CBD und Osteoporose – wie kann Cannabidiol unsere Knochen stärken?

CBD und Osteoporose

Osteoporose - im Alltag nur selten beachtet, handelt es sich hierbei doch um eine ernste sowie weit verbreitete Erkrankung. Die Internationale Osteoporose Foundation gibt an, dass allein in den Industrieländern rund 75 Millionen an den porösen Knochen leiden, weltweit trifft es sogar über 200 Millionen Frauen. Diese Zahl verdient Beachtung, weil Frauen nachweislich eher zu Osteoporose als Männer neigen. Heimtückisch hingegen ist die Erkrankung deshalb, weil sich im Frühstadium so gut wie keine Symptome zeigen. Betroffene bemerken sie daher meist erst dann, wenn sie sich schon weiterentwickelt hat.

Cannabidiol rückt in der Behandlung der Osteoporose deshalb in den Fokus, weil die Wechselwirkung zum menschlichen Endocannabinoid-System belegt ist. Ebenso weiß die Wissenschaft mittlerweile, dass sich einige der Rezeptoren von eben diesem System auch in den Knochen beziehungsweise der Knochenstruktur wiederfinden lassen. Es liegt also nicht so fern, dass CBD gerade deshalb eine Wirkung bei Osteoporose entwickeln kann. Wir haben diese Vermutung für Sie näher untersucht und möchten Ihnen nachfolgend gern unsere Ergebnisse dazu präsentieren.

Erklärung und Symptome der Osteoporose

Eben weil die Erkrankung in der Allgemeinheit eher ein Schattendasein fristet und oftmals erst im Alter mehr Beachtung erlangt, wissen viele Menschen gar nicht genau, was die Osteoporose eigentlich ist und zu welchen Symptomen sie führt. Frei übersetzt bedeutet das etwas umständliche Wort so viel wie "poröse Knochen", was das eigentliche Problem quasi schon ganz gut beschreibt. Da sich Gewebe und Knochenmasse verlieren, werden die Knochen brüchiger und porös. Die schlechte Gesundheit der Knochen, eben aufgrund deren reduzierter Dichte, kann dann allerlei negative Folgen mit sich bringen. Vor allem mechanische Außeneinwirkungen, wie beispielsweise bei Stürzen oder Zusammenstößen, können bei Menschen mit Osteoporose schnell zu Knochenbrüchen und verwandten Schäden führen.

Außerdem kann sich ein schleichender Prozess vollziehen, bei dem sich die Knochen aufgrund ihrer reduzierten Dichte Schritt für Schritt umformen, genauer gesagt deformieren. Dadurch wiederum werden beispielsweise das allgemeine Wohlbefinden aber auch der aufrechte Gang oder die physischen Kapazitäten maßgeblich beeinflusst. Entwickelt sich zugleich noch eine Deformität der Wirbelsäule, sind Betroffene im schlimmsten Fall dauerhaft auf eine Gehhilfe oder gar auf einen Rollstuhl angewiesen.

An Symptomen fehlt es indes vor allem in den frühesten Stadien der Erkrankung. Kommt es hingegen erst einmal zu einer Schwächung der Knochen, zeigen sich die Symptome umso deutlicher, so beispielsweise durch:

  • unerwartet schnelle Knochenbrüche
  • Verlust der Körpergröße
  • kontinuierliche Rückenschmerzen
  • eine gebückte, buckelige Körperhaltung mit unebenem Gang

Vor allem Frauen sind häufig betroffen, sie neigen innerhalb der ersten Jahre nach der Menopause zu einem genetisch bedingten Verlust der Knochenmasse. Es gibt einige weitere Ursachen, welche konkret mit Osteoporose in Verbindung gebracht werden:

  • konstantes Untergewicht/Magersucht
  • Überaktivität der Nebenniere(n) oder Schilddrüse
  • tendenziell niedriger Hormonhaushalt
  • starkes Rauchen oder Trinken von (hochprozentigem) Alkohol
  • Nebenwirkungen von Nebenwirkungen mit Einfluss auf Hormone und/oder Knochen
  • längere Anwendung von Kortikosteroiden

Wie und warum zeigt sich bei Osteoporose womöglich eine positive CBD Wirkung?

Es handelt sich bei CBD nach wie vor um eine junge alternative Behandlungsform, bei der es vor allem an Langzeitstudien fehlt. Ebenso bewegen sich Studien generell in einem überschaubaren Rahmen, weshalb Sie eine Einnahme bei Osteoporose immer mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen sollten. Einige Ergebnisse aus solchen wissenschaftlichen Untersuchungen zeichnen aber ein positives Bild von der Wirkung des Cannabidiol bei Osteoporose.

