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Hallo,
ich habe starkes Übergewicht und möchte schon seit Jahren endlich abnehmen. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal 150kg, von denen ich zum Glück schon lange weg bin. Seit dem ich 15 bin, habe ich eine Eßstörung. Ich habe kein geregeltes Essverhalten, meistens esse ich nur 1-2x am Tag oder manchmal auch gar nicht- je nach Stimmung und was die Waage morgens angezeigt hat. Dazu kommt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion und einen ziemlich lahmen Stoffwechsel habe. Im Januar habe ich eine Kur gemacht, bei der ich allerdings nur 3,5kg abgenommen habe und später wieder in alte Verhaltensweisen hineingefallen bin. Seitdem habe ich 8,5 kg abgenommen (plus minus). Ich treibe Sport, esse relativ wenig und versuche fettarm zu essen, aber es geht einfach nicht so, wie ich das möchte.
Vor ein paar Wochen habe ich einen Mann kennen gelernt in den ich mich verliebt habe, nachdem er angefangen hat, mit mir zu flirten. Allerdings besteht das Problem, dass er vergeben ist. Vor ca. 2 Wochen hat er mir gesagt, dass er mich attraktiv findet, allerdings glaube ich ihm das nicht, da ich mich weder hübsch geschweigedenn attraktiv finde. Aber bei ihm fühle ich mich zum 1.x verstanden, auch wenn das Ganze eine sehr verworrene Situation ist. Gestern habe ich ein Foto von seiner Partnerin gesehen, die nicht gerade hübsch ist, das habe ich einer Freundin erzählt und sie meinte "Also ich würde mich da bestätigt fühlen, dass er mich hübsch findet!" Aber ich kann einfach nicht damit umgehen und bin sehr verwirrt. Ich hasse meinen Körper und wenn ich malwieder eine Phase habe, in der ich aus unerfindlichen Gründen zugenommen habe, obwohl ich mich viel bewegt und Sport getrieben habe, wenig Nahrung zu mir genommen habe, hasse ich ihn noch mehr. Ich habe mich schon einmal in jemanden verliebt- das ist noch gar nicht so lange her, der mir erst Hoffnungen gemacht hat und dann meinte, dass er doch kein Interesse hat. Gründe dafür, hat er nicht genannt, aber er hat angedeutet, dass er sich vor mir ekelt, wenn ich ihn nur berühre. Die Zeit danach war die absolute Hölle für mich, da wir uns fast täglich gesehen haben!
Seit August mache ich eine schulische Ausbildung (ich bin 26 Jahre alt) und bin die Einzige in meiner Klasse, die richtig Übergewicht hat, die anderen sehen aus wie Models, wie Sportler oder haben nur ein paar Kilo zu viel. Dazu kommt, dass ich die Älteste bin und ich durfte mir schon mal Sprüche anhören, wie "Wie die schon aussieht, ich könnte mir vorstellen, dass ihr Vater sie nie kennen lernen wollte!" (meine Eltern sind geschieden und ich habe den Kontakt zu ihm vor einiger Zeit abgebrochen) Es ist für mich die abolute Hölle! Oft überlege ich, in die Apotheke zu gehen und mir irgendein Schlankheits- oder Abführmittel zu holen, lese viele Bücher über Eßstörungen und Magersucht.
Wer kann mir Tipps geben? Gibt es andere Betroffene?
Ich würde mich gerne mit anderen austauschen! Ich komme aus Paderborn. Schreibt mir - ich würde mich freuen!
An US-Unis bekommt jeder sein Fett weg. Gegen den Schlankheitswahn etablieren sich "Fat Studies" als neues Forschungsgebiet. Dick und stolz darauf - die Wissenschaftler wollen Übergewichtigen zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen.
Die Frage nach dem Gewicht wiegt zentnerschwer in den USA: Dicke Menschen haben größere Schwierigkeiten, einen Job zu finden, werden schlechter bezahlt und seltener befördert, tun sich schwerer bei der Partnersuche und werden von ihren Mitmenschen häufig auf offener Straße mit Häme und Verachtung übergossen.
