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Medizinforum

Das Medizinforum von MedUni soll Interessierten die Gelegenheit bieten, sich über Erfahrungen im Bereich "Gesundheit & Medizin" auszutauschen. Das Gesundheitsforum richtet sich sowohl an Medizin-Interessierte, als auch an Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich. Bringen Sie sich mit Ihren Erfahrungen ein! Tipp: Sie erreichen das Forum auch über www.medizinforum.com

Alle Kategorien > Medizinforum > Gesundheitsforen: > Vogelgrippe (Influenza A/H5N1) > Arbeitsschutz- Dachdecker/Gebäudereiniger
Anzahl Nachrichten: 5 - Seiten (1): [1]
Benutzerbild Autor: phoenlx
Erstellt: 20. Feb 2006 - 09:49:51
Betreff: Arbeitsschutz- Dachdecker/Gebäudereiniger
Hallo.

Nach dem nun das Virus in der für den menschen gefährlichen version(nennt man das so?) in deutschland gelandet ist.
Eine weiterverbreitung durch Wildvögel eigentlich wahrscheinlich und somit ein höheres risiko einer wenn auch eher geringen möglichkeit der ansteckung höher.

Wie man auch hier nachlesen kann differieren die äußerungen.
einmal wird berichtet das die Ansteckung über lebend geflügel passiert.
(sehe ich nicht so,weil)
Anderer seits auch über ansteckungsmöglichkeit über Kot und Sekret gesprochen wird, was ich für warscheinlich halte da eine grippe ansich eine Tröpfchen infektion ist(sorry bin kein Fachmann- denke das nennt sich so und wenn nicht wisst ihr was ich meine)

So nun bin ich Dachdecker.
Speicher sind gerne heimstadt für wilde tauben und auch andere vögel und somit auch mit viel Kot und teilweise auch kadavern versehen.
Das finde ich nun arg bedenklich solche speicher auf zu suchen.

des wweiteren sind Dachrinnen und dachflächen zu reinigen
Dabei verhält es sich so das gerade in den dachrinnen die in der regel 2 mal im jahr zu reinigen sind sich auch eine nicht unerhebliche menge an Vogeldung befindet.

Nach versuchen über die Dachdeckerinnungen dem Zentralverband des dachdeckerhandwerks der Bau berufsgenossenschaft so wie der gebäudereiniger innung informationen über ansteckung und schutzmöglichkeiten zu erhalten vermag ich mir nicht anders zu helfen als hier zu posten und einen neuen Thread zu eröffnen.
Ich hoffe das das thema angemessen ist so das ich mich außerhalb des "Fragen und Antworten" dazu ereifere.
Da ich keine informationen erhalten habe die mir in geringster form weiter helfen.

Also ich habe ganz konkrete Fragen!

1. Lebensdauer des Virus außerhalb des lebenden Organissmus, respektive, lebensdauer im Kadaver des infizierten Wirts.

2. Riesikoeinschätzung zu den arbeitsbereichen "Speicher mit Vogelpopulation" und "Objektreinigung von Vogelkot"

3. Zu ergreifende Schutzmaßnahmen bei ausführung der Tätigkeiten, beschrieben unter Pos 2.

4. eventuell: Zu beschriebenen Schutzmasnahmen, spezifische dokumentationen/Empfehlungen von seiten der Medizinischen Institute, Der legeslative/exikutive oder anderer offizieller stellen.

hier insbesondere zur kalkulation und darlegung des mehraufwands im bereich der arbeitsausführung gegenüber dem Kunden.

des weiteren zur darlegung der arbeitssicherheits masnahmen gegenüber angestellten (Personal eben) um ein individuelles misachten der Arbeitsanweisungen ausschließen zu können.(Alles im rahmen der Berufsgenossenschaftlichen unterweisungspflicht des arbeitgebers bezüglich der anwendung von arbeitssicherheits masnahmen)
(Halbjährlich protokoliert und gegengezeichnet, ich gehe nämlich nicht in den bau wenn einer zu faul ist sich zu sichern)

Bisher unternehme ich im umgang mit Vogelkot und Vogelkadavern nur die masnahmen die eine direkte bakterielle infektion über die atemwege so wie schutz gegen Zeckenbefall reduzieren.
(Einmalanzüge-Atmungsaktiv/Arbeitshandschuhe/Atemschutz einfach(Staubmaske) so wie Hautcreme-Filmbildent,Seife/Waschgeel und Hautdesinfektionsmittel)

Sind diese masnahmen weiter hin ausreichend, und werden sie weiterhin ausreichend sein! (fals lezteres nicht der fall sein sollte sehe ich eigentlich jezt schon erweiterte masnahmen als notwendig da die schnelligkeit der verbreitung innerhalb der Vogelpopulation objektiv betrachtet nicht darlegbar ist und jedes risiko aus meiner sicht zu vermeiden ist)

so hier mache ich erst einmal schluss und überlasse mich im vorraus bedankend euch das feld in der hoffnung hilfe erhalten zu können.

