CBD bei Hauterkrankungen: Natürliche Hilfe bei Akne, Mitessern und Co.?

CBD bei Hauterkrankungen

Unreine Haut zeigt sich in Form einer Akne (Acne vulgaris), Komedonen (Mitessern) oder einfach anhand einer fettigen, glänzenden Schicht mit verstopften Poren, Rötungen und Irritationen. Medizinisch weitestgehend unbedenklich, nagt sie doch am eigenen Selbstbewusstsein und wird für viele Menschen deshalb zur täglichen Belastung. Make-Up kann zwar das Erscheinungsbild der Haut verbessern, langfristig wird sich diese aber durch die kosmetischen Produkte zum Abdecken wohl noch verschlechtern.

Therapien gibt es genügend, auch wenn nicht alle gleichermaßen anschlagen. An der Speerspitze stehen immer die Pflege und Reinigung der Haut, vor allem bei Menschen mit empfindlicher, fettiger oder trockener Haut. Cremes, Masken und Peelings unterstützen die einzelnen Hautschichten bei der Arbeit, die Reinigung entfernt Schmutz, Bakterien, Talg und Rückstände des Make-Ups. Werden Pickel, Mitesser und Co. dennoch zur Qual, müssen weitere Schritte ergriffen werden - der Einsatz von Cannabidiol könnte einer davon sein.

Akne ist keine reine Pubertätserscheinung

Es gibt unterschiedliche Formen und Ausprägungen der Akne. Die "gewöhnliche" Akne ist die, die in der Pubertät etwa 80 bis 90% aller Menschen ereilt und ungefähr zwischen dem 20. bis 25. Lebensjahr wieder verfliegt. Das bedeutet aber nicht, dass fortan gar keine Unreinheiten mehr auftreten. Sporadische Pickel und einige Mitesser sind zwar ärgerlich, aber völlig normal. Erst wenn es regelmäßig zu mehreren Entzündungen mit Eiterbildung kommt, spricht man von einer ausgeprägten Akne. Unterschieden wird unter anderem in diese Formen:

  • Acne tarda – Erwachsenenakne bei Menschen >25 Jahre
  • Acne medicamentosa – Akne, die als Nebenwirkung von Medikamenten hervorgerufen wird
  • Acne inversa – tritt nicht im Gesicht, sondern an den Achseln und der Leiste auf
  • Acne infantum – kommt nur bei Säuglingen vor

Ursachen für Hauterkrankungen

Die Ursachen sind genauso vielfältig wie die Ausprägungen. Eine zentrale Rolle spielt die hormonelle Beschaffenheit, weshalb die meisten Menschen während ihrer Pubertät auch eine Form der Akne durchlaufen. Die Hormone könnten beispielsweise die Talgproduktion verstärken, was zwangsweise zu Unreinheiten führt, da der überschüssige Talg die Poren verstopft, Bakterien bindet und später Entzündungen hervorruft. Die Ursachen sind folglich ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren, welche in direkter Art und Weise miteinander interagieren. Wird zu viel Talg produziert, kommt es zu Verhornungen, außerdem "kleben" Bakterien eher am Gesicht fest und graben sich da unter die Haut. Genauso könnte eine mangelnde Hygiene aber zu erhöhtem Bakterienbefall führen, ebenso ist eine Verhornung bei mäßiger Talgproduktion möglich, wenn die Haut zum Beispiel stark schuppt.

Treten lediglich hier und da Mitesser auf und kommt es ab und an zu Pickeln, spricht man von einer "Acne comedonica", wobei die Pickel bei dieser schon eine Ausnahme sind. Treten sie vermehrt auf, teilweise auch in Form von tiefersitzenden Knoten, sprechen Mediziner von einer "Acne papulopustulosa". Die schwerste Form der Akne trägt den Namen "Acne conglobata" und ist vor allem bei Männern vorzufinden. Es bilden sich große Entzündungsherde mit viel Eiter, die Knoten sind groß und sitzen tief, während sie außerdem zahlreich vorhanden sind. Meistens bleiben selbst nach der Behandlung oder nach dem Abheilen noch Narben im Gesicht zurück.