"Es gibt immer weniger gesellschaftliche Gruppen, die wir noch hassen und denen wir uns überlegen fühlen dürfen", sagt Susan Wooley, eine Expertin für Essstörungen. "Aber Übergewicht ist das Einzige, woran der Betreffende selbst Schuld zu haben scheint."
Doch nicht alle Fetten schlucken die Attacken einer vom Dünnsein besessenen Gesellschaft weiter klaglos herunter. Im vergangenen Jahrzehnt ist eine politische Graswurzelbewegung entstanden, die für "size acceptance" (etwa: Anerkennung aller Gewichtsklassen) kämpft. Und viele, die so bleiben wollen, wie sie sind, schließen sich unter dem Schlagwort "Fat Pride" mit Gleichgewichtigen zusammen. "Begegne anderen Männern und Frauen deiner Region, die übergewichtig und stolz darauf sind", heißt es zum Beispiel auf der Internet-Seite fatpride.meetup.com.
Warum wird das Übergewicht verteufelt?
Nun drängen diese Aktivisten mit ihrer "Fett? Na und?"-Botschaft auch in die akademische Welt: Sie plädieren dafür, "Fat Studies" als interdisziplinäres Forschungsfeld an den Universitäten einzurichten. Während das Körpergewicht im alltäglichen Diskurs fast ausschließlich als medizinisches - und volkswirtschaftliches - Problem gesehen wird, sollen die "Fat Studies" unter anderem erkunden, wie eine Gesellschaft ihre Vorstellungen des "richtigen", erstrebenswerten Körpers entwickelt, welche ästhetischen, ethischen und politischen Bedeutungen dem Dicksein zugeschrieben werden und warum heute das Übergewicht in den USA so verteufelt wird.
"Ich bin mein Leben lang dick gewesen", sagt die Doktorandin Stefanie Snider, die an der University of Southern California in Los Angeles an einer "Fat Studies"-Dissertation arbeitet, "und ich habe es als echte Befreiung erlebt, mich auch in meiner wissenschaftlichen Arbeit mit einem Thema zu befassen, das mir gesellschaftspolitisch äußerst wichtig ist."
Ähnlich wie gesellschaftliche Vorstellungen von Geschlecht in den "Gender Studies", von Sexualität in den "Queer Studies" und von ethnischer Zuschreibung in den "African-American Studies" hinterfragt werden, um echte oder vermeintliche Diskriminierung zu bekämpfen, soll die Stigmatisierung des Übergewichts in den "Fat Studies" als Auswuchs größerer gesellschaftlicher Zusammenhänge entlarvt werden.
"Indem man ein eigenes Forschungsfeld einrichtet, verschafft man dem Gedanken Anerkennung, dass das Körpergewicht in unserer Gesellschaft als zentrales Identitätskennzeichen fungiert, ganz ähnlich wie Rasse oder Geschlecht", sagt Paul Campos, Juraprofessor an der University of Colorado, der mit "The Obesity Myth" ("Der Mythos der Fettleibigkeit") ein Grundlagenwerk der "Fat Studies" verfasst hat. "Und dieses Identitätskennzeichen dient nicht nur einfach der neutralen Beschreibung, wie wir gern glauben, sondern ist ein kompliziertes und höchst problematisches gesellschaftliches Konstrukt."
Dicken-Klischee: "Zügellos, faul. gierig"
Wer dick ist, so die Grundthese der "Fat Studies", wird vor allem aufgrund seines Körperumfangs wahrgenommen und beurteilt - und zwar überwiegend negativ. Angesichts der gesellschaftlichen Verdammung von Übergewicht steht ein dicker Mensch im Generalverdacht, so die Soziologin Margaret Carlisle Duncan von der University of Wisconsin, "moralisch suspekt, zügellos, faul, gierig und abstoßend zu sein".
