Cannabidiol: Von der Herstellung bis hin zu fertigen, unterschiedlichen Produktformen

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Am weitesten verbreitet ist zweifelsohne das CBD Öl, was sich unter anderem mit seiner unkomplizierten Einnahme und der sehr präzisen Dosierung mittels Tropfenspender oder Pipette begründet. Aber wie gelangt das CBD überhaupt in die Flasche?

Die Herstellung eines qualitativ hochwertigen Öls ist durchaus anspruchsvoll, zudem gibt es am Markt auch noch andere Varianten von Cannabidiol, welche zwar nicht so häufig genutzt werden, für einige Menschen aber zur gezielten Alternative avancieren könnten.

Herstellung vom CBD – straffe Regulierungen garantieren Sicherheit für Verbraucher

Nahrungsergänzungsmittel unterliegen in Deutschland und der EU strikten Vorgaben. Speziell im Umgang mit CBD und dem Hanf sind diese sogar noch einmal verschärft worden, um Konsumenten vor “schwarzen Schafen” zu schützen.

Reguliert wird der Anbau der Hanfpflanzen wahlweise unmittelbar auf EU-Ebene oder in Deutschland durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, welche zur Gewinnung von CBD (und Hanfölen) etwa 50 verschiedene Hanfsorten zugelassen hat. Andere dürfen von den Herstellern nicht verwendet werden, da es diese Hanfsorten sind, die schon von Natur aus einen sehr geringen THC-Gehalt vorweisen.

Hersteller, die CBD Öle vertreiben und zuvor den Hanf anbauen möchten, müssen zertifiziertes Saatgut verwenden und außerdem eine Sondergenehmigung einholen. Das garantiert vor allem bei europäischen, seriösen Herstellern eine sehr hohe Qualität der Nutzpflanze, die sich selbstredend ebenso im Endprodukt widerspiegelt.

Die erste Aussaat vom Faserhanf findet in den Frühlingsmonaten im April beziehungsweise Mai statt, eine zweite Ernte wird rund einen Monat später veranlasst. Sofern es hier zu Überschüssen kommt, werden weitere Teile der Nutzpflanze und deren Samen für industrielle Zwecke verwendet oder um verwandte Produkte, wie beispielsweise Hanföle, herzustellen.

Sofern eine Verwendung der Samen geplant ist, erfolgt die Ernte in etwa im September bis Oktober. Die Prohibition ist in den USA und den EU längst für beendet erklärt, was den flexiblen Anbau weiter unterstützt.

Von Vorteil ist, aus Sicht der Hersteller, ein wichtiger Umstand: Der Faserhanf besitzt vor allem in der Industrie viele Einsatzgebiete, die Samen hingegen nicht. Deshalb lassen sich diese sehr wirtschaftlich für CBD Öle verwenden, wobei immer eine Trennung von der Hanfpflanze selbst stattfindet.

Ölmühlen pressen aus den Samen dann die wichtigen Inhaltsstoffe, die sich später in dem CBD Öl wiederfinden. Um eine beständig hohe Qualität zu gewährleisten und zugleich wichtige Zusatzstoffe wie Fettsäuren oder Terpene nicht verpuffen zu lassen, erfolgt die gesamte Herstellung in einem Spektrum zwischen 40 und 60 Grad.

Nebenher werden im Zuge einer Destillation, beispielsweise über Alkoholextraktion oder CO2-Extraktion, weitere elementare CBD-Extrakte gewonnen, mit denen das Öl später angereichert wird.

Dadurch können Hersteller unter anderem Einfluss auf die CBD-Konzentration im fertigen Produkt gewinnen. Werden diese Extrakte mitsamt dem Trägeröl vermischt, ergibt sich ein fertiges CBD-Produkt, was Sie im Handel erwerben können.

