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Gesundheitliche Ratschläge auf dieser Seite sind in jedem Fall unverbindlich. Ratschläge jeder Art und Form sind grundsätzlich in Verbindung mit einer fachlichen Diagnose mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen.



19.08.2008 03:05 Alter: 93 Tage

Vitamin K zur Prävention und Therapie der Osteoporose

Von: Gesundheitsnews

fzm - Vitamin K gehört wie Vitamin A, D und E zur Gruppe der fettlöslichen (lipophilen) Vitamine und wirkt im menschlichen Organismus stark antioxidativ. Auch ist es für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren verantwortlich (Hämostase). Ohne Vitamin K würden wir bereits bei kleinsten Hautverletzungen verbluten. Eine weitere wichtige Funktion hat das Koagulationsvitamin oder antihämorrhagische Vitamin – wie Vitamin K noch bezeichnet wird – im Knochenstoffwechsel, da es die Knochenneubildung anregt. Klinische Interventionsstudien mit Vitamin K belegen dies vor allem bei älteren Frauen. "Frauen in der Postmenopause profitieren von der täglichen Vitamin-K-Gabe, da bei diesem Personenkreis die dynamisch-katabolischen Umbauprozesse am Skelettsystem besonders ausgeprägt sein können", schreibt der Münchner Arzt Norbert Lagoni in der aktuellen Ausgabe der "Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde" (Haug Verlag, Stuttgart 2008).

Vitamin K kommt als Vitamin K1 (Phyllochinon) und als K2 (Menachinon) in pflanzlichen Nahrungsmitteln (z.B. Blatt- und Kohlgemüse, Sauerkraut, Spinat etc.) und in tierischen (z.B. Innereien, Hühnerfleisch etc.) vor. Bestimmte Bakterien im Dickdarm produzieren Menachinon, wodurch beim Erwachsenen jedoch maximal 50 % des täglichen Bedarfs gedeckt werden. Der Phyllochinon-Gehalt der Pflanzenteile schwankt jahreszeitlich. "Eine anhaltende einseitige Mangel- und Fehlernährung senkt den Vitamin-K-Spiegel. Bei jüngeren gesunden Personen und dem Verzehr einer ausgeglichenen Mischkost ist ein Vitamin-K-Mangel eher selten", so Dr. Lagoni.

 

Eine Unterversorgung mit Vitamin K, eine so genannte Hypovitaminose, führt zu Mangelsymptomen, die bei Frauen häufiger vorkommen als bei Männern. Meist entwickeln sie sich stumm und machen sich erst nach den Wechseljahren im höheren Alter (senile Osteoporose) durch Spontanfrakturen bemerkbar. Klinische Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen Vitamin-K-Mangel, Frakturrisiko, Häufigkeit und Heilung. So haben ältere Patientinnen mit Schenkelhalsfraktur häufig einen niedrigeren Vitamin-K-Serumspiegel. Zur Prävention und unterstützenden Behandlung der Osteoporose empfiehlt Dr. Lagoni die tägliche Einnahme einer ausgewogenen Kombination aus Kalziumkarbonat, Vitamin D3 und Vitamin K1 in Form eines aus Eischalenpulver gewonnenen Nahrungsergänzungsmittels.

 

N. Lagoni:Auswirkungen von Vitamin K auf das SkelettsystemErfahrungsheilkunde 2008; 57 (7): S. 402-407