In den USA kommen dazu noch die puritanischen Wurzeln der Askese, der Entsagung und des Verzichts. "Wenn jemand aussieht, als ließe er es sich gutgehen, entwickeln wir ihm gegenüber enorme Feindseligkeit", sagt Esther Rothblum, Psychologin an der San Diego State University.
Dieser Hass aufs Fett hat sich erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts in der westlichen Welt entwickelt; zuvor galt ein gutgepolsterter Leib in den USA wie in Europa als Zeichen von Erfolg, Wohlstand und Fruchtbarkeit. "In Zeiten knapper Ressourcen waren dicke Körper äußerst wertvoll", sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Kathleen LeBesco vom Marymount Manhattan College in New York, deren Buch "Revolting Bodies?" (etwa: "Abscheuliche/Rebellische Körper?") die Pathologisierung des Dickseins untersucht. "Aber in der heutigen Überflussgesellschaft ist es viel schwieriger, einen schlanken, harten Körper zu erreichen, und darum ist dieser zum Ideal aufgestiegen."
Seit 2003 macht die "Gesellschaft für Populärkultur", ein Verbund amerikanischer Geistes- und Sozialwissenschaftlern, bei ihren Tagungen die "Fat Studies" zum Thema. Schon liegen Aufsätze und Untersuchungen von Anthropologen, Soziologen, Politikwissenschaftlern, Historikern, Juristen, Psychologen und Geschlechterforschern vor; und es werden Kurse wie "Fett und Gesellschaft", "Die Geschichte der Diätlehre" oder "Das Zünglein an der Waage der Gerechtigkeit" angeboten. Das Feld nimmt schneller zu als der durchschnittliche amerikanische Teenager.
Der Geschichtsprofessor Robert Bucholz etwa, der an der Loyola University in Chicago lehrt, hat sich jahrelang mit der Frage befasst, warum der britischen Herrscherin Anna, die Anfang des 18. Jahrhunderts ihr Land zur Weltmacht führte, heute so wenig Anerkennung zugedacht wird. Er stieß schließlich auf eine Antwort, die ihn selbst überraschte: Anna war fett. "Ich wusste gar nicht, dass ich etwas erforschte, was schon den Namen ,Fat Studies' trug", sagt Bucholz im Nachhinein.
Dass Fett ein Thema für die Gesellschaftswissenschaft werden würde, liegt nahe in einer Gesellschaft, die besessen ist von Körpermaßen und Fernsehserien hervorbringt wie die Reality-TV-Sendung "Fat Actress", in der die kurvenreiche Schauspielerin Kirstie Alley über den Zusammenhang zwischen ihren Pfunden (mehr) und ihren Rollenangeboten (weniger) nachdenken durfte, oder auch die Abnehm-Show "The Biggest Loser", in der pfundige Teilnehmer monatelang auf ein Diät- und Fitnessprogramm gesetzt werden: Wer am dramatischsten abspeckt, gewinnt.
Abnehmkuren und Diätratgeber sind eine Milliardenindustrie in den USA, die sich erfolgreich davon nährt, dass der Großteil aller Fastenversuche scheitert - und die Möchtegern-Verdünnisierer oft mit mehr Hüftspeck als vorher zurückbleiben. "Es ist verrückt anzunehmen, dass Abnehmen wirklich eine Frage der Willenskraft ist", sagt der "Fat Studies"-Verfechter Paul Campos, denn das Schlanksein gelte in der Gesellschaft als erstrebenswertes Ideal und werde entsprechend belohnt.
"Große gesellschaftliche Hysterie"
Rund 66 Prozent der erwachsenen amerikanischen Bevölkerung gelten nach den gegenwärtigen Maßstäben als zu dick, fast die Hälfte davon wird gar als fettleibig etikettiert. Deutschland erweist sich neuerdings als europäischer Spitzenreiter und kommt auf Werte von 67 Prozent Dicke, darunter 23 Prozent Fettleibige. Die Zahlen sind unter anderem deswegen so hoch, weil die medizinische Definition von Übergewicht in den neunziger Jahren so verändert wurde, dass plötzlich Millionen Menschen in die Schmerbauch-Kategorie fielen, ohne auch nur ein Gramm zugenommen zu haben.
