Chronische Schmerzen – wie schlägt sich CBD in der Schmerzbekämpfung?

Chronische Schmerzen – wie schlägt sich CBD in der Schmerzbekämpfung

Sie kommen oftmals ganz unverhofft, entwickeln sich aber zum stetigen, unliebsamen Begleiter: Chronische Schmerzen können Menschen über eine längere Zeit begleiten und das Leben im schlimmsten Fall zur Qual werden lassen. Die Ursachen dahinter sind ganz verschieden, so könnten Entzündungen ebenso wie Nervenschmerzen oder Krämpfe die Schmerzen verursachen, teilweise lässt sich sogar gar keine konkrete Ursache feststellen oder der Körper hat sich so an das Schmerzempfinden gewöhnt, dass er es quasi kontinuierlich aussendet.

CBD hat sich speziell bei chronischen Schmerzen als eine gute Alternative zu konventionellen Schmerztherapien entwickelt, eine Anwendung ergänzend ist aber genauso denkbar. Wenn Sie unter chronischen Schmerzen leiden oder einen Freund, Kollegen oder Angehörigen haben, der sich mit diesen plagt, könnte der Griff zum CBD sowohl alternativ als auch ergänzend eine Option darstellen. Wir haben uns verschiedene chronische Schmerzzustände einmal näher angeschaut, um so zu ermitteln, wie sich das Cannabidiol bei diesen schlägt.

Warum kommt CBD überhaupt in Frage?

Immer dann, wenn synthetische Schmerzmittel gar nicht oder zumindest nicht ausreichend helfen, finden sich Betroffene schnell in einer verzweifelten Situation wider. Die Lebensqualität nimmt rapide ab, zudem gibt es keine diagnostischen Verfahren, mit denen sich der Ursprung vom Schmerz oder der Schmerzensgrad einwandfrei bestimmen lassen - deshalb müssen Betroffene den Arzt leiten und auf dessen umfassenden Wissensschatz sowie Erfahrung vertrauen. Dazu gesellt sich der Umstand, dass synthetische Schmerzmittel nie frei von Nebenwirkungen sind. Im Gegenteil sogar, denn die meisten davon haben eine lange Liste von Nebenwirkungen, die teilweise sogar zu Folgeschäden führen könnten.

Genau aus diesem Grund rücken alternative Behandlungsmethoden kontinuierlich stärker in den Fokus. Mittel wie Cannabidiol sind weitestgehend frei von Nebenwirkungen, assoziiert werden damit nur selten:

  • Schläfrigkeit und/oder Benommenheit
  • trockene Zunge/Mundraum
  • niedrigerer Blutdruck

Im Vergleich zu den möglichen Nebenwirkungen bei synthetischen Schmerzmitteln sind diese so geringfügig und harmlos, dass schnell klar wird, warum Cannabidiol für Schmerzpatienten besonders attraktiv erscheint.

Bei chronischen Schmerzen sollten Sie, selbst wenn Sie CBD schon einmal probiert haben und es Ihnen hilft, immer einen Arzt aufsuchen. Die Schmerzen sind mitunter ein Hinweis für eine ernstzunehmende Erkrankung, die behandelt gehört. Verläuft die Therapie erfolgreich, verfliegen im Zuge dessen oftmals auch komplett jegliche Schmerzen. Bis dahin heißt es aber, diese bestmöglich und verträglich zu lindern.

CBD bei Menstruationsbeschwerden

Bei einigen Frauen ist die Menstruation so schmerzhaft, dass der Griff zum Schmerzmittel nötig wird. Weil diese Menstruation auch nicht einfach verfliegt, bedarf es folglich einer Lösung, die jederzeit nach Bedarf und immer wieder verwendet werden kann. Harte, synthetische Schmerzmittel sind dafür nicht unbedingt geeignet, da vor allem von einer längeren Einnahme abzusehen ist - ein Problem, was sich bei allen chronischen Schmerzen wiederfinden lässt.

Menstruationsbeschwerden fallen unter die "inflammatorischen Schmerzen", welche in direkter Art und Weise mit beiden Rezeptoren (CB 1 und 2) im menschlichen Endocannabinoid-System interagieren. Eine Studie hat in diesem Zusammenhang ergeben, dass sich CBD vor allem bei solchen inflammatorischen Schmerzen sehr gut schlägt. Unterstützend ist in diesem Zusammenhang die analgetische Wirkung von Cannabidiol zu sehen. Das bedeutet, dass das natürliche Extrakt aus dem Hanf eine entspannende und gegenüber Entzündungen hemmende Wirkung entfaltet.

Aufgrund der Interaktion mit dem zentralen Nervensystem sind außerdem Effekte denkbar, die die empfundene Angst reduzieren, Muskeln und Geist entspannen sowie mögliche Stimmungsschwanken verpuffen lassen. Damit rückt CBD automatisch bei PMS-Beschwerden in den Fokus und findet bei vielen Frauen, die gegenüber dem Hanfextrakt offen eingestellt sind, besondere Beachtung.

Migräne und Kopfschmerzen

CBD bei Migräne und Kopfschmerzen

Bei sporadisch auftretenden, akuten Kopfschmerzen scheiden sich beim CBD die Geister. Nicht alle sind davon überzeugt, dass das Hanfextrakt bei akuten Schmerzen wie plötzlichen Kopfschmerzen, die aber keine vollwertige Migräne sind, wirklich einen Effekt zeigt. Studien untersuchen ebenso vorwiegend die chronischen Schmerzen und beispielsweise einen Effekt in der Migränetherapie.

Migräne sind nicht mit Kopfschmerzen vergleichbar, auch wenn "der Schädel bei beiden brummt". Nicht nur ist die Intensität bei Migräne höher, dazu gesellen sich noch weitere Symptome, wie beispielsweise eine sehr stark ausgeprägte Lichtempfindlichkeit, Übelkeit mit Erbrechen und Durchfall. Eine chronische Migräne wird für Betroffene zu einem schweren Laster, was diese kontinuierlich mit sich herumtragen, da sie spontan ausbrechen und teilweise sogar bis zu zwei Tage anhalten kann. Während dieser Zeit ist ein normales Leben nicht möglich, synthetische Schmerzmittel sind quasi immer das Mittel der Wahl, um in dieser Phase überhaupt noch etwas vom Leben zu haben.

Ebenso besteht bei einer intensiven Migräne die Gefahr, dass das Gehirn beschädigt wird, vor allem wenn diese chronisch über längere Zeit anhält. Dr. Ethan Russo war es, der erstmals einen Zusammenhang zwischen dem Endocannabinoid-System und Migräne herstellte. Er widmet sich in erster Linie den Nebenwirkungen, beispielsweise der Übelkeit, die durch Cannabidiol mitunter reduziert werden könnte. Weiterhin sind sich Wissenschaftler einig, dass ein reduzierter Serotoninspiegel einen zusätzlichen Auslöser für Migräne liefert, wobei dann die fördernden Eigenschaften des CBD auf eben diesen Serotoninwert an Bedeutung gewinnen.

Wer unter Migräne leidet, kann CBD also durchaus mindestens ergänzend ausprobieren. Bei akuten Kopfschmerzen sind die Ergebnisse jedoch sehr unterschiedlich, ob die schmerzlindernde Wirkung tatsächlich eintritt, ist daher von Person zu Person unterschiedlich - ein Experiment ist aber durchaus möglich. Falls es anschlägt, haben Sie eine weitere, natürliche Hilfe in der Hinterhand und könnten chemische Schmerztabletten mit all ihren Nebenwirkungen mitunter ab und an unangetastet im Schrank belassen.

In der Behandlung von Arthritis Symptomen

Behandlung von Arthritis Symptomen

Arthritis ist die am häufigsten vorzufindende Gelenkerkrankung, welche vorzugsweise im Alter auftritt, wobei spezielle rheumatoide Abwandlungen durchaus bereits in den 20er- oder 30er-Jahren des Lebens zum Vorschein kommen. Die Arthritis kennzeichnen plötzlich auftretende Entzündungsherde an den Gelenken, die sich über die Zeit noch verschlimmern könnten. Das Ergebnis ist eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit am Gelenk, Schwellungen und pochende Schmerzen sind ebenso denkbar. Aufgrund der Entzündung erstarrt das Gelenk, wobei die Flexibilität aufgrund der Schwellung noch weiter eingeschränkt wird.

