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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Ärzte sehen Defizite bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen

„Erwachsene Patienten mit schwerer geistiger, körperlicher und mehrfacher Behinderung erhalten oft nicht die für sie notwendige Versorgung. Schuld daran ist auch eine Gesundheitspolitik, die mit Rabattverträgen Preisdumping betreibt und damit Qualitätsabbau billigend in Kauf nimmt“, erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe zum heutigen Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen. Für behinderte Kinder und Jugendliche sei eine flächendeckende Versorgung inzwischen gewährleistet. „Wenn diese Patienten aber das Erwachsenenalter erreicht haben, bricht die Versorgung ab. Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht ausreichend auf die Versorgung schwer behinderter Erwachsener eingerichtet“, sagte Hoppe.

Ärzte sehen Defizite bei der Versorgung von Menschen mit Behinderungen

Krankenhausfinanzierung

Montgomery mahnt Politiker: Wort halten!

„Die Politik muss Wort halten, sonst drohen Massenentlassungen, Krankenhausschließungen und Risiken für die Patienten“, mahnte Dr. Frank Ulrich Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer, vor den abschließenden Beratungen des Bundestagsausschusses für Gesundheit über das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz. „Die Bundesregierung hat immer betont, dass über die minimalen Grundlohnsteigerungen hinaus auch die Hälfte der Tarifsteigerungen in den Kliniken finanziert wird. Bundeskanzlerin Merkel und Ulla Schmidt würden wortbrüchig, wenn sie jetzt davon abrückten“, sagte Montgomery. Ohne die 50-prozentige Kompensation der Tarifsteigerungen können die Krankenhäuser ihren Versorgungsauftrag nicht mehr wahrnehmen. 

Montgomery mahnt Politiker: Wort halten!

3. MLP Gesundheitsreport

Hoppe: „Wir brauchen endlich eine nachhaltige Gesundheitspolitik“

„Das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitspolitik ist nachhaltig erschüttert. Die Menschen spüren, dass die finanziellen und personellen Ressourcen nicht mehr ausreichen, um das derzeit noch hohe Niveau der Versorgung aufrechtzuerhalten. Der staatsmedizinische Ansatz ist vollständig diskreditiert. Wenn wir den medizinischen Fortschritt auch in einer Gesellschaft des langen Lebens erhalten wollen, dann brauchen wir endlich eine nachhaltige Gesundheitspolitik, die im Gesundheitswesen nicht nur einen Kostenfaktor sieht“, kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe die Ergebnisse des MLP Gesundheitsreports 2008.

Hoppe: „Wir brauchen endlich eine nachhaltige Gesundheitspolitik“

Bürger und Ärzte bemängeln Verschlechterung der Gesundheitsversorgung

Mehr als die Hälfte der Bundesbürger und der Ärzte beklagt eine zurückgehende Qualität in der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig schwindet in beiden Gruppen das Vertrauen in die Zukunft des Gesundheitssystems weiter. Ärzte sind vor allem aufgrund des zunehmenden Kostendrucks pessimistisch, fast die Hälfte von ihnen bemängelt schon heute, sich nicht genügend Zeit für ihre Patienten nehmen zu können. Darüber hinaus wird der Gesundheitsfonds allenthalben kritisch beurteilt. Dies sind einige Kernergebnisse des 3. MLP Gesundheitsreports. Die repräsentative Studie im Auftrag des Finanz- und Vermögensberaters MLP hat das Institut für Demoskopie Allensbach mit Unterstützung der Bundesärztekammer erstellt.

Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer: „Die Ergebnisse des MLP Gesundheitsreports sprechen eine deutliche Sprache: Das Vertrauen in die Zukunftsfähigkeit der Gesundheitspolitik ist nachhaltig erschüttert.“

Statement von Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe

Bürger und Ärzte bemängeln Verschlechterung der Gesundheitsversorgung

Gebührenordnung

GOZ-Novelle: Gefahr für Arbeitsplätze im Gesundheitswesen

„Der Referentenentwurf für eine neue GOZ ist der durchsichtige Versuch, privatärztliche Gebührenordnungen den Bewertungsmaßstäben der gesetzlichen Krankenversicherung anzugleichen, um so den Weg zu einer Einheitsversicherung zu bahnen“, kritisierte San.-Rat Dr. Franz Gadomski, Vorsitzender des Ausschusses „Gebührenordnung“ der Bundesärztekammer, Pläne des Bundesgesundheitsgesundheitsministeriums zur Novellierung der Amtlichen Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ). „Die Weichenstellungen in der GOZ stellen ein Präjudiz für die Novellierung der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) dar. Insofern unterstützt die Bundesärztekammer nachdrücklich die Ablehnung der GOZ-Novelle durch die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer.“

GOZ-Novelle: Gefahr für Arbeitsplätze im Gesundheitswesen

Qualitätssicherung

Jonitz: Qualitätssicherung dient nicht in erster Linie dem Wettbewerb, sondern der Verbesserung der Patientenversorgung

Das gesellschaftliche Interesse an einer qualitativ hochwertigen und dabei transparenten medizinischen Versorgung wächst. Deshalb prüft die Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) alljährlich die Qualitätsstandards für die ambulante und stationäre Versorgung in Deutschland, um Defizite aufzuzeigen und Vorschläge zu unterbreiten, die Qualitätssicherung zu verbessern. Im Rahmen der BQS-Ergebniskonferenz wurden am 25. November 2008 die Ergebnisse des aktuellen Qualitätsreports der Öffentlichkeit präsentiert.

Jonitz: Qualitätssicherung dient nicht in erster Linie dem Wettbewerb, sondern der Verbesserung der Patientenversorgung

Gesundheitspolitik

Hoppe: Mediziner werden zum Vollzugsorgan der Gesundheitsbürokratie

Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe hat der deutschen Gesundheitspolitik ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt. Die "übertriebene Standardisierung" zur Behandlung von Erkrankungen führe dazu, dass "nicht mehr der kranke Mensch" gesehen werde, sondern nur noch die Diagnose, sagte Hoppe in der „Mitteldeutschen Zeitung“ (23.11.2008) in einem Interview. "Ich halte diesen Ansatz insgesamt für menschenfeindlich", fügte Hoppe hinzu.

Interview in voller Länge

Hoppe: Mediziner werden zum Vollzugsorgan der Gesundheitsbürokratie

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