Einige der Schritte werden ergänzt oder entfallen, je nach Produktgattung. Bei Kristallen beispielsweise entfallen die letzten Produktionsschritte, da diese in ihrer Rohform vertrieben werden. Bei Kapseln hingegen kommen zusätzliche Produktionsschritte hinzu, um die CBD-Extrakte in die Kapsel zu bringen.

So können Sie CBD einnehmen – die Darreichungsformen übersichtlich dargelegt

CBD Öl ist meist das Produkt, was von Einsteigern wie Fortgeschrittenen und Experten am häufigsten verwendet wird. Das begründet sich unter anderem mit:

  • der sehr präzisen Dosierung
  • einem breitgefächerten Konzentrationsspektrum
  • den wertvollen Zusatzstoffen durch das Hanföl als Träger

Insbesondere wenn Sie zuvor noch keine CBD Produkte erworben und probiert haben, lohnt sich daher pauschal immer der Griff zu einem Öl. Wer im späteren Verlauf Abwechslung sucht oder bestimmte Anforderungen stellt, die durch das Öl so nicht erfüllt werden können, hat aber eine ziemlich große Auswahl zur Hand.

CBD Kapseln

Kapseln sind für gewöhnlich etwas teurer, da die CBD Extrakte über zusätzliche Produktionsschritte in die Kapselform gebracht werden müssen. Außerdem sind nicht alle Produkte vegan, je nachdem ob der Hersteller eine Kapselhülle aus tierischer Gelatine verwendet.

Positiv ist anzumerken, dass die Dosierung sehr leicht ist, zudem entfällt der bittere, mitunter unangenehme Geschmack des Öls völlig. Dank der Kapselform sind sie zudem alltagstauglich, lassen sich einfach mit auf Reisen nehmen und können unterwegs ohne Probleme schnell einmal mit einem Schluck Wasser eingenommen werden.

CBD Paste

Cannabidiol in Form einer Paste ist eine Produktneuheit, die es erst seit der jüngeren Vergangenheit zu kaufen gibt. Die Paste hat den entscheidenden Vorteil, dass sich das Cannabidiol noch höher konzentrieren lässt.

Relevant sind Pasten vor allem für Menschen, die eine Langzeiteinnahme mit relativ hoher Dosis anstreben. Die Handhabung der Tropfen wäre hier mitunter, aufgrund vieler benötigter Tropfen und dem bitteren Geschmack, etwas unpraktisch. Mit Pasten erhalten Sie stattdessen eine hohe Konzentration mit einfacher Einnahme.

CBD Liquid

Liquids sind nur für Menschen mit E-Zigaretten interessant – sogenannte “Dampfer. Die E-Zig könnte mit den Liquids befüllt werden, um das CBD dann via Inhalation zu verdampfen.

Es gelten auch hier strikte Anforderungen hinsichtlich des THC-Gehalts, der so niedrig bemessen sein muss, dass keine berauschende Wirkung denkbar ist. Konkrete Vorteile gegenüber anderen CBD-Produkten bieten die Liquids nicht, die Dampfer können damit aber gewissermaßen “zwei Fliegen mit einer Klappe” schlagen.

CBD Tee

CBD Tee konnte in den letzten Jahren einen rasanten Anstieg seiner Popularität verzeichnen. Warum das so ist, lässt sich schnell erklären: Die angenehm wonnige Wirkung einen heißen Tee zu trinken schafft positive Synergien zu der ebenso entspannenden Wirkung vom Cannabidiol.

Der Tee schmeckt für gewöhnlich sehr vollmundig, erdig und hat leicht bittere Nuancen. Denkbar ist, sollte der Geschmack nicht zusagen, ihn mit anderen Kräutern zu vermischen.

Der Tee kann beim Einschlafen helfen und den Tiefschlaf fördern, deshalb handelt es sich hierbei definitiv um einen Tee, der lieber nur am Abend getrunken werden sollte. Tagsüber würde er die Müdigkeit im Büro oder Alltag nur noch verstärken.