Grüße aus dem Rheinland

Marc
[Not yet rated]
Autor: unbekannt
Erstellt: 21. Feb 2006 - 08:22:16
Betreff:
guten morgen phönix,

ich werde mal versuchen deine fragen (wenn auch unzureichend) auf die schnelle zu beantworten:

1, zur Lebensdauer: noch nicht abschließend erforscht ist die Überlebensdauer des Virus innerhalb/außerhalb eines Wirtstieres.

2, relativ (es fehlen leider noch handfeste forschungsergebnisse)

3, Schutzkleidung (arbeitsbedingt) - hier ein Schutzmassnahmen-Link: http://www.stmugv.bayern.de/de/tierschutz/vogelgrippe/doc/merkblattgvp.pdf

4, Da gibt es Zahlreiche Links im Internet (Google) - bitte recherchieren

Wie du siehst ist das gefährliche/ungute an diesem Virus die leider noch nicht vorhanden Erfahrungswerte

Gruss, Thom
[Not yet rated]
Autor: fabienne
Erstellt: 21. Feb 2006 - 08:45:32
Betreff:
Hallo "phoenlx"!

Gerne möchte ich dir da empfehlen diesbezüglich genau im Internet zu recherchieren, da selbst unseren Experten noch detaillierte Antworten zu diesen Fragen leider noch fehlen.

Hier einige hilfreiche Links zu diesem Thema:

http://medlinks.meduni.com

Alles Liebe

Fabienne
_______________
MedUni-Moderatorin
[Not yet rated]
Autor: unbekannt
Erstellt: 22. Feb 2006 - 07:54:39
Betreff:
Hallo,

danke schon mal für eure mühen und eure prompten antworten.
Die links sind hilfreich.
Und exakte aussagen schwer zu finden.
Es ist auch schwer raus zu filtern was hysterie und was neutrale aussage ist. Ihr glaubt ja nicht (aber wahrscheinlich doch) was man alles findet via googel.

Nun das problem besteht halt irgendwie immernoch da informationen die für mich als referenz vorzeigbar wären nur gering bis garnicht vorhanden sind.

Heute morgen kam die frage im tv welche gefahr beim reinigen eines Vogelhäuschens besteht.
Dieses wurde durch den Wissenschaftsjurnalist Ranga Jogeschwar beantwortet.
Sinn gemäs: Bei einhaltung normaler hygenemasnahmen keine gefahr.
Jeder sollte diese arbeiten mit gummihandschuhen ausführen. Gefährlich würde dieses erst wenn man den kot essen würde(der satz ist nahezu zitiert)
Bei dieser antwort stellt sich mir die frage, kleinstmänge an Kot.
da mag das ja stimmen nur wenn ich wie in meinem fall von bis zu 500 liter kot rede, trocken und staubig....gut meistens im bereich von 20-150 litern will ja keine reißerische posse verfassen. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir das da die aussage des herrn jogeschwar für mich nur wenig zutrifft.
Ist alles etwas schwierig....
Vor allem wenn ich mich und meine angestellten schützen möchte entstehen kosten die ich den kunden aber nur schwer vermitteln kann da es keine eindeutige aussage zu großen mengen möglicherweise kontaminierten abfalls gibt. Vorallem was ist wenn ich wirklich nen kubikmeter Dung und Kadaver habe und diesen dan entsorge???
Jezt eingelagert und in einem monat sondermüll wegen infektionsgefahr, ich will garnicht wissen was das dann kostet.

Mein Kopf geht momentan echt über...

Also nochmals danke und wenn ihr über etwas stolpert...posten bitte!
[Not yet rated]
Benutzerbild Autor: max
Erstellt: 22. Feb 2006 - 10:29:45
Betreff:
Ich rate dringend davon ab, Google intensiver zu verwenden. Phoenlx hat es richtig erkannt - es wird sehr viel Müll online gestellt. Allein offizielle Seiten von Bund und Ländern, Universitäten etc. sind eine geeignete Informationsquelle. Problem dabei: ExpertInnen wissen selber noch zu wenig - und wer seriös ist, der veröffentlicht keine Vermutungen oder Halbwahrheiten.

Vorsicht ist gut - Angst ist unangebracht.

Momentaner Stand der Dinge: Das Virus, das bei Vögeln die Geflügelpest auslöst, kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Hauptinfektionsquelle des Menschen sind verendete Tiere.
[Not yet rated]
Anzahl Nachrichten: 5 - Seiten (1): [1]
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