Konventionelle Therapien gegen Hautunreinheiten und Akne

Die Liste der konventionellen Therapien ist lang, meist sind diese aber mittel- bis langfristig angelegt. Pickel werden innerhalb weniger Stunden nicht verschwinden, einige Tage werden sie ihren Träger oder ihre Trägerin daher leider schon begleiten. Es existieren aber einige Mittel, die aufgrund ihrer stark antientzündlichen Wirkung ein schnelles Abheilen ermöglichen, allen voran äußerlich angewandtes Cortison. Innerlich kann dieses ebenfalls genutzt werden, das jedoch nur bei der stärksten Form der Akne, da die möglichen Nebenwirkungen gegen den Nutzen abgewogen gehören.

Gänge Mittel gegen Akne sind unter anderem:

  • Retinoide
  • antibiotische Wirkstoffe
  • Benzoylperoxid
  • Alpha-Hydroxysäuren
  • Azelainsäure

Sie allesamt erledigen unterschiedliche Aufgaben und werden meist isoliert genutzt. Antibiotische Wirkstoffe wirken gegen Bakterien, können aber zu Resistenzen führen. Benzoylperoxid tut das nicht, tötet ebenfalls Bakterien ab und oxidiert, wodurch die Haut "frei gemacht" wird. Azelainsäure reduziert die Verhornung, während Alpha-Hydroxysäuren als natürliche Fruchtsäure die Poren öffnet und somit ein Abfließen des Talgs ermöglicht. Retinoide helfen der Haut alte Schuppen und Talg abzustoßen, um die Bildung von Mitessern zu unterbinden.

Alle konventionellen Therapien haben gemeinsam, dass sie nur langsam Erfolge erzielen. Selbst wenn Bakterien beispielsweise getötet werden, muss sich die Haut erst regenerieren, was mindestens vier Wochen in Anspruch nimmt. Außerdem führen sie im Regelfall dazu, dass Entzündungen in den unteren Hautschichten nach außen geholt werden - das Hautbild verschlechtert sich also erst einmal, bevor es besser wird. Weitere Nebenwirkungen sind vom jeweiligen Stoff abhängig.

Dermatologen raten immer wieder dazu, vor allem in der Pubertät, die Haut nicht zu überpflegen. Vor allem als Wundermittel angepriesene Anti-Pickel-Cremes und -Reinigungen können eine zusätzliche Belastung für die Haut darstellen und die natürliche Schutzbarriere vernichten, was sie nur noch anfälliger macht. Genauso könnten fettende Feuchtigkeitscremes dafür sorgen, dass Talg noch schlechter abläuft, was wiederum Mitesser und Entzündungen begünstigt. Die meisten Menschen benötigen laut Dermatologen sogar gar keine Feuchtigkeitscremes, außer bei besonders kaltem Wetter im Winter oder nach Sonnenbädern.

Welche Wirkung erzielt Cannabidiol bei Akne und anderen Unreinheiten?

Cannabidiol Creme bei Akne und anderen Unreinheiten

Wenn äußerliche CBD-Produkte zum Einsatz kommen, docken sich die enthaltenen Cannabinoide, in diesem Fall das CBD, an die jeweiligen Rezeptoren im Endocannabinoid-System der Haut. Durch die Aktivierung dieser, werden dann eine Reihe von positiven Effekten hervorgerufen, die insgesamt ein besseres Hautbild mit sich bringen könnten. Innerlich angewandt unterscheidet sich die Funktionsweise davon nicht, jedoch können Cremes lokal natürlich punktuell intensiver wirken, als wenn bei einer innerlichen Anwendung die Cannabinoide weiter in die Breite verteilt werden.

Untersuchungen zum Cannabidiol auf der Haut

Das Magazin "The Journal of Clinical Investigation" hat die Talgdrüsen im Gesicht speziell in Verbindung mit CBD untersucht. Heraus kamen positive Ergebnisse, denn laut den Forschern könnte CBD eine talgregulierende Wirkung haben, folglich also eine Überproduktion vom Talg verhindern. CBD wird deshalb als ein "Sebostatikum" mit hoher Wirksamkeit bezeichnet. Ebenfalls besitzt CBD eine entzündungshemmende Wirkung, was natürlich ebenfalls positiv zu bewerten ist, wie sich schon anhand der Bezeichnung erahnen lässt.