Hersteller müssen darauf achten, dass der Tee mindestens einen CBD-Gehalt von 1,5% vorweist, wenn sie diesen entsprechend deklarieren müssen. Ein höherer CBD Gehalt ist für gewöhnlich besser. Viele wichtige Terpene gehen aber verloren, da der Tee heiß aufgebrüht wird. So bleibt Cannabidiol in Form von Tee in erster Linie eine Ergänzung.

CBD Creme

Mit Cannabidiol versetzte Cremes sind lediglich für die äußere Anwendung gedacht und kommen deshalb primär bei Hautproblemen und -erkrankungen zum Einsatz. Leider schwanken die Qualitätsstandards speziell bei den Cremes erheblich.

Viele Hersteller werben zwar aktiv mit CBD in ihrer Creme, der Anteil ist aber lediglich verschwindend gering, weshalb eine Wirkung nicht zwingend zu erwarten ist. Wer Ekzeme, Akne, Neurodermitis oder andere Hauterkrankungen behandeln möchte, sollte auf Cremes zurückgreifen, die hauptsächlich aus Kristallen bestehen.

Unbedingt sollten Sie sich im Vorfeld ausgiebig über das Produkt und den Hersteller informieren, um nicht versehentlich eine vermeintliche CBD Creme zu kaufen, deren CBD-Gehalt de facto fast gar nicht existiert.

CBD Kristalle

Die Kristalle sind die Vorläufer der Öle und weiterer Produkte. Es handelt sich bei diesen daher mit Abstand um die Produktgattung, die die höchste Reinheit vorzuweisen hat. Kristalle könnten im Mund gelutscht oder mit einem Vaporizer verdampft werden.

Kristalle sind zwar relativ hochdosiert und wie bereits eingangs erwähnt sehr rein, sie bieten aber nicht sonderlich viel Komfort bei der Anwendung und lassen sich eher unpräzise dosieren. Aus diesem Grund empfehlen wir den Einsatz von Kristallen nur erfahrenen CBD-Konsumenten – und auch dann wären Pasten als hochdosierte Alternative mitunter die bessere Wahl.

CBD Blüten

Wer CBD klassisch rauchen möchte, findet in vielen Großstädten Hanfshops, die solche Blüten verkaufen. Die Blüten sind meist relativ günstig, schwächeln aber bei einer präzisen Dosierung.

Außerdem gilt es speziell bei diesen auf seriöse Händler zu achten, die einem nicht Gras mit hohem THC-Gehalt verkaufen. Generell sind Blüten ein Randprodukt, welches kaum praktische Vorteile bietet und eher als “Gimmick” zu bewerten ist.

Unser Fazit: CBD gibt es garantiert auch in der für Sie passenden Variante!

Aufgrund der kontrollierten Herstellung und der vorgeschriebenen Auswahl der jeweiligen Pflanzen erhalten Sie innerhalb der EU ein Höchstmaß an Sicherheit – weshalb wir zugleich vom Konsum von anderen CBD-Produkten, die außerhalb der EU hergestellt werden, abraten.

Eine weitere Stärke des Cannabidiol ist die vielfältige Umwandlung in verschiedene Produkte, angefangen beim klassischen Öl, über Pasten sowie Kapseln bis hin zu exotischen Tees, Kristallen und äußerlich anwendbaren Cremes. Einsteiger sind mit den klassischen CBD Produkte gut beraten, die auch nach aktuellen Berichten immer mehr Zuspruch finden.

Wenn Sie zum CBD Öl eine Alternative suchen, wird es an dieser also nicht mangeln. Dennoch empfehlen wir pauschal in erster Linie die Verwendung von Ölen, zweitrangig von höher dosierten Kapseln oder Pasten.

Um Sie bei Ihrer Entscheidung zu unterstützen, haben wir in unserem Test die besten CBD Öl Produkte zusammengetragen und mit einem Fazit sowie Vor- und Nachteilen versehen. Mit diesen erstklassigen Produkten können Sie sich der bestmöglichen Qualität und Wirkung sicher sein!

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