Habe heute, 31.12., bei einem Rundgang durch die Linzer Innenstadt einige Lokale (über 80qm) bemerkt, die den Aufkleber mit den beiden Farben und dem Zusatz "Abgetrennter Raucherraum im Lokal" angebracht haben, obwohl sie aus einem einzigen großen Raum bestehen und es gar keinen abgetrennten Raum gibt, also offensichtlich weiter imaginäre Luftlinien die Trennung zum Raucherraum bilden.
Offensichtlich sind das Lokale, die die Übergangsfrist bis 30.6.2010 in Anspruch nehmen. Wie können es diese Lokale wagen, bis dahin schon den irreführenden Doppel-Aufkleber anzubringen statt einem Raucherlokal-Aufkleber - das ist doch eine Pflanzerei. Man verläßt sich darauf, dass der Hauptraum rauchfrei ist und dann gibt es nur einen Raum, in dem wie eh und je geraucht wird.
M. Neuberger: Kohlenmonoxidbelastung in Österreich und der EU
Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei unvollständiger Verbrennung, wird rasch über die Lunge ins Blut aufgenommen und verdrängt in den roten Blutkörperchen den Sauerstoff vom Blutfabstoff Hämoglobin. Da es auch wieder abgeatmet wird, kann man aus der Ausatemluftkonzentration (am Ende der Ausatmung) auf die momentane Blutkonzentration schließen. Raucher haben wesentlich höhere Werte, weil sie das beim Rauchen ins Blut aufgenommene CO wieder abatmen. Der Test zeigt ihre aktuelle Schadstoffbelastung.
Auf Initiative von Prof. Dautzenberg (Paris) hat die EU-Help-Aktion in 27 Ländern 223.050 Atemtests auf CO durchgeführt: bei Kultur- und Sportveranstaltungen, an Arbeitsplätzen und u.a. auch im österreichischen Parlament während einer Nationalratssitzung. Der Raucheranteil war bei Abgeordneten der SPÖ, FPÖ und Grünen höher als in der österreichischen Bevölkerung. Raucher reagierten auf den Test aber zum Teil mit Betroffenheit („jetzt haben Sie mich aber nachdenklich gemacht“). Bei diesen Abgeordneten besteht Hoffnung, dass wir durch Erhöhung des Problembewusstseins den ersten Schritt in Richtung eines Aufhörversuches einleiten konnten.
Überraschend niedrig waren die Raucherraten bei den Abgeordneten der früheren Koalitionsparteien ÖVP und BZÖ, die (trotz ihres hohen Männeranteils) zusammen unter 20% blieben, also deutlich unter den Raucherraten der Allgemeinbevölkerung. Diesen Parlamentariern scheint also das Gesundheitsrisiko durch Tabakrauchen nicht nur bewusst zu sein, sondern sie vermeiden es auch für sich persönlich. Unverständlich bleibt, wieso gerade diese Abgeordneten Zigarettenproduktion und –handel schützen, indem sie wirksame Tabakgesetze verhindern.
Die Folge dieser Politik war, dass in Österreich (als einzigem EU-Land!) die CO-Konzentrationen in der Ausatemluft der Bevölkerung nicht abnahmen. Besonders hohe Werte haben wir bei Männern an Arbeitsplätzen gemessen (wobei berufliche Belastungen - ausgenommen Passivrauchen - ausgeschlossen wurden).
In der Ausatemluft von Rauchern in der EU fanden sich CO-Konzentrationen, die im Mittel mit 17,5 ppm doppelt so hoch waren wie die zulässige Außenluftkonzentration (8,5 ppm). Bei passivrauchenden Nichtrauchern war die mittlere CO-Belastung um ein Drittel höher als die durch andere Umweltbelastungen und der von Gelegenheitsrauchern vergleichbar. Mit der Dauer des Passivrauchens nahmen die CO-Werte zu, wobei sich bis zum Ende eines Arbeitstages der Anteil des blockierten Blutfarbstoffes verdoppelte, was eine wesentliche Verminderung der Sauerstofftransportkapazität bedeutet.