CBD interagiert mit den CB1 und CB2 Rezeptoren, wovon sich Teile auch im Knochengewebe finden. Besondere Beachtung verdienen die CB2 Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, welche insbesondere in Osteoklasten und Osteoblasten exprimiert werden. Osteoklasten sind knochenresorbierende Zellen, während Osteoblasten für die Zellen Sorge tragen, die sich für die Knochenbildung verantwortlich zeigen. Damit entsteht folglich ein natürlicher Kreislauf, der im Fachjargon als "Knochenstoffwechsel" bezeichnet wird und für den menschlichen Organismus sowie Körper notwendig ist.

Aus medizinischer Sicht ist es ideal, wenn ein Gleichgewicht zwischen Osteoklasten und -blasten gehalten wird, da so ständig Knochengewebe resorbiert und neu nachgebildet wird, die Knochen also keine nachhaltige Schwächung erleiden. Sowohl bei der Osteoporose als auch im zunehmenden Alter entsteht zwangsläufig ein Ungleichgewicht, da mehr Knochen abgebaut als neu erzeugt wird.

Warum und wie zeigt CBD positive WIrkung

Die CB2 Rezeptoren sind es nun, welche unmittelbar mit dem Cannabidiol und weiteren Cannabinoiden in Vollspektrum-Produkten interagieren. Es besteht eine berechtigte Vermutung, dass diese Rezeptoren für ein verbessertes Gleichgewicht sorgen sollen, indem sie natürliche Schwächen ausgleichen. Genauer gesagt sollen sie folglich die Osteoblasten anregen, indem deren Aktivität und Anzahl vergrößert wird. Zeitgleich wird die Proliferation der Osteoklasten gehemmt, wodurch wiederum der Abbau von Knochensubstanz zurückgefahren wird. Insgesamt könnte damit eine Wirkung erzielt werden, bei der die endokortikalen Knochen stimuliert werden, während zugleich Knochenverluste nur noch gehemmt auftreten.

Die CB1 Rezeptoren spielen im Zuge dessen zwar eine untergeordnete Rolle, sind aber längst nicht bedeutungslos, wie eine Studie anregt. Werden diese durch das CBD aktiviert, ist eine Hemmung der Ausschüttung von Noradrenalin denkbar. Der chemische Wirkstoff wird vom Organismus automatisch produziert und steht unter anderem im Verdacht die Knochenbildung zu verzögern, wodurch es erneut zu einem Ungleichgewicht zwischen Bildung und Resorption kommen würde.

Welche Vorteile und Effekte hat Cannabidiol bei Osteoporose?

Eine Studie stellt fest, dass eine Behandlung der Osteoporose mit CBD-Ölen denkbar ist. Zu diesem Schluss kommen die Forscher vor allem aus zwei Gründen:

  • CBD könnte die Bindung an Antagonisten im System reduzieren und somit negative Effekte des natürlichen Endocannabinoid-Systems mindern
  • weiterhin könnten potentiell schädliche Enzyme wie FAAH gehemmt werden

Demnach schließen die Forscher mit dem Fazit, dass das Cannabidiol durchaus eine Überlegung wert sei, sowohl bei der Prävention als auch der Behandlung. Im Frühstadium erkannt, könnte es unter Umständen den Fortschritt der Osteoporose verlangsamen. Bei der Prävention wäre hilfreich, dass es durch die regelmäßige Einnahme gar nicht erst zu einem Ungleichgewicht kommt oder dieses schneller wieder ausgeglichen wird.

Erneut ist der Dreh- und Angelpunkt folglich der Umstand, dass dem Körper eine Möglichkeit gegeben werden muss, gleichmäßig neue Knochensubstanz zu produzieren, während alte Substanz absorbiert wird. Jegliche Wirkungen vom Cannabidiol in Verbindung mit Osteoporose sollen genau diesen Effekt unterstützen, da sich nur dadurch einerseits Osteoporose mitunter verhindern und zeitgleich hinsichtlich der Schwere und Symptome lindern lässt.

Erwähnenswerte Studien zu CBD und Osteoporose

Eine Untersuchung aus Frankreich beschäftigt sich speziell mit dem Endocannabinoid-System in den Knochen. Die französischen Forscher stellen fest, dass die Rezeptoren im Knochengewebe unter Umständen mit einer höheren Frequenz als im Gehirn vorzufinden sind. Außerdem interagiert das Endocannabinoid-System mit dem natürlichen Stoff Andamid, welcher wiederum durch CBD erfolgreich imitiert werden kann. Eine positive Wirkung auf die Knochengesundheit ist demnach denkbar.

