Vitamin K kommt als Vitamin K1 (Phyllochinon) und als K2 (Menachinon) in pflanzlichen Nahrungsmitteln (z.B. Blatt- und Kohlgemüse, Sauerkraut, Spinat etc.) und in tierischen (z.B. Innereien, Hühnerfleisch etc.) vor. Bestimmte Bakterien im Dickdarm produzieren Menachinon, wodurch beim Erwachsenen jedoch maximal 50 % des täglichen Bedarfs gedeckt werden. Der Phyllochinon-Gehalt der Pflanzenteile schwankt jahreszeitlich. "Eine anhaltende einseitige Mangel- und Fehlernährung senkt den Vitamin-K-Spiegel. Bei jüngeren gesunden Personen und dem Verzehr einer ausgeglichenen Mischkost ist ein Vitamin-K-Mangel eher selten", so Dr. Lagoni.
Eine Unterversorgung mit Vitamin K, eine so genannte Hypovitaminose, führt zu Mangelsymptomen, die bei Frauen häufiger vorkommen als bei Männern. Meist entwickeln sie sich stumm und machen sich erst nach den Wechseljahren im höheren Alter (senile Osteoporose) durch Spontanfrakturen bemerkbar. Klinische Studien bestätigen den Zusammenhang zwischen Vitamin-K-Mangel, Frakturrisiko, Häufigkeit und Heilung. So haben ältere Patientinnen mit Schenkelhalsfraktur häufig einen niedrigeren Vitamin-K-Serumspiegel. Zur Prävention und unterstützenden Behandlung der Osteoporose empfiehlt Dr. Lagoni die tägliche Einnahme einer ausgewogenen Kombination aus Kalziumkarbonat, Vitamin D3 und Vitamin K1 in Form eines aus Eischalenpulver gewonnenen Nahrungsergänzungsmittels.
N. Lagoni:Auswirkungen von Vitamin K auf das SkelettsystemErfahrungsheilkunde 2008; 57 (7): S. 402-407