Die klassische Therapie sieht eine medikamentöse Behandlung vor, beispielsweise über Präparate mit Cortison, die stark entzündungshemmend wirken. Cortison hat jedoch eine Reihe von Nachteilen und wird nicht von jedem Mensch vertragen, bei besonders schwerer Arthritis ist zudem mitunter eine Operation notwendig. CBD Präparate, wie zum Beispiel Öle, Kapseln oder Pasten, haben in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen gute Ergebnisse gezeigt. Da es sich unter anderem bei der rheumatoiden Arthritis um eine solche Erkrankung handelt, bei der das Immunsystem die eigenen Gelenke angreift, wodurch sich diese entzünden, liegt eine Cannabidiol-Therapie nicht fern.

Eine Studie speziell zu Autoimmunerkrankungen zeigte sehr gute Resultate, insbesondere bei rheumatoiden Zuständen. Da die Liste der Nebenwirkungen kürzer und viel weniger bedenklich als bei Cortison ist, könnte CBD unterstützend oder bei besonders leichten Formen angewandt werden. Bei einem stärkeren Verlauf ist aber in den meisten Fällen zwingend eine Stoßtherapie von Cortison mit ausschleichender Dosierung notwendig.

Weitere Erkrankungen, bei denen CBD besondere Aufmerksamkeit verdient

Die Liste von Erkrankungen, die mit chronischen Schmerzen daherkommen, ist durchaus lang und vielseitig. Vertreter wie:

  • jegliche Art von Entzündungen
  • Fibromyalgie
  • oder sogar Phantomschmerzen

sind denkbare Einsatzgebiete, ebenso wie die CBD Behandlung der Nebenwirkungen bei einer Chemotherapie. Der Einsatz gegen chronische Schmerzen hat immer gemeinsam, dass hierbei das Endocannabinoid-System vom Menschen eine besondere Bedeutung erlangt. Das CBD besitzt, anders als THC, keine berauschende oder psychoaktive Wirkung, folglich steht bei chronischen Schmerzen wirklich nur die Linderung dieser im Vordergrund.

Der Forschung ist mittlerweile bekannt, dass das Endocannabinoid-System unter anderem mit CB1 und CB2 Rezeptoren interagiert, welche durch das Cannabidiol (und weiterer in Vollspektrum-Produkten enthaltener Cannabinoide) in direkter Art und Weise angesprochen wird. Diese Rezeptoren steuern beispielsweise die Bewegung, Erinnerungen, Schmerz und Emotionen (CB1) oder aber das Immunsystem (CB2).

Aufgrund dieser Beschaffenheit zeigt die CBD Wirkung bei chronischen Schmerzen positive Ergebnisse, auch wenn der Einsatz als alternatives Schmerzmittel noch nicht weit verbreitet ist. CBD ist in Deutschland nach wie vor als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft, nicht jedoch als Arzneimittel. Es ist denkbar, dass sich dieser Umstand in der Zukunft ändert, wenn ausreichend objektive und wissenschaftlich korrekt durchgeführte Studien die Therapie mit CBD zweifelsfrei beweisen.

Mittlerweile zeigen sich immer mehr Nationen der heilenden Wirkung von CBD gegenüber offen. Wurden die Untersuchungen von Schmerzphänomenen noch in Israel zum Leben erweckt, zogen mittlerweile beispielsweise Institute und Universitäten in Europa und den USA nach. Die Einstufung als Nahrungsergänzungsmittel hat für Sie einen Vorteil: So können Sie es ganz unkompliziert und 100% legal selbst einmal ausprobieren, ohne sich hierfür ein Rezept vom Arzt holen zu müssen. Um Sie bei Ihrer Kaufentscheidung zu unterstützen, haben wir die besten CBD-Öle/Produkte in einem umfassenden Test zusammengefasst.

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
[Anzahl: 2 Durchschnitt: 5]
Avatar

    MedUni.com Redaktion

    Das MedUni.com Team führt seine anspruchsvolle Recherchearbeit studien- und evidenzbasiert durch und besteht aus einer Vielzahl hochqualifizierter Autoren. Auf diese Weise können wir stets seriöse und faktenbasierte Informationen bieten.