Wirkung von CBD bei MS – Multipler Sklerose

Wirkung von CBD bei MS

Ähnlich wie Krebs gehört MS (kurz für Multiple Sklerose) zu den schlimmsten Erkrankungen, an denen ein Mensch plötzlich und oft ohne Vorwarnung erkranken kann. Multiple Sklerose schreitet rasant voran und hat nahezu immer verheerende Folgen für die Lebensqualität und Selbständigkeit des Patienten. Cannabidiol steht auch deshalb im Fokus, weil bis heute weder eine exakte Ursache noch eine Heilung für MS bestehen, weshalb sich Betroffene in einer Sackgasse sehen, in der jede Hilfe willkommen ist.

Definition und Symptome bei MS

Im Fachjargon noch als "Encephalomyelitis disseminata" bezeichnet, handelt es sich bei MS um eine chronisch verlaufende Entzündung vom Nervensystem. In Folge dieser Entzündung kommt es zu so starken Schäden am zentralen Nervensystem, dass bestehende Nervenstrukturen irreparabel zerstört werden, was eine Reihe von Symptomen nach sich zieht. Besonders häufig treten verschiedene Gefühls- und Sehstörungen auf, auch dauerhafte Schmerzen und sogar vollständige Lähmungen sind denkbar.

MS tritt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr ein und erreicht Betroffene damit in zwei ihrer besten Jahrzehnte, was sowohl das Erwachsensein auch das Erlangen einer finanziellen und beruflichen Unabhängigkeit schwierig gestaltet. In Deutschland leiden offiziellen Angaben nach mehr als 200.000 Menschen an MS, wobei Frauen ungefähr doppelt so häufig betroffen sind, also insgesamt 2/3 ausmachen. Viele der Betroffenen sehen sich nicht mehr imstande einen vollständig selbstgewählten und eigenmächtig bestrittenen Alltag zu meistern - leider oftmals sogar schon in jungen Jahren.

Ebenfalls schwer wiegt für Betroffene, dass sich MS meist ohne konkrete Warnzeichen sofort rasant entwickelt. Es ist durchaus denkbar, dass zuvor ein absolutes Wohlbefinden besteht, welches schon einige Tage später komplett auf den Kopf gestellt wird. Patienten, bei denen die Erkrankung langsam beginnt, sind eher die Ausnahme. Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über häufige Symptome und deren Häufigkeit in Prozentangaben:

  • Gefühlsstörungen Beine – 30%
  • starke Müdigkeit – 20%
  • Störungen bei der Darmentleerung – 20%
  • Unsicherheiten beim Stehen und Gehen – 18%
  • einseitige Sehstörung – 16%
  • Gefühlsstörungen Arme – 10%

Weitere Symptome sind Lähmungen im Gesicht, Kraftlosigkeit an Armen und Beinen, Störungen beim Entleeren der Blase sowie Lähmungen einer Körperseite oder Sprachstörungen.

MS wird aufgrund der vielfältigen Symptome, die keinesfalls allesamt auftreten müssen, häufig auch als "die Krankheit mit den 1000 Gesichtern" bezeichnet. Die oben genannten Werte beziehen sich auf die Häufigkeit der Symptome am Anfang von MS. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Stapelung all dieser Symptome kommen. So weisen beispielsweise 90% aller Betroffenen langfristig Spastiken im Gang sowie Gefühlsstörungen und Kraftlosigkeit in den Beinen auf. Bei Männern kommt es in drei Viertel aller Fälle außerdem zu sexuellen Störungen.

Was sind die Ursachen für MS?

Bei MS spricht man auch von einer "Autoimmunerkrankung". Zwar lassen sich mögliche Ursachen noch nicht einwandfrei belegen, Experten gehen aber davon aus, dass MS aufgrund einer Fehlreaktion des Immunsystems entsteht. Abwehrzellen richten sich in Folge davon gegen körpereigene Strukturen, wodurch beispielsweise weiße Blutkörperchen das Nervengewebe angreifen. Es kommt anschließend zu Entzündungen, weshalb auch Nervensignale nicht mehr richtig weitergeleitet werden. Durch Entzündungsherde im zentralen Nervensystem werden viele Symptome erst ermöglicht und teilweise noch verstärkt.

