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Alle Kategorien > Medizinforum > Fachforen > Offtopic > Schutzmasken aus dem Supermarkt
Anzahl Nachrichten: 3 - Seiten (1): [1]
Autor:
Erstellt: 04. Nov 2006 - 19:26:44
Betreff: Schutzmasken aus dem Supermarkt
Die Winterzeit wird heuer, wenn es nach Gesundheitsministerin Rauch-Kallat geht, zur Schutzmaskenzeit - Am Montag kommen weiße Mund-Nase-Abdeckungen in den Handel
Wien - In heimischen U-Bahnen und an anderen belebten Orten könnten in diesem kalten Winter japanische Umgangsformen um sich greifen - aber nicht aus Höflichkeit, sondern aus Gründen der Hygiene. Gegen die vom Grippevirus ausgehenden Gefahren gebiete schon der "Common Sense" das Tragen von Schutzmasken, legte sich Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) für eine neue Aktion ihres Ministeriums ins Zeug.


Schutz aus dem Supermarkt

Besagte, von Rauch-Kallat vorgestellte Schutzmasken-Aktion wird ab kommenden Montag neun Millionen verbilligte Mund- und Nasenabdeckungen auf den Markt bringen. In allen großen Supermärkten des Landes werden dann 20 weiße Schutzmasken à 11,90 Euro käuflich zu erwerben sein. Um mehr als zwei Drittel billiger als preiswerte Antistaubmasken in Baumärkten sonst.

"Es ist uns gelungen, die beiden größten heimischen Schutzmaskenhersteller und den Handel zusammenzubringen und beträchtlichen Preisnachlass zu erwirken. Öffentliches Geld ist keines geflossen." So pries die Ministerin die eigene Initiative, die Österreich als "weltweit erstes Land" der Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO entsprechen lassen werde, der Bevölkerung Schutzmasken flächendeckend zur Verfügung zu stellen.

Nachfrage ungewiss


Das heißt: für den Fall, dass die Aktion einschlägt. Zwischen dem "Szenario, dass die Antigrippemasken in den Supermarktregalen liegen bleiben" und dem "Szenario, dass Bauarbeiter und Heimwerker das verbilligte Kontingent ratzeputz aufkaufen" hoffe man auf "eine Reaktion der Mitte", hieß es am Freitag aus dem Gesundheitsministerium.

Erfolgszweifel kommen nicht nur wegen der in Europa bisher ungewohnten Optik auf - oder wegen im Echtzeittest rasch erkannter Probleme wie Atemnot und anlaufende Brillengläser beim Maskentragen. Auch ein "strenger wissenschaftlicher Beweis" für die Ansteckungsvermeidung per Mund-NaseSchutz fehle, konzedierte Kunze. Doch, wie gesagt, hier sei Hausverstand gefragt: "Während der Spanischen Grippe 1918 und 1919 hat praktisch jeder in der Öffentlichkeit einen Mundschutz angelegt."

Tamiflu


Unabhängig von der Supermarktaktion werden auf Kosten der öffentlichen Hand Schutzmasken für Risikopersonal in Krankenhäusern, bei Feuerwehr und Exekutive angeschafft. Hier folge man den heimischen Pandemieplänen, erläuterte die Ministerin. Auch die - bereits im Vorjahr gestartete - Lieferung des bei akuter Grippeerkrankung wirkenden Neuraminidase-Hemmers Tamiflu durch die Pharmafirma Roche für Risikopersonal werde "bis Jahresende abgeschlossen" sein.

Fehlende Unterschrift

Zudem - so Rauch-Kallat - harre im Finanzministerium ein Vertrag mit dem in Österreich ansässigen Pharmaunternehmen Baxter in Sachen Grippeimpfstoff der Unterschrift Karl-Heinz Grassers. Das "fertig ausgehandelte" Abkommen von nicht näher ausgeführtem Finanzvolumen sehe vor, dass Baxter im Fall eines neuen Grippevirus für den österreichischen Bedarf "binnen elf Wochen einen Impfstoff entwickeln und produzieren" solle.

Und zwar "zellenbasiert" nicht auf Hühnereiweißbasis: " Mit der Hühnereiweißmethode braucht es Monate, bis ein neuer Impfstoff existiert", erläuterte die Ministerin. In Sachen Vertragsunterzeichnung machte sie Druck: "Wer zuerst kommt, bekommt auch den Impfstoff zuerst."

(DER STANDARD, Printausgabe, bri, 3.11.2006)

http://derstandard.at/?url=/?id=2646223
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Autor:
Erstellt: 08. Nov 2006 - 08:59:16
Betreff:
Also ich finde diese Schutzmasken aus dem Supermarkt echt doof! Denn
selbst in USA ist so etwas noch nie vorgeschlagen worden, obwohl die sich vor jedem Schnupfenvirus fast zu Tode fuerchten. Der einzige Ort, wo man Masken bekommt, sind die Comprehensive Cancer Centers und nur zum Schutz der Patienten vor Ansteckung. Dort macht es Sinn, Menschen mit Erkaeltungskrankheiten einen Mundschutz zu verpassen, weil Krebspatienten immunsupprimiert sind, und eine Ansteckung eine Katastrophe bedeuten kann. Wie gesagt, zum Schutz Schwerstkranker, um diese nicht durch eine zusaetzliche Infektion zu nicht zu gefaehrden.

Es sieht danach aus das einfach alles nur noch ums Geld geht -

Echt teuflisch :-(
[Not yet rated]
Autor:
Erstellt: 09. Nov 2006 - 09:00:48
Betreff:
Tut mir leid, das find ich überflüssig.
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Anzahl Nachrichten: 3 - Seiten (1): [1]
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