Amerikanische Politiker und Gesundheitsorganisationen haben die gesellschaftliche Verfettung gar zu einer Epidemie erklärt und einen "Krieg gegen das Übergewicht" ausgerufen, der mit Ermahnungen zu mehr Sport, mehr Gemüse und weniger Junk Food gewonnen werden soll.
Doch die Behauptung, dass die Verfettung wie eine Krankheitsepidemie um sich greife, wird zunehmend angezweifelt. "Ein im Grunde gesellschaftliches, kulturelles und politisches Problem ist zu einer medizinische Frage umdeklariert worden", argumentiert Paul Campos, der die Fett-Phobie für "eine große gesellschaftliche Hysterie" hält, "die uns weismachen will, dass wir am Rande einer Katastrophe des Gesundheitswesens stehen". Eine solche Katastrophe sei jedoch - angesichts etwa der weiter steigenden Lebenserwartung der Amerikaner - nicht abzusehen.
Campos verortet den Grund für die Hysterie vielmehr in einem generellen Unbehagen angesichts des gesellschaftlichen Überverbrauchs von Ressourcen. "Wir fühlen uns gerade äußerst unwohl, weil wir merken: Unsere Häuser sind zu groß, unsere Geländewagen verbrauchen zu viel Sprit, und wir kaufen Unmengen von Zeug in gigantischen Einkaufszentren ein", so Campos. "Dieses Unbehagen aber verlagern wir auf Körper, die zu viele Ressourcen verbrauchen - und das sind nicht zufällig die Schwächsten unserer Gesellschaft, denn Dicksein und Armsein gehören in Amerika zusammen."
Und als nächstes "Betrunkenenstudien"?
So wird der "Krieg gegen das Übergewicht" gegen diejenigen geführt, die sich am wenigsten wehren können. Die Botschaft: Dick macht krank. Abnehmen macht gesund - und happy.
Die "Size Acceptance"-Verfechter halten dagegen, dass die wissenschaftlichen Belege für die Verbindung zwischen Körpergewicht und Gesundheitszustand - abgesehen von Diabetes Typ 2 - durchweg mager ausfallen. "Wir wissen nicht, ob die Leute gesünder wären, wenn sie abnehmen würden, denn die Gesundheitspolitik hat ja keinerlei Erfolg mit ihren Diätbemühungen", sagt Paul Campos, "Es gibt schlicht keine Daten darüber."
Wer fett, aber fit sei, so argumentieren die Aktivisten, habe geringere Gesundheitsrisiken als ein schmaler, aber fitnessscheuer Sesselhocker. "Health at Any Size" (etwa: Gesundheit in jedem Format) ist ein Slogan, der sich gegen die fast schon automatische Koppelung von Schlanksein und Gesundheit richtet. Statt das Dicksein per se zu pathologisieren, propagieren die "Health at Any Size"-Vorturner Bewegung und gesundes Essen für Dicke ohne das Ziel des Abnehmens. "Dadurch, dass fette Menschen so massiv diskriminiert werden, sind sie enormem Stress ausgesetzt", sagt die Soziologin Margaret Carlisle Duncan, "und wer weiß, ob es nicht eigentlich dieser Stress ist, der sie krank macht? Eine Entstigmatisierung könnte sinnvoller sein als die gegenwärtige Gesundheitspolitik."
Doch davon sind die USA noch weit entfernt. Die konservative Autorin Cathy Young wirft in ihrem Blog "den Fettakzeptierern und ihren akademischen Verbündeten" vor, ihr Ziel der Entstigmatisierung sei "vollkommen verfehlt", weil es die Gefahren der Fettleibigkeit herunterspiele und die Dicken als Opfer politischer und gesellschaftlicher Unterdrückung zeichne - statt einfach nur als Menschen, die ihre Kalorienzufuhr nicht unter Kontrolle hätten. Warum nicht als nächstes, so Youngs höhnische Frage, "Betrunkenenstudien"?