Die äußerlich angewandten Cannabidiol-Produkte werden als "Cannabis Topicals" bezeichnet. Im Regelfall sind das Cremes oder Pasten, die sich relativ gut im Gesicht oder auf anderen Hautstellen verteilen lassen. In den Körper werden sie dann, wie jede andere Creme auch, über die Poren und Zellen der Haut aufgenommen. Anders als beispielsweise CBD-Öle, wirken diese in erster Linie lokal. Ein entscheidender Umstand ist im Zuge dessen, dass das Cannabidiol die Lipidproduktion von den Hautzellen hemmt. Damit arbeitet der natürliche Wirkstoff vom Hanf nicht gegen die Physiologie der menschlichen Haut. Er trocknet sie nicht aus, wie beispielsweise Benzoylperoxid, sondern forciert stattdessen eine normale Fettproduktion.

Positive Ergebnisse wurden im medizinischen Fachmagazin für Dermatologen "Journal of the American Academy of Dermatology" im Zusammenhang mit der Schuppenflechte erwähnt. Die Wissenschaftler heben erneut die entzündungshemmenden Eigenschaften vom Cannabidiol hervor und geben an, dass das CBD eine ernsthafte Alternative bei Schuppenflechte, atopischer Dermatitis und allergischer Kontaktdermatitis werden könnte. In Untersuchungen bei Personen mit Juckreiz oder gar einer ausgeprägten Neurodermitis wurden ebenso positive Resultate erzielt, wobei in einer Beispieluntersuchung 40% Prozent über eine Verbesserung und 38% über ein vollständiges Verschwinden vom Juckreiz berichteten.

Differenzierung zwischen THC und CBD

Es ist mittlerweile sicherlich hinlänglich bekannt, dass das CBD selbst keine psychoaktive Wirkung hat, das THC hingegen schon. Speziell bei Hauterkrankungen ist außerdem wichtig zu wissen, dass das CBD noch einen ganz anderen entscheidenden Vorteil hat: Es wirkt nicht fettend, THC hingegen schon. Forscher haben herausgefunden, dass der Konsum von THC die Haut fettiger werden lassen kann, also im schlimmsten Fall Hautkrankheiten sogar noch verschlimmert. Außerdem sind im Rauch, der bei einem Joint zwangsweise inhaliert wird, viele Giftstoffe enthalten, die die Regeneration der Haut hemmen und die Durchblutung stören. All diese negativen Effekte vom THC spielen bei den CBD Produkten keine Rolle.

Wer CBD gegen Hautkrankheiten und Unreinheiten ausprobieren möchte, sollte auf den Einsatz von Liquids für E-Zigaretten verzichten. Es empfehlen sich die lokal anwendbaren "Topicals" oder eine innere Anwendung über Tropfen. Letztere sind hochrein und benötigen keine zusätzlichen Zusatzstoffe, wie das beispielsweise bei Kapseln in Form der Hülle erforderlich ist. Die Omega-Fette und Vitamine vom Hanföl als Träger sind außerdem wünschenswert und werden lediglich über das CBD Öl geliefert.

CBD erweist sich gegen Hautkrankheiten als besonders gut

Während sich bei vielen Erkrankungen die Geister am Cannabidiol noch scheiden, zeigen die Untersuchungen mit Hinblick auf diverse Hautkrankheiten ein eindeutiges, sehr positives Bild. CBD setzt bei der Behandlung nicht an den Symptomen, sondern stattdessen an der Wurzel an, bekämpft also die Ursachen, ist im Gegenzug aber sehr arm an Nebenwirkungen. Vor allem da konventionelle Wirkstoffe viele Nebenwirkungen und meist eine anfängliche, starke Verschlechterung mit sich bringen, wird CBD eine ernsthafte Alternative. Der regulierende Effekt auf den Fetthaushalt, gepaart mit der anti-entzündlichen Wirkung, ist maßgeblich dafür verantwortlich.

Positiv ist weiterhin, dass sich das CBD sowohl innerlich als auch äußerlich anwenden lässt. Wir haben in unserem Test 6 absolute Top-CBD-Produkte recherchiert und zusammengetragen. Die Öle und Pasten eignen sich vor allem für die innerliche Anwendung, speziell Öle könnten aber, ähnlich wie zum Beispiel Teebaumöl, auch äußerlich genutzt werden. Als Alternative gibt es Topicals als Cremes, die speziell für diesen Einsatz konzipiert worden.

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    MedUni.com Redaktion

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