Warum genau das Immunsystem nun zu dieser Fehlreaktion auslöst, ist auch den Experten bis heute nicht bekannt. Man vermutet einen ungünstigen Mix unzähliger verschiedener Ursachen und äußerer Einwirkungen, konkrete Beweise, die in der Wissenschaft anerkannt wären, fehlen aber gänzlich. Damit bleibt MS ein Stück weit ein Mysterium, welches ohne jegliche Vorwarnung das eigene Leben in seinen Bann bringen kann.

Die Wirkung von CBD bei Patienten mit MS

CBD Produkte für Patienten mit MS

CBD kann aller Voraussicht nach MS nicht therapieren, also nicht gänzlich verschwinden lassen. Es ist aber mitunter möglich, die Symptome von MS durch CBD zu mindern, womit vielen Betroffenen schon enorm geholfen wäre. Mehrere Eigenschaften vom CBD spielen im Zuge dessen eine entscheidende Rolle, darunter beispielsweise:

  • es ist entzündungshemmend
  • es wirkt schmerzlindernd
  • es interagiert direkt mit dem zentralen Nervensystem über da befindliche Rezeptoren

Entzündungsherde sind bei Patienten mit MS keine Seltenheit, sondern die Norm. Es ist unter Umständen möglich, dass die antientzündliche Wirkung positive Effekte auf eben solche Entzündungsherde hat, sie also lindert oder völlig verschwinden lassen. Medizinisch ist das aber nicht belegt. Denkbar ist außerdem ein Einsatz mit Hinblick auf chronische Schmerzen und Angstschübe, welche bei MS-Patienten in Verbindung mit Lähmungen oder dem Gefühlsverlust in den Extremitäten daherkommen können. Es ist nicht abwegig anzunehmen, dass das Cannabidiol Ängste reduziert und auftretende Schmerzen lindert, zugleich würde durch weniger extreme Schmerzen auch weniger Angst ausgelöst werden.

Einige Patienten mit MS berichten außerdem über positive Wirkungen bei den MS-Fatigue-Attacken. Durch eine Einnahme von Cannabidiol am Morgen lassen sich diese mitunter eindämmen, beim Ein- und Durchschlafen trotz Schmerzen und allgemeinem Unwohlsein ist eine Einnahme ebenso denkbar. Die entspannende Wirkung, die CBD bei vielen Menschen durch die Interaktion mit dem Endocannabinoid-System auslöst, könnte das generelle Wohlbefinden steigern.

Denkbar ist zudem eine konkrete Wechselwirkung zum sogenannten "Uhthoff-Phänomen". Hierbei handelt es sich um ein gestörtes Hitzeempfinden, was bei MS-Patienten aufgrund der gestörten Kommunikation der Nerven ebenfalls denkbar wäre und zugleich durch Entzündungen noch verstärkt wird. Einige Patienten mit MS scheinen CBD als angenehme Behandlung von diesem "Uhthoff-Phänomen" zu empfinden. Zwar wird die Körpertemperatur durch das Cannabidiol natürlich nicht reduziert, jedoch ist das erhöhte und übersensible Temperaturen mit CBD mitunter besser zu ertragen.

Die Behandlung der unterschiedlichen Symptome steht folglich definitiv im Fokus. Erneut ist darauf hinzuweisen, dass MS gern als "Die Krankheit mit den 1000 Gesichtern" bezeichnet wird. Die schiere Vielfalt der Symptome macht eine eigenmächtige Behandlung mit CBD daher sehr individuell. So könnte Cannabidiol mitunter bei Person A bei einigen Symptomen helfen, die Person B gar nicht hat, obwohl beide Personen an MS leiden. Dadurch ergibt sich zugleich die Möglichkeit, das CBD nach vorheriger Absprache mit dem Arzt einfach einmal experimentell einzusetzen. Die kaum existenten Nebenwirkungen und Wechselwirkungen ermöglichen diese Option überhaupt erst.

Studienlage zur Interaktion zwischen CBD und MS

Die Studienlage ist mit Bezug auf MS relativ vielseitig. Es existieren beispielsweise Untersuchungen, bei denen die Wirksamkeit von CBD Sprays in Verbindung mit neuropathischen Schmerzen untersucht wurde. Diese Studie kam durch einen Doppelblindtest mit Placebos zu dem Ergebnis, dass viele der Betroffenen, die CBD erhielten, fortan weniger starke Schmerzen hatten. Eine ähnliche Studie wurde auch noch mit Hinblick auf die Kombination aus Schmerzen und Spastiken durchgeführt.