Große Skepsis über "Fat Studies"
Die Frage, ob Fett wirklich eine Wissenschaft für sich ist, stellen auch eher traditionelle Akademiker, die sowohl die "Fat Studies" wie verwandte Forschungsgebiete mit großer Skepsis betrachten. "In einem Feld nach dem anderen wird das Dampfablassen zum Standard des wissenschaftlichen Arbeitens", sagt der Politikwissenschaftler Stephen Balch, Präsident der Nationalen Gelehrten-Vereinigung der USA. "Diese Studiengebiete befassen sich nur noch damit, die Klagen einer einzelnen gesellschaftlichen Gruppe zu untermauern. Das sollte nicht Sinn und Zweck der Universität sein."
Manche "Fat Studies"-Akademiker verstehen ihre Arbeit in der Tat als "Teil eines größeren Projekts für soziale Gerechtigkeit", wie die Doktorandin Stefanie Snider sagt. Andere hingegen betrachten die Politisierung ihrer Forschung mit gemischten Gefühlen. "Ich sehe die gegenwärtige Phase als Entwicklungsstadium", sagt die Soziologin Margaret Carlisle Duncan, "aber im Augenblick muss das Feld so politisch sein, damit die Leute davon Notiz nehmen. Es muss auffallen und Ärger machen."
Bis jetzt sind die "Fat Studies" ohnehin nur "ein winziger Tropfen im wissenschaftlichen Ozean", so die Psychologin Esther Rothblum, "vor allem im Vergleich mit den Unmengen von Geld, die in die Diätforschung fließen."
Mittelfristig könnten die "Fat Studies" sich zu einem allgemeineren Gebiet wie etwa "Body Studies" entwickeln, das sich mit gesellschaftlichen Vorstellungen von Körperlichkeit überhaupt befasst. Die Schlanken jedenfalls sollten sich nicht einbilden, dass "Fat Studies" sie nicht betreffen könnten. In einer pathologisch auf die Waage starrenden Gesellschaft kriegt jeder sein Fett weg: Die Dicken werden mit Hass gestraft, und die Nicht-Dicken leben in der ständigen Anspannung, sie könnten ihren Normkörper verlieren. "Du bist entweder fett, oder du hast Angst davor, fett zu werden", sagt die Aktivistin Marilyn Wann, "und dadurch sind alle von diesem Thema betroffen."
Laufsteg-Verbot für Mager-Models
Wegen gravierenden Untergewichts sind fünf Models von der Internationalen Modewoche in Madrid ausgeschlossen worden. Eines der abgewiesenen Models habe bei einer Größe von 1,80 Meter weniger als 50 Kilogramm gewogen.
Madrid - Man wolle sicherstellen, dass die Models gesund aussähen, sagte die zuständige Ärztin Susana Monereo vor der heute beginnenden Show. Zudem solle den Jugendlichen kein Bild übertriebener Schlankheit vermittelt werden. Eines der abgewiesenen Models habe bei einer Größe von 1,80 Meter weniger als 50 Kilogramm gewogen.
Die anderen 64 Models erfüllten die Vorgaben des Veranstalters. Unter ihnen ist auch ein Model, das vergangenen September noch ausgeschlossen worden war, weil es zu mager war. Seit den neunziger Jahren dominieren extrem dünne Models die Laufstege der internationalen Modeschauen.
Nach dem Tod eines brasilianischen Models, das im vergangenen Jahr an den Folgen von Magersucht gestorben war, geriet der Ultra-Magerlook in die Kritik. Die Madrider Cibeles war im September 2006 die erste hochkarätige Modewoche, die Models mit zu starkem Untergewicht Laufstegverbot erteilte.
