick auf diese Begleiterscheinungen:

  • allgemeines Unwohlsein
  • Schmerzen
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Angstzustände

Bei allen vier hat sich CBD bereits als eine gute, natürliche Hilfe erwiesen. Speziell durch die Chemotherapie können erhebliche Nebenwirkungen auftreten, die längst nicht mit einem allgemeinen Unwohlsein vergleichbar sind. Betroffene suchen daher intensiv nach Hilfe, um diese schreckliche Phase ihres Lebens zu überstehen. Da CBD in jedem Fall, nach aktuellem Wissensstand, keine negativen Effekte erzielen kann, wird eine symptombezogene Behandlung sogar von Medizinern im Regelfall willkommen geheißen. Die positiven Effekte in der Behandlung von Tumoren gelten als belegt, weshalb sich auch die Wissenschaft immer stärker der generellen Behandlung von Krebs mit einer möglichen Chance auf Heilung widmet.

Hinsichtlich der Dosierung sollten Sie Rücksprache mit Ihrem Arzt halten. Generell wird bei schweren Erkrankungen wie Krebs und entsprechend starken Symptomen aber mit einer höheren Dosierung ab 10% CBD gearbeitet, welches zudem auch häufiger eingenommen wird. Dennoch ist es empfehlenswert, bei der Dosierung etwas zu experimentieren, denn teilweise schlägt Cannabidiol in geringeren Dosen bei einigen Menschen sogar besser als in höheren Konzentrationen an.

Die Studien sind in diesem Zusammenhang sehr vielfältig, zudem kommen immer wieder neue Untersuchungen hinzu. So wurde beispielsweise erforscht, dass beim Brustkrebs sehr positive Effekte möglich sind, auch eine lokale Anwendung könnte unter Umständen das Wachstum von Krebszellen unterbinden. Verkleinerungen der Zellen wurden ebenfalls schon beobachtet.

Die Wissenschaft ist also intensiv damit beschäftigt, sich die positiven Effekte vom Cannabidiol gegen Krebs zu Nutze zu machen. Es ist aber noch ein langer, sehr steiniger Weg, bis sich tatsächlich reproduzierbare und verlässliche Ergebnisse vorweisen lassen - zumal der Krebs so vielfältig ist, dass selbst positive Resultate kein Allerheilmittel darstellen. Damit bleibt CBD heutzutage vor allem für Menschen interessant, die die Nebenwirkungen von Krebs und einer Chemotherapie alternativ behandeln möchten. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt ist hierbei unerlässlich, wobei sich Betroffene sowieso in kontinuierlicher medizinischer Betreuung befinden, diese also kein Hindernis darstellen sollte.

Wenn Sie Betroffene kennen, die unter Krebs oder einer Chemotherapie leiden oder sich selbst Linderung verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen einen Blick auf unsere besten CBD Öle/Produkte, die wir in unserem Test miteinander verglichen haben. Bei allen handelt es sich um hochreine Produkte aus kontrolliertem Anbau, die alle Cannabinoide und Terpene enthalten.

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