Studie belegt Wunsch nach besserer Bezahlung und kürzeren Arbeitszeiten
BERLIN (hak). Medizinstudenten haben keine Illusionen über ihre späteren Arbeitsbedingungen in der Praxis. Schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten, Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, und viel Bürokratie machen für sie in Deutschland eine Tätigkeit als Ärzte in der Patientenversorgung unattraktiv.
Nur jeder zweite geht in die Versorgung
Der Verlust an Medizinstudenten im Verlauf des Studiums
Von den Erstsemestern in Medizin im Jahr 1997 hat etwa ein Viertel nicht das Studium beendet, ein weiteres Viertel hat nicht die AiP-Phase begonnen.
Das hat eine repräsentative online-Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (BVMD) ergeben, an der sich über 3600 Medizinstudenten aller Semester Ende vergangenen Jahres beteiligt haben.
"Viele Ärzte werden dem System verloren gehen, wenn sich ihre Arbeitsbedingungen nicht deutlich verbessern", sagte die BVMD-Koordinatorin Gesundheitspolitik Maike Wilk bei der Präsentation der Studienergebnisse gestern in Berlin.
Höhere Gehälter, bessere Arbeitszeiten, aber auch die Chance, neben dem Job noch ein Privatleben gestalten zu können, ließen Medizinstudenten verstärkt darüber nachdenken, später im Ausland zu praktizieren.
Leistungsbereit sind die Medizinstudenten schon: Weit über die Hälfte sind bereit, 50 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dafür wollen sie aber vernünftige Arbeitsbedingungen vorfinden. Entweder müssen Überstunden bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen werden, so die Studenten.
Wichtig sind Medizinstudenten aber nicht nur Karriere, Geld und Arbeitszeiten. Sie verlangen genauso ein "gutes Betriebsklima" und einen "partnerschaftlichen Umgang mit Vorgesetzten". Die tradierten Klinik-Hierarchien wirken auf sie abschreckend.
http://www.aerztezeitung.de
BERLIN (hak). Medizinstudenten haben keine Illusionen über ihre späteren Arbeitsbedingungen in der Praxis. Schlechte Bezahlung, lange Arbeitszeiten, Schwierigkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren, und viel Bürokratie machen für sie in Deutschland eine Tätigkeit als Ärzte in der Patientenversorgung unattraktiv.
Nur jeder zweite geht in die Versorgung
Der Verlust an Medizinstudenten im Verlauf des Studiums
Von den Erstsemestern in Medizin im Jahr 1997 hat etwa ein Viertel nicht das Studium beendet, ein weiteres Viertel hat nicht die AiP-Phase begonnen.
Das hat eine repräsentative online-Umfrage der Bundesvertretung der Medizinstudierenden (BVMD) ergeben, an der sich über 3600 Medizinstudenten aller Semester Ende vergangenen Jahres beteiligt haben.
"Viele Ärzte werden dem System verloren gehen, wenn sich ihre Arbeitsbedingungen nicht deutlich verbessern", sagte die BVMD-Koordinatorin Gesundheitspolitik Maike Wilk bei der Präsentation der Studienergebnisse gestern in Berlin.
Höhere Gehälter, bessere Arbeitszeiten, aber auch die Chance, neben dem Job noch ein Privatleben gestalten zu können, ließen Medizinstudenten verstärkt darüber nachdenken, später im Ausland zu praktizieren.
Leistungsbereit sind die Medizinstudenten schon: Weit über die Hälfte sind bereit, 50 Stunden pro Woche zu arbeiten. Dafür wollen sie aber vernünftige Arbeitsbedingungen vorfinden. Entweder müssen Überstunden bezahlt oder mit Freizeit ausgeglichen werden, so die Studenten.
Wichtig sind Medizinstudenten aber nicht nur Karriere, Geld und Arbeitszeiten. Sie verlangen genauso ein "gutes Betriebsklima" und einen "partnerschaftlichen Umgang mit Vorgesetzten". Die tradierten Klinik-Hierarchien wirken auf sie abschreckend.
http://www.aerztezeitung.de