Auch in Italien und den USA wurde über den Ausschluss von Magermodels diskutiert. "Ich mag dieses extrem dünne Aussehen nicht und denke, es ist richtig, einen Grenzwert festzusetzen", sagte Roberto Torreta im staatlichen spanischen Fernsehen.
Keira Knightley denkt über das Ende ihrer Karriere nach
Nach der Piratenfilmserie um den "Fluch der Karibik" hat Keira Knightley die Nase voll vom Ruhm und erwägt, den Schauspielerberuf aufzugeben. Zudem klagt die 22-Jährige darüber, dass sie wegen ihrer zarten Figur ständig als Beispiel für Magersucht genannt werde.
London - "Ich will stattdessen ein wirkliches Leben haben", sagte die 22-Jährige nach Angaben der britischen Presse-Agentur (PA). In einem Interview für die nächste Ausgabe des Magazins "Elle" habe Knightley sich zudem beklagt, dass sie wegen ihrer zarten Figur immer wieder als Abbild des Schlankheitswahns und sogar als Beispiel für Magersucht genannt werde.
Der Druck derartiger Berühmtheit sei für sie nur schwer zu ertragen, erklärte die britische Schauspielerin ("Kick it like Beckham"), die bereits mit 18 Jahren zum Weltstar wurde. "Berühmtheit ist etwas verrücktes. Ich glaube, ich muss kürzer treten oder die Sache sogar völlig aufgeben", sagte Knightley.
Als einen weiteren Grund dafür, dass sie die Schauspielerei an den Nagel hängen könnte, nannte die schlanke Schönheit, dass sie "in der Situation, in der ich mich derzeit befinde, keine Kinder haben könnte".
Über einen Karriereausstieg habe sie intensiv bei einem zehntägigen Trekking-Urlaub "an einem Ort, wo mich keiner kannte und sich niemand um meine Filme scherte" nachgedacht. "Ich brauche einfach totalen Frieden und Balance und die Möglichkeit, mich selbst als ein kleines unbedeutendes Körnchen betrachten zu können."
Heute beginnt in London die Fashion Week. Neben jungen britischen Designern schaut die Öffentlichkeit vor allem auf die Handgelenke, Schlüsselbeine und Knöchel der Models: Wieder sind Magersucht und Drogenmissbrauch in der Szene ein zentrales Thema. Mode gibt es aber auch zu sehen.
London - In der Modewelt vollzieht sich derzeit ein merkwürdiger Wandel. Die Tage vor großen Laufsteg-Shows sind nicht mehr angefüllt mit Spekulationen über die Ideen der großen Designer, über Stoffe, Schnitte und Farbskalen - sondern mit sorgenvollen Debatten über den Gesundheitszustand derer, die Couture und Stangenware zu Markte tragen sollen.
n den Garderoben der London Fashion Week, die heute beginnt, wird eine Atmosphäre irgendwo zwischen Mädcheninternat und dem Vorlauf eines Profi-Boxkampfes herrschen: rituelles Wiegen, kerngesunde Snacks, penible Kontrollen auf Drogen und Zigaretten, besorgte Aufpasser, gelangweilte Sechzehnjährige. Die Modebranche hat ein Imageproblem, und jeder allzu spitze Schulterknochen, jedes Junkie-blasse Model trägt weiter dazu bei.
Das British Fashion Council (BFC) hat im Vorfeld der Modewoche einen Bericht veröffentlicht, der sich nicht mit Mode, sondern mit magerenModels beschäftigt. Darin werden Empfehlungen ausgesprochen wie die, dass es ein "gesundes Backstage-Umfeld" geben müsse das "nachweislich drogen- und rauchfrei" und mit "qualitativ hochwertigem Essen" ausgestattet sein sollte.
Die Modekorrespondentin des "Independent" entdeckte hinter den Kulissen der Vorab-Präsentation der Modekette Topshop "große Schüsseln voll Salat, Früchte und Platten mit Sandwiches". Schokoladen-Brownies von Marks und Spencer seien bei den Frisören hinter der Bühne besser angekommen als bei den Models.