Mit Hinblick auf langfristige Effekte und die Prävention wurde CBD ebenfalls untersucht. Forscher vermuten, dass das Cannabidiol langfristig positive Effekte auslösen könnte, insbesondere mit Hinblick auf die entzündlichen Reaktionen und Entzündungsherde. Ebenso ist aber generell hinsichtlich der Studienlage festzuhalten, dass die Forschungen, wie so häufig beim CBD, noch in den Kinderschuhen stecken. Insbesondere tatsächlich über einen längeren Zeitraum durchgeführte, größer angelegte Studien sind aktuell noch Mangelware.

Immer mehr Regionalzeitungen und Magazine greifen das Thema ebenfalls auf. Hier wird auch die künftige Einstufung von CBD angesprochen. Der Behandlung von MS durch CBD widmet sich übrigens das im englischsprachigen Raum relativ bekannte Buch "Cannabis Saved My Life" von Elizabeth Limbach. Sie ist selbst an MS erkrankt, hat ihre eigenen Symptome seither aber wunderbar durch Cannabidiol reduzieren und wieder ihre volle Bewegungsfreiheit zurückerlangen können.

Bei einer zweifelsfrei belegten Wirkung ist denkbar, dass das CBD Öl eine Einstufung als Arzneimittel erhält und fortan nicht mehr als Nahrungsergänzungsmittel geführt werden darf. Bei den stetig wachsenden Forschungsergebnissen geht es folglich auch darum, wie das CBD mitsamt all seinen Darreichungen künftig durch den Gesetzgeber beurteilt wird.

Zur Dosierung und den Nebenwirkungen

Die Dosierung sollten Sie immer mit Ihrem Arzt absprechen, welcher generell im Vorfeld über die geplante Einnahme von CBD informiert gehört. Außerdem sollten Sie bedenken, dass das CBD vor allem von Anfängern nicht über die empfohlene Dosis des Herstellers pro Tag hinaus eingenommen werden sollte. Wir empfehlen immer, dass Sie lieber mit einer geringeren Dosis beginnen und diese über mehrere Wochen, sofern ein Bedarf besteht, weiter steigern. Halten Sie außerdem Rücksprache mit Ihrem Arzt, ob es zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen kann, die konkret wegen dem MS verschrieben und eingenommen werden.

Nebenwirkungen halten sich beim CBD in Grenzen. Erwartungsgemäß ist beispielsweise mit Müdigkeit, einem trockenen Mund oder einem niedrigeren Blutdruck zu rechnen. Bei starken Nebenwirkungen oder einem generellen Unwohlsein sollten Sie die Einnahme sofort beenden.

Fazit: Vielversprechende Symptombehandlung durch Cannabidiol bei MS-Patienten

Die Studienlage ist wie erwartet relativ dünn, dennoch existieren durchaus vielseitige Ergebnisse aus der Forschung, die eine Symptombehandlung durch CBD bei MS-Patienten unterstützen. "Symptombehandlung" bedeutet in diesem Fall genau das, was der Begriff schon vermuten lässt: MS wird durch CBD nicht verschwinden und kann auch nicht dauerhaft behandelt werden. Es besteht aber mitunter die Möglichkeit, dass sich Auftreten und Intensität der Symptome maßgeblich durch das Cannabidiol reduzieren lassen. So existiert die Krankheit bei Betroffenen zwar weiter, auch bleiben Spätfolgen weiterhin wahrscheinlich, zumindest können diese aber ein großes Stück ihrer Lebensqualität und Selbständigkeit zurückerlangen.

Für alle Interessierte, MS-Betroffene oder Angehörige, die mehr über CBD erfahren und sich solch ein CBD-Öl/Produkt bestellen möchten, haben wir die unserer Meinung nach 6 besten CBD Öle auf dem Markt zusammengetragen und in einem großen Test und Vergleich gegenübergestellt. Alle von uns gelisteten Produkte zeichnen sich durch eine hochreine, GMO-freie und Vollspektrum-Qualität aus. Diese exzellenten qualitativen Standards der Hersteller und ihrer Produkte erhöhen die Chance maßgeblich, dass das CBD Produkt eine positive Wirkung erzielt und MS-Betroffenen so mitunter ein dauerhafter, geschätzter Begleiter wird.

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