Ländervergleiche der CO-Werte ergaben: je höher die Werte der Raucher, desto höher die Werte der Nichtraucher. Rauchverbote führten zu einer Halbierung der CO-Belastung von Nichtrauchern und erleichterten Rauchern das Aufhören. Zur Bewertung der Tabakpolitik wurde von Joossens und Raw (2007) ein Tobacco Control Score (TSC) vorgeschlagen, nach dem Österreich unter 30 EU-Ländern auf dem letzten Platz landete. Jetzt zeigte sich, dass ein schlechter TSC auch mit einer höheren CO-Belastung der Nichtraucher einhergeht.
Vor und 2 Jahre nach dem Rauchverbot in Italien wurde mit gleicher Methodik und in den gleichen Lokalen auch die Nikotinkonzentration der Raumluft gemessen. In italienischen Städten fanden sich starke und in Wien keine Verbesserungen. In Rom haben akute Herzinfarkte unter 65 Jahren um 11% abgenommen. In Wien wird weitergeraucht.
Tobacco giants to pay up to $1.15B over contraband sales
Fines, payments largest 'in Canadian history': O'Connor
Canada's two biggest tobacco companies pleaded guilty Thursday to customs charges and agreed to pay as much as $1.15 billion in fines and civil payments in connection with aiding contraband tobacco sales.
Imperial Tobacco was issued a $200-million fine and will pay up to an additional $400 million over the next 15 years, while Rothmans Benson & Hedges was fined $100 million and will pay up to $450 million more in civil payments over the next 10 years.
The companies pleaded guilty to "aiding persons to sell and be in possession of tobacco manufactured in Canada that was not packed and was not stamped in conformity with the Excise Act."
Initiative Rauchfrei Studieren & Initiatve Ärzte gegen Raucherschäden auf der KinderUni 2008
Warum ich mit dem Rauchen nicht anfangen sollte
Was beim Rauchen in der Lunge, im Blut, im Gehirn und in anderen Organen geschieht
Datum: 10.07.2008 von 13:30 bis 14:30
Vortragsinhalt:
In dieser Vorlesung erfährst du, was Schadstoffe in deinem Körper anrichten können. Gemeinsam denken wir darüber nach, ob vielleicht auch du dabei helfen kannst, jemanden von der Nikotin-Abhängigkeit zu befreien. Nur wer möchte, kann auch Bilder von Spätfolgen des Rauchens sehen.
Ort: Hörsaalzentrum AKH
Treffpunkt: InfoPoint Hörsaalzentrum, Ebene 7 Währinger Gürtel 18-20, 1090 Wien
wir ersuchen Sie höflich um Vormerkung des Termins für die 1. Österreichische Fachtagung zur Tabakkontrolle, -prävention und -entwöhnung am 23. Oktober 2008 in Gleisdorf bei Graz.
In allen 27 EU-Mitgliedsstaaten werden über den Sommer Informationsveranstaltungen an Badeorten durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Österreichischen Initiative „Ärzte gegen Raucherschäden“ lädt die europäische Nichtraucher-Kampagne „HELP – Für ein rauchfreies Leben“ an Informationsständen vom 28. Juni bis 2. Juli 2008 zu kostenlosen Atemmessungen und Beratungen ein. Mit den CO- Messungen können die direkten Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens auf den Körper veranschaulicht werden.
In Zusammenarbeit mit der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden sowie der europäische Nichtraucher-Kampagne „HELP – Für ein rauchfreies Leben“ lädt die Initiative Rauchfrei Studieren am 17. & 18.06.2008 am Informationsstand CO-Messungen durch das Betrieb GM/Opel zu kostenlosen Atemmessungen und Beratungen ein.
Mit den CO-Messungen können die direkten Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens auf den Körper veranschaulicht werden.
Wann? Am Dienstag & Mittwoch, 17. & 18.06.2008, von 09:00 bis 16:00.
CO-Messungen im Parlament (!) am 05.06. und 06.06.2008
In Zusammenarbeit mit der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden sowie der europäische Nichtraucher-Kampagne „HELP – Für ein rauchfreies Leben“ lädt die Initiative Rauchfrei Studieren am 05.06. und 06.06.2008 am Informationsstand CO-Messungen im Parlament zu kostenlosen Atemmessungen und Beratungen ein. Mit den CO-Messungen können die direkten Auswirkungen des Rauchens und Passivrauchens auf den Körper veranschaulicht werden.
Wann?
Am Donnerstag, den 05.06.2008 von 08:00 bis 21:00.
Am Freitag, den 06.06.2008 von 09:00 bis 16:00.
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