Die Picolos, aus denen die jungen Damen früher mit Lippenstift-schonenden Strohhalmen Champagner geschlürft hätten, seien aus den Garderoben verschwunden. "Man könnte einem 16-jährigen Mädchen verzeihen", schreibt Susie Rushton, "das die Schule dann doch aufregender findet".
Aufpasser für Models unter 18
Die strikten Regeln, die das BFC erlassen hat, gelten allerdings erst ab dem kommenden Jahr: Die Kommission empfiehlt, neben dem Ausschluss von Models unter 16, auch die Einführung eines obligatorischen Gesundheitsnachweises. Für Models unter 18 wird empfohlen, ihnen Aufpasser zur Seite zu stellen, die auf Ernährung und Drogenfreiheit achten sollen.
Die Anwendung des sogenannten Body Mass Index (BMI), der Körpergewicht und Größe in ein Verhältnis stellt, empfahl die Kommission dagegen nicht. Der BMI sei "keine genaue Methode, um die Gesundheit zu bestimmen" und könne sogar einen Anreiz für Models schaffen, sich zur Manipulierung von Testergebnissen zu übergeben, erklärten die Verfasser des Berichts, zu denen auch die Model-Agentin und Kate-Moss-Entdeckerin Sarah Doukas gehört.
Im vergangenen Jahr waren das 22-jährige Model Luisel Ramos aus Uruguay und ihre 18-jährige Schwester Eliana innerhalb weniger Monate an den Folgen von Essstörungen gestorben. Verschiedene Modeveranstaltungen legten seitdem Regeln für die Teilnahme magerer Models fest - bei der Mailänder Modewoche etwa dürfen nur noch Frauen auf den Laufsteg, deren Body Mass Index (BMI, siehe Kasten) über 18,5 liegt. Zum Vergleich: Großbritanniens erstes Supermodel Twiggy, die in den sechziger Jahren mit sechzehn Jahren ihre Karriere begann, hatte nach einer Berechnung des "Independent" einen BMI von 14,6.
Mode wird bei der Fashion Week übrigens auch präsentiert: Mit Spannung erwartet werden in Großbritannien die Schauen des jungen Schotten Christopher Kane, zu dessen Fans Donatella Versace zählt und die Kollektionen von Luella Bartley und Matthew Williamson. Unter "genauer Beobachtung" werden laut Rusthon außerdem die Newcomer Deryck Walker, Danielle Scutt und Louise Goldin stehen.
Geschrieben: 14.05.2008 um 13:46 von admin Du möchtest unser Projekt durch deine Mitarbeit unterstützen? Dann bieten wir aktuell folgende Möglichkeiten:
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ich habe starkes Übergewicht und möchte schon seit Jahren endlich abnehmen. Vor ein paar Jahren hatte ich schon mal 150kg, von denen ich zum Glück schon lange weg bin. Seit dem ich 15 bin, habe ich eine Eßstörung. Ich habe kein geregeltes Essverhalten, meistens esse ich nur 1-2x am Tag oder manchmal auch gar nicht- je nach Stimmung und was die Waage morgens angezeigt hat. Dazu kommt, dass ich eine Schilddrüsenunterfunktion und einen ziemlich lahmen Stoffwechsel habe. Im Januar...
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meine Tochter wurde psychisch sehr krank während einer
medikamentöse Aknetherapie und da ich ein Zusammenhang
vermutet habe, recherchierte ich zwei Jahren über dieses Thema.
Ich habe bereits im Forum 'Psychologischer Bereich' geschrieben,
aber vielleicht sieht es dort niemand. Also für mich ist so ein Forum
ziemlich kompliziert. Darum versuche ich hier noch einmal meinen
Aufruf........ [mehr]
Wieso antwortet hier keiner? bin ich unerwünscht oder ist hier einfach nichts mehr los???? würde mich freuen wenn mir einer antwortet!!!!!!!!!! :-)
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