Endokrine Orbitopathie
EO ist ebenso wie die Immunohyperthyreose (IH)selbst eine autoimmune Erkrankung. Nachweislich ist EO überdurchschnittlich mit einer immunogen bedingten Hyperthyreose verwandt. Es ist eine eigenständige Erkrankung, wobei der Schweregrad der Symptome nicht immer mit dem Schweregrad der Schilddrüsenüberfunktion korreliert. Es kann vor, während oder auch nach dem Ausbruch der Schildrüsenüberfunktion auftreten. Obwohl amwahrscheinlichsten ein gemeinsamer Faktor als Verursacher der beiden Krankheitsformen vorliegt, entwickelt sich EO vermeintlich nur bei 40% aller IH Patienten. Die Erkrankung ist progredient und nur selten (unter 1%) kann es in den ersten Monaten zu einer spontanen Heillung kommen.
Die Symptomatik ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich, so hat die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie EO in 6 Stadien eingestufft. Vorstehende Augen auch Exophtalmus, oder Glubschaugen gennant, ist die markanteste Erscheinung dieses Krankheitsbildes. Ursache dieses Zustandes ist ein durch eine entzündliche Reaktionen bedingter Zuwachs des retrobulbären Fettvolumens und teilweise auch die Verdickung der extraoculären Muskulatur. Das Krankheitsbild ergänzt sich in den meisten Fällen durch eine Involvierung der Augenlidmuskulatur im Sinne einer Retraktion. Infolgedessen bilden sich noch andere Begleitsymptome wie Fremdkörpergefühl, Lichtempfindlichkeit, Kopfschmerzen, Doppelbilder, Trännenfluß, Binde und Hornhautentzündung und im schlimsten Fall (maligner Exophtalmus) sogar Erblindung.
Aufgrund der Vielfältigkeit der Symptome, die mit sehr unterschiedlichen Intensitäten auftreten können, ist die Diagnostik und Behandlung der EO eine Sache vieler verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Die Therapiemöglichkeiten sind sehr verschieden und reichen von der konservativen Kortisongabe und Bestrahlung bis zur aufwendigen, durch Knochenbrüche erzielten Erweiterung des orbitalen Raumes. Die Ergebnisse dieser therapeutischen Maßnahmen sind jedoch sehr unterschiedlich zu beurteilen. Die sogenannte Ossäre Dekompression, wird aufgrund des hohen Aufwandes und des ebenfalls hohen Komplikationsrisikos nur in sehr fortgeschritenen Formen empfholen. Die Transpalpebrale Orbita Dekompression fundiert auf einem grundsätzlich anderem Konzept. Durch die Fettentfernung reduziert sich der Druck in dem orbitalem Raum und gleichzeitig wird auch das erkrankte Gewebe entfernt.
Die Geburtstunde einer bahnbrechenden therapeutischen Option began 1985, als Prof. N. Olivari die erste Transpalpebrale Dekompression durchführte. IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII