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FROM tx_chcforum_conference
WHERE
tx_chcforum_conference.pid IN (243,249,273,285,287,289,381,384,385,388,389,390,481,545,592,600,601,602,603,608,609,610,611,612,613,614) AND uid= AND tx_chcforum_conference.deleted=0 AND tx_chcforum_conference.hidden=0
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21.12.2007 01:27 Alter: 261 Tage

Der Medienkonsum, das Übergewicht und die Schulnoten: Jugend forscht an der Jugend

Von: MedUni-Redaktion

fzm - Wer sich gesund ernährt, viel Sport treibt, vielleicht noch musiziert, aber wenig Zeit vor Fernseher oder Computer verbringt, hat in der Schule die besseren Noten. Dies haben Schüler eines Mannheimer Gymnasiums in einer Umfrage unter Mitschülern herausgefunden. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift "DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift" (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2007) veröffentlicht.

Hannah (12 Jahre) und Philipp (14 Jahre) Neumann vom Lessing-Gynmasium sind die jüngsten Autoren in der 132-jährigen Geschichte der DMW, freut sich der DMW Chefredakteur Professor Martin Middeke. Er hatte die beiden Schüler im Mai auf einem Fachkongress für Diabetes-Experten kennengelernt und ihnen die Veröffentlichung in der DMW angeboten. Der Chefredakteur entscheidet indes nicht ohne genaue Prüfung darüber, ob eine Studie in der renommierten deutschen medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht wird. Alle eingereichten Arbeiten werden zunächst von Gutachtern geprüft. Einen "Kinderbonus" hat es nicht gegeben, so Professor Middeke. Eine ausführliche Revision der Arbeit nach den Vorgaben externer Gutachter ging der Zustimmung zur Publikation voraus.

 

Die beiden Schüler mussten ihre Daten sauber aufarbeiten, wozu auch eine statistische Auswertung gehört. Mit Unterstützung einer Mathematikerin der Universität Heidelberg wurde auch diese Hürde genommen. In einem Punkt beeindruckten die Schüler Gutachter und Redaktion der DMW gleichermaßen: Die Rücklaufquote ihrer Fragebögen betrug 84 Prozent, mehr als in den meisten vergleichbaren Untersuchungen. Dies verdankten die Geschwister ihren Mitschülern (und den Lehrern), die bereitwillig den langen Fragebogen der Nachwuchsforscher (in einer Unterrichtsstunde) ausfüllten.

 

Die Antworten zeigen: Hoher Medienkonsum, Übergewicht und ungesunde Ernährung führen zu schlechten Schulnoten. Jungen neigen dazu, viele Stunden vor Fernseher oder PC zu verbringen, Mädchen treiben weniger Sport. Hannah und Philipp fanden auch heraus, dass sich Kinder in der Unterstufe auffällig wenig bewegen. Dies könnte, so vermuten die Nachwuchsforscher, mit der Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht Jahre zusammenhängen. Um das Pensum zu schaffen, wurde die Wochenstundenzahl erhöht, dafür wurden Sportstunden gestrichen. Die Kinder haben innerhalb und außerhalb der Schule immer weniger Zeit, sich zu bewegen, kritisieren Hannah und Philipp, die bei ihren Mitschülern auch Verbesserungsvorschläge eingeholt haben. Dazu gehören Aktivitätsprogramme in den Pausen, gerne auch in einem benachbarten Park, sowie die Abgabe gesünderer Nahrungsmittel im bestehenden Kiosk oder in einer einzurichtenden Schulmensa. Den Wunsch nach mehr Fastfood äußerte übrigens nur ein Prozent der Gymnasiasten.

Middeke, M.:
Jugend forscht: Prävention im Kindesalter.
DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132 (51/52): S. 2735

Neumann, H.; Neumann, P.:Ernährung und Bewegung von Schülern.DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2007; 132 (51/52): S. 2736-2742