Im Jahr 2015 erfolgten Tierversuche an Mäusen, deren Knochen nach einer regelmäßigen Verabreichung von CBD-Öl eine verbesserte Härte vorwiesen und folglich größeren Belastungen standhalten konnten. Weiterhin besteht die Vermutung, dass das CBD-Öl außerdem die Regeneration und damit Heilung von Frakturen beschleunigen könnte.

Während wir uns selbst von derartigen Tierversuchen distanzieren, finden diese in der Wissenschaft dennoch alltäglich statt. Um Ihnen möglichst umfassende sowie transparente Ergebnisse zu präsentieren, haben wir daher auch solche moralisch unter Umständen bedenklichen Studien wie die eben erwähnte an Mäusen und deren herbeigeführten Frakturen aufgelistet.

Eine andere Studie regt an, dass solche natürlichen Produkte wie CBD durchaus eine berechtigte Existenz unter den alternativen Behandlungsmethoden bei Osteoporose genießen. Insbesondere zur Prävention, aber auch zur Therapie und beim Beheben eines Ungleichgewichts, könnten diese alternativen Behandlungsmethoden mit CBD eine bessere Lösung darstellen, da die Einnahme hiervon als weitestgehend frei von Nebenwirkungen gilt.

Weitere positive Nebeneffekte vom Cannabidiol bei der Osteoporose

Über die rein wissenschaftliche und medizinische Betrachtung von Cannabidiol bei Osteoporose wurde umfassend berichtet. Es existieren aber noch einige positive Nebeneffekte, welche wir nicht gänzlich unerwähnt lassen möchten. So ist CBD bekannt dafür, dass es eine appetitanregende Wirkung entfalten kann. Da eine der häufigsten Ursachen von Osteoporose eine Unterernährung ist, könnte das Mittel folglich sekundär ebenfalls positive Effekte auslösen.

Weiterhin wird Cannabidiol wegen der schmerzlindernden Wirkung kontinuierlich in der Behandlung von Schmerzen eingesetzt. Eine Osteoporose kann, vor allem aufgrund der reduzierten Knochendichte, durchaus mit Schmerzen daherkommen. Weiterhin bestehen natürlich zu erwartende Schmerzen, wenn es aufgrund der Osteoporose zu unverhofften Knochenbrüchen und vergleichbaren Schäden am Knochen kam. In der Schmerzbehandlung könnte Cannabidiol daher ebenfalls sekundär Anwendung finden.

Bei beiden Einsatzgebieten bleiben die zuvor erwähnten positiven Umstände hinsichtlich der Knochenbildung und -resorption bestehen, es werden also womöglich einfach weitere, willkommene Nebeneffekte erzielt.

Dosierung von CBD, wenn eine Osteoporose vorliegt

Bitte sprechen Sie Ihr Vorhaben einer Einnahme von CBD immer mit Ihrem Arzt ab. Dieser kann Ihnen womöglich sogar Ratschläge bezüglich der Dosierung mit auf den Weg geben. Ansonsten sollten Sie vor allem als Einsteiger niemals die empfohlene Verzehrmenge des Herstellers überschreiten.

Jeder Mensch ist anders, weshalb sich keine pauschale, hundertprozentig verlässliche Aussage zur Dosierung von Cannabidiol treffen lässt. Eine allgemein gute Empfehlung sind immer 25 mg CBD pro Tag, bei Bedarf kann diese Dosierung in den Wochen danach noch langsam gesteigert werden. Pauschal raten wir außerdem zur Verwendung von einem Vollspektrum-CBD-Produkt, da in diesen alle wichtigen Cannabinoide enthalten sind und somit ein Entourage-Effekt möglich wird, bei dem die weiteren Cannabinoide die positive Wirkung des Cannabidiol noch weiter steigern.

Fazit: Osteoporose und CBD - die Studien sprechen sich für das Cannabinoid aus

Die Wissenschaft zeigt sich dem CBD in der Behandlung von Osteoporose etwas offener gegenüber eingestellt, was sicherlich auch an den vielen positiven Ergebnissen bei unterschiedlichen Studien liegt. Natürlich ist CBD kein Wundermittel, welches eine Osteoporose einfach so verschwinden lässt, es kann aber mittel- und langfristig womöglich zu einem verbesserten Gleichgewicht führen und damit den Fortschritt der Osteoporose verlangsamen oder sogar teilweise zurückfahren. Kurzfristig sind die schmerzhemmenden Eigenschaften ein positiver Nebeneffekt. Sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung sowie Linderung von Symptomen bleibt CBD daher eine ernstzunehmende, alternative Möglichkeit einer natürlichen Therapie von Osteoporose.

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    MedUni.com Redaktion

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